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  Stellenangebote Emissionshandel CDM / JI, Energiewirtschaft

Gerne unterstützen wir Sie bei Fragen rund um die Themen Emissionshandel, CDM und JI sowie Emissionsreduktion und wirtschaftlich optimierte Energieversorgung.
Ihr Ansprechpartner:   Nino Turek,   Telefon: 0711 8995-746,   E-mail: nino.turek@fichtner.de 

News

 Environment Council: Commission welcomes Council conclusions on the EU position for the Copenhagen Climate Change Conference, EU 21.10.2009

 Ökostrombranche wehrt sich gegen Erneuerbaren-Kritik, Dow Jones 21.10.2009

 Bundesregierung und DIHK schließen "Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation", BMU 14.10.2009

 UBA mahnt Anpassung von CO2-Handel an, Dow Jones 09.10.2009
 
 Energieagentur fordert stärkere CO2-Reduktion, Dow Jones 08.10.2009

 38 Prozent weniger CO2-Emissionen in 5 Jahren, BMU 05.10.2009

 Neue Bundesregierung muss energiepolitische Fesseln sprengen, VIK 30.09.2009

 Klimawandel: Treffen in Bangkok muss für ehrgeiziges weltweites Abkommen spürbare Fortschritte bringen, EU 25.09.2009

 EuGH stärkt die Rechte der Mitgliedstaaten im Klimaschutz, VIK 25.09.2009

 Gabriel reist zu Klimagipfel der UN nach New York, BMU 21.09.2009

 Gabriel begrüßt die Vorschläge aus Brüssel zur Finanzierung von Klimaschutz in Entwicklungsländern, BMU 10.09.2009

 Klimawandel: EU-Kommission präsentiert globalen Finanzierungsentwurf für ehrgeizige Maßnahmen von Entwicklungsländern, EU 10.09.2009

 Franzosen zahlen künftig 17 EUR pro Tonne CO2, Dow Jones 10.09.2009

 Frankreich führt CO2-Steuer für alle ein, Dow Jones 04.09.2009

 Das Klimaschutzpotenzial der globalen Ökosysteme mobilisieren, BMU 03.09.09

 Klimawandel: Kommission begrüßt vorläufige Zahlen für 2008 über weitere EU-Fortschritte bei der Erreichung der Kyoto-Ziele, EU 02.09.2009

 Krise hilft EU 2008 bei CO2-Reduzierung, Dow Jones, 01.09.2009

 Emissionshandel: ECX-CEO Birley warnt vor Betrug im deutschen CO2-Markt, Dow Jones 18.08.2009

 Gabriel kritisiert Guttenbergs "industriepolitisches Gesamtkonzept", BMU 15.08.2009 

 Neue Industrie-Emissionsnormen erst 2020, Dow Jones 10.08.2009

 Kommission will Emissionsgrenzwerte einführen, Dow Jones 04.08.2009

 Finanzspritze von der EU für CCS-Kraftwerk in China, Dow Jones 04.08.2009

 Klimawandel führt zu Kraftwerksausfällen, Dow Jones 03.08.2009

 Klimawandel: EU und MTV verpflichten internationale Interpreten, um junge Leute im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen zu mobilisieren, EU 15.07.2009

 Erfolg fürs Klima beim G8- und MEF-Gipfel, BMU 10.07.2009

 Gabriel zu Klimakonferenz nach Rom gereist, BMU 08.07.2009

 Gabriel: G8-Gipfel muss beim Klimaschutz klare Beschlüsse fassen, BMU 07.07.2009

 Bundestag beschließt Zertifikate-Versteigerung,  Dow Jones 06.07.2009

 Trading-Gelegenheit am CO2-Markt, Dow Jones 01.07.2009

 Carbon EXPO - Final Report, 26.06.2009

 Gabriel: Ein wichtiges Signal für Kopenhagen, BMU 25.06.2009

 CCS-Gesetz in Großer Koalition offenbar endgültig gescheitert, Dow Jones 24.06.2009

 Umweltbundesamt: CCS nicht überschätzen, Dow Jones 23.06.2009

 Grüne Woche 2009: Klimawandel – Aktion und Anpassung, EU 22.06.2009

 Gabriel: Gespräche mit der chinesischen Regierung über Umwelt- und Klimakooperation, BMU 15.06.2009

 USA wollen mehr für Klimaschutz tun, Dow Jones 08.06.2009

 EU startet Konsultation zu CO2-Auktionsregeln, EU 05.06.2009

 Weltumwelttag: EU-Kommissar Dimas fordert entschiedeneres Eintreten für Klimaschutz, Dow Jones 04.06.2009

 Studie: Ausbau Erneuerbarer kurbelt die Wirtschaft an, Dow Jones 03.06.2009

 Dimas: EU erreicht ihre Kyoto-Klimaschutzziele, Dow Jones 02.06.2009

 CARBON EXPO 2009 in figures, 02.06.2009

 Klimawandel : Kommission erfreut über Rückgang der Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge, EU 30.05.2009

 “STATE AND TRENDS OF THE CARBON MARKET 2009”, Carbon EXPO 28.05.2009

  Emissionshandel: Versteigerung der Zertifikate in Deutschland startet 2010, BMU 28.05.2009

 Gabriel: "EU und Deutschland im Klimaschutz weiter allein auf weiter Flur", BMU 27.05.2009

 
VIK: Stromkosten für Industriekunden steigen, Dow Jones 27.05.2009

 Kohlendioxid-Abscheidung: Experten begrüßen Rahmen für CCS-Technologie, Dow Jones 26.05.2009

 Industrie- und Schwellenländer beim Klimaschutz zerstritten, Dow Jones 26.05.2009

 Gabriel: Gesellschaft auf Folgen des Klimawandels vorbereiten, BMU 18.05.2009

 Machnig begrüßt UNO-Beschluss zur Nachhaltigkeit von Bioenergie, BMU 16.05.2009

 Bundesumweltministerium setzt für eigene Arbeit auf Nachhaltigkeit, BMU 15.05.2009

 Emissions trading: EU ETS emissions fall 3 % in 2008, EU 15.05.2009

 Eurelectric fordert Flexibilität bei Erneuerbaren, Dow Jones 11.05.2009

 Michael Müller: Wirtschaftskrise als Chance für den Kampf gegen die globale Erderwärmung nutzen, BMWi 05.05.2009

 CARBON EXPO 2009 the global event for the carbon market, 30.04.2009

 Gabriel sieht nach Treffen in Washington frischen Wind für Klimaverhandlungen, BMU 30.04.3009

 Machnig: G8-Staaten müssen Krise für eine umweltgerechte Neuausrichtung der Wirtschaft nutzen, BMU 27.04.2009

 Erneuerbare Energien weiter auf Wachstumskurs - Gabriel: Zugpferd für Klimaschutz und Beschäftigung, BMWi 26.04.2009

 Kommission begrüßt Annahme des Klima- und Energiepakets, EU 25.04.2009

CARBON EXPO 2009

 CARBON EXPO 2009 News update, 14.04.2009

 Deutschland hat 22 Mio t zu viel CO2 emittiert, Dow Jones 06.04.2009

 Bundesumweltministerium warnt vor Abzocke mit Rechnungen für "CO2-Beiträge", BMU 03.04.3009

 Klimawandel: EU muss sich auf die Auswirkungen vorbereiten, EU 01.04.2009

 Gabriel: G20 sollen 25 Prozent ihrer Konjunkturmaßnahmen für Klimaschutz nutzen, BMU 01.04.2009

 Klimaschutz: Treibhausgasemissionen 2008 auf tiefstem Stand seit 1990 Deutschland erreicht sein Kyoto-Ziel, BMU 29.03.2009

 Start der Verhandlungen für ein faires und effektives internationales Klimaschutzabkommen, BMU 27.03.2009 

 Energiebranche: Sind bis 2050 CO2-neutral, Dow Jones 19.03.2009

 Astrid Klug: Vietnam ist ein wichtiger Partner für den Umweltschutz, BMU 17.03.2009

 Machnig: Ökologische Herausforderungen brauchen ökonomische Antworten, BMU 13.03.2009

 Ein erfolgreiches Team: Emissionshandel und Erneuerbare-Energien-Gesetz, BMU 12.03.2009

 100 Projekte suchen Partner - CDM-Initiative des Bundesumweltministeriums erfolgreich gestartet, BMU 09.03.2009

 Emissionshandelstelle droht Rückzahlung von mehr als 40 Mio EUR, Dow Jones 06.03.2009

 Klimawandel: Kommission unterstreicht die Bedeutung der Böden, EU 05.03.2009

 Gabriel fördert Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft - Grünes Licht für 30 Klimaschutz-Netzwerke, BMU 05.03.2009

 EU verhandelt weiter über Industrieemissionen, Dow Jones 05.03.2009

CARBON EXPO 2009

 Neues Potenzial für globale CO2-Märkte durch stärkere Einbindung der USA, 01.03.2009

 CARBON EXPO 2009: Mehr als nur ein neuer Standort – neue Impulse für den globalen CO2-Markt, 28.02.2009

 Australien: Impulse im Klima- und Naturschutz - Staatssekretär Matthias Machnig beendet umweltpolitische Gespräche in Australien, BMU 27.02.2009

 Emissionshandel: Zertifikate für 2009 - Umweltbundesamt bucht Emissionsberechtigungen auf die Konten der Teilnehmer, UBA 27.02.2009

 Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzprojekte in Thailand, BMU 26.02.2009
 
 Klug: Umweltschutz schafft Jobs und Perspektiven für Innovationen und Lebensqualität, BMU 25.02.2009

 Geothermie-Projekte bekommen Rückhalt - Bundesumweltministerium, KfW Bankengruppe und Münchener Rück fördern mit vereinten Kräften, BMU 25.02.2009

 Klimawandel: Umweltbundesamt unterstützt Anpassung in Brasilien - Startschuss für Projekt im besonders gefährdeten Nordosten, UBA 17.02.2009

 Klimafreundliche, sichere und preisgünstige Energieversorgung ohne Atomstrom "Roadmap Energiepolitik 2020", BMU 12.02.2009

 372 Städte wollen Ziele für Klimaschutz übererfüllen, DowJones 11.02.2009 

 Union fordert Energieministerium, DowJones 06.02.2009

 Klimawandel: Kommission begrüßt EP-Empfehlungen für künftige EU-Klimapolitik, EU 05.02.2009

 EU: Klimaschutzziele noch nicht ausreichend, DowJones 04.02.2009

 Regierungsentwurf für ein Energieeffizienzgesetz auf den Weg gebracht, BMU 02.02.2009

 Kompensation der überhöhten CO2-Stromkosten sofort, VIK 02.02.2009

 Deutsch-chinesische Klimapartnerschaft vereinbart, BMU 29.01.2008

 Klimawandel: Vorschläge der Kommission für globales Klimaschutzabkommen in Kopenhagen, EU 28.01.2009

 Gabriel: CO2-Abscheidung ist Übergangstechnologie, DowJones 24.01.2008

 Erneuerbare Energien: ein Schlüssel für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung, BMU 21.01.2009

 Sigmar Gabriel: Mit Obama beginnt eine neue Ära im internationalen Klimaschutz, BMU 20.01.2009

 Gabriel: Umweltschutz wird als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger - Erster Umweltwirtschaftsbericht vorgelegt, BMU 19.01.2009

 Vorgaben für Kohlekraftwerks-Projekte: Ressortabstimmung über CCS-Gesetz in heißer Phase, DowJones 16.01.2009

 Aktueller Gas-Streit zeigt: Breiter Energiemix ist unverzichtbar!, VIK 14.01.2009

 Deutschland stellt sich auf die Folgen des Klimawandels ein Bundeskabinett beschließt "Deutsche Anpassungsstrategie", 18.12.2008

 Mit dem Klimawandel umgehen, Bundesregierung 17.12.2008

Gruenes Licht für Gipfelbeschlüsse scheint sicher, DowJones 16.12.2008

CARBON EXPO 2009

CARBON EXPO 2009: Mehr als nur ein neuer Standort – neue Impulse für den globalen CO2-Markt, 15.12.2008

 EU einigt sich auf Klimapaket mit vielen Ausnahmen, DowJones 15.12.2008

 BDEW reagiert enttäuscht auf EU-Klimapaket, Dow Jones 15.12.2008

 Gabriel: Europa bleibt beim Klimaschutz weiter vorn - Einigung in Brüssel über Klimapaket, BMU 14.12.2008

 Kritik an Ausnahmeregeln der Klimabeschlüsse, DowJones 14.12.2008

 Gabriel: Finanzkrise ist Argument für konsequenten Klimaschutz - UN-Klimakonferenz in Posen beendet, BMU 13.12.2008

 Signal für mehr Waldschutz im internationalen Klimaschutz, BMU 12.12.2008

 Gabriel gibt 200 Millionen für Klimaprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, BMU 11.12.2008

 Neue Initiative zur Förderung von Klimaschutzprogrammen weltweit, BMU 10.12.2008

 Merkel vorsichtig optimistisch für EU-Klimabeschluss, DowJones 10.12.2008

 Glos fordert Gleichheit bei Emissionshandel, DowJones 09.12.2008

 Brasilien übernimmt mit Klimaplan Führungsrolle unter den Schwellenländern,  BMU 09.12.2008

 Ministerrat einig über Erneuerbaren-Richtlinie, DowJones 08.12.2008 

 Bundestag bekräftigt CO2-Vollauktionierung, DowJones 06.12.2008

 Streit um Emissionshandel vor EU-Gipfel nicht lösbar, DowJones 05.12.2008

 Auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen, Bundesregierung 03.12.2008

 Greenpeace protestiert gegen Polens Klimapolitik, DowJones 02.12.2008

 Klimawandel: Konferenz in Posen soll Verhandlungen über ein neues globales Klimaschutzübereinkommen vorantreiben, EU 02.12.2008

 EU-Kommission drängt auf Fahrplan für Klimakonferenz, DowJones 01.12.2008

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Environment Council: Commission welcomes Council conclusions on the EU position for the Copenhagen Climate Change Conference, 21.10.2009
Brüssel (EU) -
European Commissioner for the Environment Stavros Dimas today welcomed the Council conclusions on the EU position for the COP 15 conference to be held in Copenhagen this December. The Conclusions advance the EU position, which will now be finalised by the European Council at the end of October. Discussions focused on the scale of the long-term (2050) emission reduction objective for the EU, targets to be set for reducing emissions from international aviation and maritime transport, accounting rules for changes in emissions due to land use, land use change and forestry (LULUCF), and how to tackle a potential surplus of assigned amount units from the Kyoto Protocol's 2008-2012 commitment period. Debates were also held on three issues: ship dismantling, the eco-efficient economy, and the proposed recast of two Directives, the Directive on waste electrical and electronic equipment (WEEE), and the Directive on the restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment (RoHS). Commissioner Stavros Dimas said: "I am pleased with the progress we have made today, as there is only one negotiating session left before Copenhagen, and it is imperative to step up the speed of exchanges at the political level. Reaching an international agreement is a formidable political challenge, but we are still on the right track. And I repeat that it is more important than ever for the EU to assert its leadership role: our citizens want it, and so do our partners in the rest of the world."

Good progress with Copenhagen building blocks
The conclusions agreed today covered a number of outstanding issues. On the scale of the long-term (2050) emission reduction objective for the EU, the Council agreed on the need to set a long-term target at EU level as such targets have already been accepted in other international fora (G8, MEF). Ministers therefore supported a target of 80-95 per cent by 2050. Ministers also discussed the level of the global targets for the aviation and maritime sectors to be set under the UNFCCC in the Copenhagen agreement. The Council agreed on pursuing global reduction targets for aviation at -10 per cent and -20 per cent for the maritime sector as compared to 2005. Regarding accounting rules for changes in emissions due to land use, land use change and forestry (LULUCF) the Commission is pleased to see that the Council could agree on  mandatory accounting rules already ahead of the last negotiation session in Barcelona at beginning of November.
On the crucial issue of t ackling a potential surplus of assigned amount units (so-called AAUs) from the Kyoto Protocol's 2008-2012 commitment period, Member States decided to recognize their implication on the environmental integrity and stressed that further discussions will be needed on possible options to address it. These Council conclusions will now feed into the European Council to be held in Brussels on 29 and 30 October.

Debates on ship dismantling, WEEE and RoHS, and the eco-efficient economy
On the eco-efficient economy, Commissioner Dimas welcomed conclusions that confirm the strong support from Member States to shift to an eco-efficient economy, and their desire to integrate it as a key objective in the new Lisbon Strategy. The Commissioner also welcomed the conclusions on ship dismantling, which could, if appropriate, lead to a legislative proposal to ensure that ships with a strong link to the EU in terms of flag or ownership are dismantled only in safe and environmentally sound facilities worldwide On the proposed recast of the Waste Electrical and Electronic Equipment Directive and the Restriction of Hazardous Substances Directive, Commissioner Dimas underlined that linked scopes would be best in view of the Directives' environmental objectives. He said that it would be problematic to support a drastic extension of the scope of the RoHS Directive without having assessed its various impacts, for example on the safety and reliability of electronic equipment.

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Ökostrombranche wehrt sich gegen Erneuerbaren-Kritik, 21.10.2009
BERLIN/HANNOVER (Dow Jones)-
Umweltschützer und die Ökostrombranche wehren sich gegen Vorwürfe, die Erneuerbaren Energien trieben die Strompreise in die Höhe. Entsprechende Vorwürfe von Industrie und Energieunternehmen seien unbegründet. „Wer die von den Netzbetreibern am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Prognose der EEG Umlage für 2010 zum Anlass für eine neue Strompreisdiskussion gegen die Erneuerbaren Energien nutze, führe die Öffentlichkeit bewusst oder unbewusst in die Irre“, erklärte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber hatten in der vergangenen Woche die sogenannte EEGUmlage mit 2 cts/kWh für 2010 veröffentlicht. Damit erhöht sich für Verbraucher der Zuschlag für Erneuerbare Energien um 75% im Vergleich zum laufenden Jahr. Die EEG-Umlage soll die Differenz zwischen der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung und dem ab 1. Januar 2010 voraussichtlich erzielten Börsenpreis für Ökostrom ausgleichen.

„Durch Ökostrom werden CO2-Zertifikate eingespart“
Der Branchenverband BDEW hatte nach Veröffentlichung der neuen EEG Umlage kritisiert, dass die Kosten für den starken Ausbau der Erneuerbaren Energien die EEG-Umlage teurer machten. Auch der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) forderte am Dienstag die neue Bundesregierung auf, „Subventionen nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) sofort zu stoppen oder wenigstens zu deckeln.“ Den steigenden Kosten für die EEG Umlage stünden Entlastungseffekte in vergleichbarer Größenordnung gegenüber, argumentierte hingegen der DUH. Der wachsende Anteil Erneuerbarer Energien an der Strombörse führe insgesamt zu einer Senkung der Preise, weil die am teuersten produzierenden konventionellen Kraftwerke nicht mehr oder seltener hochgefahren werden müssen, teilte der Umweltverband weiter mit. Dieser sogenannte Merit-Order-Effekt belief sich laut dem Verband 2006 auf etwa 3 Mrd bis 5 Mrd EUR, für 2007 und 2008 ergaben Schätzungen einen Preissenkungseffekt von 3 Mrd bis etwas mehr als 4 Mrd EUR. Das entspreche etwa der Hälfte der für 2010 errechneten Mehrkosten durch Erneuerbare Energien von 8,2 Mrd EUR, hieß es weiter. Auch sorge der Ökostrom dafür, dass CO2-Zertifikate eingespart würden. Auf 1,2 Mrd EUR werde sich 2010 der Wert der eingesparten CO2-Zertifikate summieren. Hinzu kämen für das Jahr 2010 noch nicht abschätzbare Nettoersparnisse, weil wegen des Ausbaus der Erneuerbaren weniger Energierohstoffe importiert werden müssten. Für das Jahr 2008 seien die Importersparnisse im Stromsektor auf 2,7 Mrd geschätzt worden, so die Deutsche Umwelthilfe.
Laut dem VEA reicht allerdings der Handel mit Emissionszertifikaten aus. Der Kronberger Kreis von Wirtschaftswissenschaftlern sei zu dem Schluss gekommen, dass ein funktionierender internationaler CO2-Handel zusätzliche Maßnahmen überflüssig mache, erklärte der VEA. „Die Menge der erlaubten CO2-Emissionen ist festgelegt. Subventionen dagegen verzerren den Wettbewerb“, sagte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim VEA. Werde fossile Energie knapp und teuer, verbesserten sich automatisch die Marktchancen für Erneuerbare Energien, sagte Panitz. In der vergangenen Woche hatte sich bereits der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) gegen die Kritik zu hoher Ökostrom-Subventionen gewehrt. Während die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise in den vergangenen zehn Jahren um 9,3 auf 23,2 cts/kWh gestiegen seien, habe sich der Anteil der EEG-Umlage im gleichen Zeitraum von 0,2 auf 1,1 cts/kWh erhöht, hatte der BEE mitgeteilt.

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Bundesregierung und DIHK schließen "Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation", 14.10.2009
Berlin (BMU) -
Mit einer neuen Partnerschaft legen die Bundesregierung und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Basis dafür, sich den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Steigerung der Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft gemeinsam zu stellen. In der Partnerschaft fördert das Bundesumweltministerium (BMU) mit seiner Klimaschutzinitiative ein breit angelegtes Projekt des DIHK und der Industrie- und Handelskammern (IHKs). Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Energieeffizienzberatungen und besonders zinsgünstige Kredite mit seinem "Sonderfonds Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)".
Ziel der Partnerschaft ist es, Firmen zu motivieren, die bereits heute wirtschaftlich rentablen Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz weit stärker als bisher zu realisieren. Die Aktionen der Partnerschaft richten sich direkt an die Unternehmen, um damit zusätzliche Impulse für mehr Energieeffizienz auszulösen. Diese ist für viele Unternehmen ein wichtiger Faktor, um schneller aus der Krise zu kommen und sich gut für den Wettbewerb danach zu positionieren.
Kein Unternehmen kommt ohne Energie aus. Daher können sich Energieeffizienzmaßnahmen in jedem einzelnen Fall bezahlt machen. In vielen Betrieben lassen sich je nach Branche und Größe erhebliche Einsparpotenziale finden, die im Einzelfall bis zu 30 Prozent betragen.
Eine Säule der Partnerschaft ist die Gründung von KLIMASCHUTZ UNTERNEHMEN - Die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen in ihre Unternehmensstrategie integrieren und die Einsparerfolge dokumentieren, sondern sich in bestimmten Abständen auch einem Prüfverfahren unterziehen. Mitglieder aus möglichst allen Branchen und Größenklassen zeigen vorbildhaft, dass sich Energieeffizienz und Klimaschutz auszahlen. Mit ihren Best-Practice-Beispielen sind sie prädestiniert, auch andere Unternehmer vom Nutzen der Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen.
Die zweite Säule der Partnerschaft ist eine Informations- und Qualifizierungsoffensive des DIHK und der IHKs. Die Informationsoffensive erleichtert durch so genannte Energiecoaches der IHKs den Unternehmern vor Ort den Einstieg in die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz. Zentraler Bestandteil sind Betriebsbesuche, bei denen die Energiecoaches die Unternehmen auf die Möglichkeiten der Energieeffizienzberatung und auf andere passende Förderprogramme, Fortbildungsangebote oder Informationsveranstaltungen hinweisen. Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive wird die Weiterbildung von Mitarbeitern der Unternehmen zu Energiemanagern (IHK) bezuschusst.

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UBA mahnt Anpassung von CO2-Handel an, 09.10.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, hat im Falle von Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke Anpassungen beim Emissionshandel angemahnt. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass es zu einem Preisverfall komme, sagte Flasbarth bei der Vorstellung der aktuellen Klimakonzeption des UBA. „Wenn es jetzt zu Laufzeitverlängerungen kommt, führt das nicht dazu, dass wir weniger Treibhausgase emittieren“, sagte Flasbarth. Das UBA rechnet vielmehr mit einem Überangebot von Emissionshandelszertifikaten und einem damit verbundenen Rückgang der Preise. Um diesen „Kollateralschaden“ auszugleichen, müssten die Budgets nach unten korrigiert werden, forderte Flasbarth daher. Nach Berechnungen des UBA müsste das Emissionsbudget pro Jahr um rund 20 Mio t CO2 gesenkt werden, wenn die neue Regierung die Laufzeiten der sieben ältesten Atomkraftwerke verlängert.

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Energieagentur fordert stärkere CO2-Reduktion, Dow Jones 08.10.2009
MÜNCHEN (AFP)-
Zwei Monate vor dem Weltklimagipfel im dänischen Kopenhagen hat die Internationale Energieagentur (IEA) die Industriestaaten zu stärkeren Anstrengungen zum Klimaschutz aufgefordert. Die USA und Europa müssten ihre Emissionen an Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 deutlich stärker reduzieren als zurzeit geplant, sagte der Chefökonom der in Paris ansässigen Agentur, Fatih Birol, der „Süddeutschen Zeitung“. China hingegen sei mit einen Programmen, Strom aus erneuerbaren Quellen sowie aus Atomkraft zu gewinnen und Effinzienzstandard zu verschärfen, bereits auf gutem Weg. Das Land könnte 2020 zum Spitzenreiter im internationalen Klimaschutz werden.
Die Wirtschaftskrise biete den Industrieländern eine „einmalige Gelegenheit“, ihren Energiesektor zu reformieren, sagte Birol. Der Verbrauch an fossilen Brennstoffen und damit der Ausstoß von CO2 werde im Jahr 2009 um 3% sinken, viele Investitionen seien wegen der Rezession verschoben worden. Auf ein Signal vom Kopenhagener Klimagipfel im Dezember hin könnten die Investoren beginnen, ihr Geld in umweltfreundlichere Technik umzulenken. Die Anfang der 70er Jahre gegründete IEA berät ihre 28 Mitgliedsländer, darunter auch Deutschland, in Fragen der Energieversorgung, Wirtschaftsentwicklung und des Umweltschutzes.

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38 Prozent weniger CO2-Emissionen in 5 Jahren, 05.10.2009
Bundesumweltministerium fördert Erzdiözese Freiburg bei der Umsetzung ihres Klimaschutzkonzepts
Berlin (BMU) -
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller hat heute gemeinsam mit dem Generalvikar Dr. Fridolin Keck den Startschuss für ein neuartiges Klimaschutzprojekt der Erzdiözese Freiburg gegeben. Im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative stellt das Bundesumweltministerium dem Projekt 560.000 Euro für einen "Klimaschutzmanager" zur Verfügung. Er soll der Erzdiözese helfen, ihren CO2-Ausstoss innerhalb der nächsten 5 Jahre um 38 Prozent zu reduzieren. Eine Vielzahl von Maßnahmen soll zu mehr Energieeffizienz und zum verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien anregen.
Staatssekretär Müller: "Die Kirchen sind wichtige Vermittler und Multiplikatoren in die Gesellschaft hinein. Denn Klimaschutz muss lokal passieren, jede und jeder kann handeln. Ich freue mich, dass das Bundesumweltministerium das vorbildliche Engagement für mehr Klimaschutz der Erzdiözese Freiburg unterstützen kann und hoffe, dass viele Bistümer und Landeskirchen diesem Beispiel folgen."
Bereits 2001 engagiert sich die Freiburger Erzdiözese für mehr Klimaschutz. So wurden beispielsweise Klima- und Umweltschutzleitlinien verabschiedet und ein eigener Fonds in Höhe von 5 Millionen Euro aufgelegt, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu fördern.
Die Erzdiözese verfolgt in ihrem Klimaschutzkonzept vier zentrale Ziele: die Energieeffizienz steigern, den Energiebedarf senken, erneuerbare Energien stärken und nachhaltigen Einkauf fördern. Die Umsetzung dieser Ziele rückt durch die Finanzierung zusätzlichen Personals mit der finanziellen Unterstützung aus der Klimaschutzinitiative ein Stück näher.

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Neue Bundesregierung muss energiepolitische Fesseln sprengen, 30.09.2009
Positive Chancen der Erneuerbaren und Kernenergie nutzen
Essen (VIK) -
Mit der neuen Bundesregierung kann eine Zeit jahrelanger energiepolitischer Lähmung beendet werden. So die Hoffnung des VIK – der Interessenvertretung der energieintensiven Industrien. „Gefragt sind nun klare, realistische Zukunftspläne für die Energieversorgung des Industrielandes Deutschland“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK. Die erneuerbaren Energien gehörten unbedingt dazu. Es gelte Wege zu finden, sie in eine sichere, wett­bewerbliche Versorgung einzubinden. Genauso aber dürften die klassischen Säulen der Energieversorgung mit Kohle und Kernenergie nicht weiter verteufelt werden. „Im Sinne eines sicheren, tragfähigen Gesamtkonzepts für die Energiezukunft Deutschlands dürfen diesen Techniken nicht allein aus dogmatischen Gründen abgelehnt werden. Es ist zudem Aufgabe der Politik, den Nutzen innovativer und hocheffizienter Kraftwerks­projekte herauszustellen und den Bürgern zu vermitteln. Die bevorstehenden Koalitions­verhandlungen müssen jetzt die richtigen Zeichen setzen!“ so Dr. Loske weiter.
Dabei sind für den VIK die wichtigsten Themenfelder:
- Eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke muss zum Erreichen der anspruchsvollen Klimaschutzziele sowie für eine sichere und wettbewerbsfähige Stromversorgung genutzt werden. Der finanzielle Vorteil muss auch zur Senkung der Strompreise für die Industrie führen – zur Vermeidung von „Carbon Leakage“, das schon jetzt und nicht erst ab 2013 ein Problem ist.
- Der Emissionshandel nach 2013 muss industrieverträglich umgesetzt werden, ohne dass dabei seine Lenkungswirkungen eingebüßt werden.
- Der gerade „erwachende“ Gasmarkt braucht politische Impulse hin zu echtem Wettbewerb und zu Regeln, die es der gasintensiven Industrie endlich ermöglichen, zu wettbewerbsgerechten Preisen Gas zu beschaffen und selbst zu transportieren. 
- Weitere staatliche Belastungen auf den Energieverbrauch müssen dringend vermieden werden.
Energiepolitik ist Standortpolitik! „Wir hoffen, auf eine ausgewogene, konsistente und auch innovative Energiepolitik der neuen Regierung! Die energieintensive Industrie möchte auf effiziente Weise Energie weiter in Deutschland nutzen, um ihre Innovationskraft und ihre Beiträge für Arbeitsplätze und Wohlstand einzubringen,“ so Dr. Loske.

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Klimawandel: Treffen in Bangkok muss für ehrgeiziges weltweites Abkommen spürbare Fortschritte bringen, 25.09.2009
Brüssel (EU) -
Die schwedische EU-Präsidentschaft und die Europäische Kommission haben heute die internationalen Verhandlungsführer aufgefordert, bei den am 28. September beginnenden und zwei Wochen dauernden Klimaschutzgesprächen in Bangkok entscheidende Fortschritte für ein weltweites Klimaschutzabkommen zu erreichen. Das Treffen in Bangkok ist die vorletzte Vorbereitungssitzung für die UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen, auf der das weltweite Abkommen geschlossen werden soll.
Hierzu erklärte Umweltkommissar Stavros Dimas: „Die EU hat eine umfassende Agenda für ein ehrgeiziges weltweites Abkommen erarbeitet, das notwendig ist, um den gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Jetzt, nachdem zwei Jahre lang diskutiert wurde, ist es an der Zeit, dass alle Beteiligten mit vollem Einsatz an der Vorbereitung der Beschlüsse arbeiten, die in Kopenhagen gefasst werden müssen. In Bangkok müssen entscheidende Fortschritte erzielt werden. Die Europäische Kommission hat kürzlich Vorschläge zur Finanzierung vorgelegt, die ein zentrales Thema dieser Verhandlungen bilden. Jetzt erwarte ich von unseren Partnern sowohl in den Industrieländern wie auch in den Entwicklungsländern, dass sie am Verhandlungstisch wesentlich mehr Nachdruck und Ehrgeiz zeigen."
Der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren ergänzte: „Die EU begrüßt Fortschritte wie z. B. die deutliche Anhebung der Emissionsreduktionsziele durch die neue japanische Regierung. Ebenso müssen die unlängst abgegebenen vielversprechenden Erklärungen der großen Schwellenländer zur Begrenzung des Emissionsanstiegs in konkrete Maßnahmen umgesetzt und in die Verhandlungen einbezogen werden. Die Botschaft des UN- und des G20-Gipfels muss in Bangkok Wirkung zeigen und berücksichtigt werden. Als politische Entscheidungsträger wollen wir zu einer Einigung kommen, und die Verhandlungsführer müssen sich auf den Kern ebenso wie auf die entscheidenden Faktoren konzentrieren."

Der Kopenhagen-Prozess
Die Verhandlungen zur Erarbeitung eines UN-Klimaschutzabkommens für die Zeit nach 2012, also nach Auslaufen der wichtigsten Bestimmungen des Kyoto-Protokolls, sollen auf der Konferenz in Kopenhagen am 7.-18. Dezember 2009 zum Abschluss gebracht werden. Die beiden letzten Vorbereitungssitzungen werden vom 28. September bis 9. Oktober in Bangkok und am 2.-6. November in Barcelona stattfinden.

Standpunkt der EU
Die EU drängt auf eine ehrgeizige und umfassende Vereinbarung, mit der verhindert werden soll, dass die globale Erwärmung gefährliche Ausmaße, also mehr als die von der Wissenschaft prognostizierten 2° C über den vorindustriellen Werten, erreicht. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen die Industrieländer zur Einhaltung dieser Obergrenze ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 auf 25-40 % unter die Werte von 1990 verringern und die Entwicklungsländer den raschen Anstieg ihrer Emissionen auf etwa 15-30 % der Menge begrenzen, die ohne entsprechende Maßnahmen bis 2020 verursacht würde.
Die EU hat sich ohne Vorbedingung dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 20 % unter die Werte von 1990 zu senken, und setzt dieses Ziel mithilfe eines Klima- und Energiepakets ( IP/09/628 ) um. Außerdem hat die EU angekündigt, dass sie ihre Emissionen sogar um 30 % verringern würde, wenn andere Industrieländer sich zu vergleichbaren Reduktionen bereit erklären und die wirtschaftlich stärkeren Entwicklungsländer in angemessenem Umfang zu einer weltweiten Vereinbarung beitragen.
Am 10. September hat die Kommission einen globalen Plan zur Aufstockung der internationalen Finanzmittel vorgelegt, mit denen die Entwicklungsländer bei der Eindämmung ihrer Emissionen und der Anpassung an den Klimawandel unterstützt werden sollen ( IP/09/1297 ). Auf der Grundlage dieses Plans kann der Europäische Rat Ende Oktober den Standpunkt der EU zur Finanzierung festlegen.

Die Klimakonferenz in Bangkok
Bei den drei bisherigen offiziellen Verhandlungen in diesem Jahr wurden nur geringe Fortschritte erzielt. Die informelle Tagung vom vergangenen Monat in Bonn brachte als Ergebnis einen schlecht gegliederten und mit Einschüben gespickten Verhandlungstext von mehr als 250 Seiten. Dieser Entwurf muss in Bangkok radikal gestrafft und der Fortgang der Verhandlungen erheblich beschleunigt werden, wenn in Kopenhagen ein weltweites Abkommen erreicht werden soll.
Außerdem muss der Verhandlungsprozess effizienter gestaltet werden, etwa indem die Verhandlungen in kleinen parallelen Gruppen statt in großen Plenarsitzungen geführt werden. Es geht in erster Linie darum, sich in den für eine Vereinbarung in Kopenhagen wesentlichen Fragen zu einigen und entsprechende Fortschritte zu erzielen.

Kernpunkte für die EU sind
- verbindliche Emissionsreduktionen aller Industrieländer auf der Grundlage vergleichbarer Anstrengungen;
- angemessene Maßnahmen der Entwicklungsländer zur Begrenzung der Emissionen;
- ein Aktionsrahmen zur Anpassung an den Klimawandel;
- Maßnahmen zur Begrenzung der Entwaldung und zur Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in tropischen Gebieten;
- aktualisierte Regeln für die Anrechnung von Emissionsänderungen infolge von Landnutzung, veränderter Landnutzung und Forstwirtschaft;
- Ausweitung des internationalen CO 2-Handels zur Bereitstellung von Finanzmitteln für die Entwicklungsländer und zur Förderung kosteneffizienter Maßnahmen für die Emissionsverringerung;
- Bereitstellung internationaler öffentlicher Finanzmittel für die Entwicklungsländer zur Ergänzung der Finanzflüsse aus dem CO 2-Handel und innerstaatlicher Investitionen;
- ein umfassendes Paket für die Zusammenarbeit im Technologiebereich und für die finanzielle Unterstützung des beschleunigten Aufbaus einer CO 2-armen globalen Wirtschaft.

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EuGH stärkt die Rechte der Mitgliedstaaten im Klimaschutz, 25.09.2009
Essen (VIK) –
„Das aktuelle EuGH-Urteil macht deutlich: auch und gerade die Kommission muss sich an Richtlinien halten! Das Urteil beschränkt die EU-Kommission darin, beim Emissionshandel in die nationalen Zuteilungen von CO2-Zertifikaten einzugreifen, und setzt damit ein wichtiges Zeichen. Bei der Vielzahl der ausstehenden Ausgestaltungen zum Emissionshandel nach 2013, die in häufig sehr intransparenten Prozessen im Wesentlichen von der Kommission entwickelt und maßgeblich beeinflusst werden, kommt diese Botschaft zur rechten Zeit“, so Frau Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK – der Interessenvertretung der energieintensiven Industrie.
Die politischen Weichenstellungen, die für den Zertifikatehandel ab 2013 derzeit auf der Tagesordnung stehen, haben enorme Auswirkungen – entweder für eine industriefreundliche oder für eine industriefeindliche Ausgestaltung dieses herausfordernden, wirksamen Klimaschutzinstruments. Für Deutschland mit seiner breiten Industriestruktur steckt darin großes Schadenspotential. In den Entscheidungen von Rat und Parlament zur veränderten Richtlinie waren die richtigen Weichen in Richtung Schadensbegrenzung für die Industrie bei unverändert hohen Einsparungsanforderungen gestellt worden. Die Gefahr erscheint allerdings real, so der VIK, dass in den intransparenten Verfahren, in denen noch wesentliche Details festgelegt werden müssen, die EU-Kommission sehr weitgehend versucht, zurück zu rudern. Bei den vorgesehenen Ausgleichsmechanismen für indirekte Preiseffekte des Emissionshandels an stromintensive Unternehmen, mit denen diese Verbraucher über die Stromrechnung letztlich die CO2-Zertifikate für die Stromerzeuger erwerben, gilt dies in besonderem Maße. Von den Mitgliedsstaaten gewollt und in der Richtlinie verankert könnte nach „Weichspülung“ der EU-Kommission davon nur noch ein Schatten übrig bleiben. Hier bringt das EuGH-Urteil mit seiner klaren Ansage für die EU-Kommission einen Hoffnungsschimmer gerade für ein dicht besiedeltes Industrieland wie Deutschland.
„Das Urteil ist kein Schlag gegen den Klimaschutz, sondern das Einfordern der Einhaltung von „Spielregeln“, ohne deren Beachtung ein ambitionierter europäischer Klimaschutz langfristig keine Chance hätte.“, so Dr. Frau Loske.

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Gabriel reist zu Klimagipfel der UN nach New York, 21.09.2009
"Industrie- und Entwicklungsländer müssen ihre Verhandlungsangebote nachbessern"
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel reist heute nach New York zum Klimagipfel der Vereinten Nationen. Gabriel vertritt die Bundeskanzlerin bei dem Treffen, zu dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Staats- und Regierungschefs eingeladen hat, um die ins Stocken geratenen Klimaverhandlungen voranzubringen.
"Die internationalen Klimaverhandlungen brauchen dringend einen politischen Impuls, um voranzukommen", sagte Gabriel vor seiner Abreise. "Die Angebote der Industrie- und Entwicklungsländer vor der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen reichen bisher noch nicht aus, um die schlimmsten Klimafolgen zu vermeiden und Klimasicherheit zu gewährleisten. Ich erwarte, dass der Gipfel in New York diesen politischen Impuls geben wird."
Die Staats- und Regierungschefs sollten in New York klarstellen, dass sie persönlich für den erfolgreichen Abschluss der Klimaverhandlungen in Kopenhagen einstehen, so Gabriel weiter. Die Industrieländer müssten sich zu einer konsequenten Minderung der Treibhausgase verpflichten. "Es geht darum, dass wir jetzt umsteuern. Deshalb brauchen wir ambitionierte Mittelfristziele der Industrieländer. Insbesondere die USA und Russland sollten ihre Angebote nachbessern."
Andererseits müssten die Entwicklungsländer, insbesondere die großen Schwellenländer, erklären, welche Beiträge zur Minderung der Treibhausgase bis 2020 sie aus eigener Kraft leisten können. Gleichzeitig sollten sie erklären, welche weitergehenden Minderungsmaßnahmen sie ergreifen würden, wenn deren Finanzierung sichergestellt wird.
Sowohl bei der Minderung der Treibhausgase in Entwicklungsländern wie auch bei der Anpassung an den Klimawandel ist eine gesicherte Finanzierung der Schlüssel zum Erfolg in Kopenhagen. Emissionsmindernde Investitionen müssen im Wesentlichen über den Kohlenstoffmarkt finanziert werden. Der Kohlenstoffmarkt muss erweitert werden, hierfür sind die Regeln festzulegen. Je ambitionierter die Minderungsziele der Industrieländer sind, umso geringer ist der Bedarf an Mitteln aus öffentlichen Haushalten.
Gabriel: "Klar ist: Wird nicht schnell und energisch genug umgesteuert, wird es zu gravierenden Veränderungen des Weltklimas kommen. Statt einer Spirale der Verantwortungslosigkeit müssen wir eine Kaskade der Verantwortung organisieren. Um ein Abkommen zu erlangen, das fair und akzeptabel ist und die drastischsten Folgen des Klimawandels verhindert, müssen alle - Industrie- und Entwicklungsländer - ihre Angebote zu Minderung und Finanzierung nachbessern und handfest machen."

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Gabriel begrüßt die Vorschläge aus Brüssel zur Finanzierung von Klimaschutz in Entwicklungsländern , BMU 10.09.2009
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Gabriel hat den Vorschlag der EU-Kommission zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern begrüßt. Gabriel: "Damit wird die EU ihrer Vorreiterrolle gerecht und bringt Bewegung in die Diskussion, um einen erfolgreichen Abschluss der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember zu ermöglichen. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt in der Vorbereitungsphase mit konkreten Zahlen befassen. Damit kann die EU im Oktober ihre weitere Verhandlungslinie festklopfen." Die Kommission schlägt vor, dass die EU bis zu 15 Mrd. Euro pro Jahr zur Verfügung stellt.
Die EU-Kommission hat einen Finanzbedarf für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern in Höhe von ca. 100 Mrd. Euro errechnet. Dies entspreche seinen Erwartungen, betonte Gabriel. Wirtschaftlich fortgeschrittene Staaten, insbesondere Industrieländer, sollen diesen gewaltigen wirtschaftlichen Umbau mit bis zu 50 Mrd. Euro pro Jahr unterstützen, die EU soll davon 15 Mrd. Euro übernehmen. Die Entwicklungsländer verlangen für einen erfolgreichen Abschluss der Klimakonferenz in Kopenhagen konkrete Finanzzusagen der Industrieländer.
Nach dem Vorschlag müssen entsprechend dem jährlich steigenden Bedarf auch die Finanzhilfen steigen. Laut EU-Kommission muss der Gesamtbedarf durch Eigenleistungen der Entwicklungsländer, private Investitionen und öffentliche Finanztransfers vor allem aus Industrieländern gedeckt werden. Nach Einschätzung der EU-Kommission müssen letztere bis 2020 auf eine Summe von 22 bis 50 Mrd. Euro ansteigen; davon sind etwa 2 bis 15 Mrd. Euro von der EU bereitzustellen. Dieser Beitrag ist abhängig von den eigenen Leistungen der Entwicklungsländer. Aufgebracht werden soll die Summe von Industrie- und Schwellenländern auf Grundlage eines international vereinbarten Beitragsschlüssels, der zum einen auf dem Wohlstand eines Landes, andererseits verursacherbezogen auf seinen Emissionen aufbaut. Zur Gegenfinanzierung sind insbesondere die Erlöse aus der Versteigerung der EU-Emissionshandelszertifikate heranzuziehen.

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Klimawandel: EU-Kommission präsentiert globalen Finanzierungsentwurf für ehrgeizige Maßnahmen von Entwicklungsländern, EU 10.09.2009
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission hat heute einen Entwurf zur Aufstockung der internationalen Finanzmittel vorgelegt, mit denen die Entwicklungsländer bei der Bekämpfung des Klimawandels unterstützt werden sollen. Ziel dieser Initiative ist es, maximale Chancen für den Abschluss eines ehrgeizigen globalen Klimaschutzabkommens auf der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen zu eröffnen. Bis 2020 könnten den Entwicklungsländern bei der Eindämmung der Treibhausgasemissionen und den Anpassungen an die Folgen des Klimawandels zusätzliche jährliche Kosten von etwa 100 Mrd. EUR entstehen. Ein Großteil des Finanzbedarfs muss aus innerstaatlichen Quellen und durch die Erweiterung des internationalen CO 2 -Markts gedeckt werden, doch darüber hinaus könnten internationale öffentliche Finanzmittel in Höhe von 22-50 Mrd. EUR pro Jahr erforderlich werden. Deshalb schlägt die Kommission vor, dass sich die Industrie- und die Schwellenländer entsprechend ihrem Anteil am Emissionsaufkommen und ihrer Wirtschafts­kraft an dieser öffentlichen Finanzierung beteiligen. Dies könnte für die EU bis 2020 eine Beitragsleistung von etwa 2-15 Mrd. EUR jährlich bedeuten, sofern in Kopenhagen eine ehrgeizige Vereinbarung erreicht wird.
Hierzu erklärte EU-Kommissionspräsident Barroso: „Weniger als 90 Tage bis zur Konferenz von Kopenhagen müssen wir spürbare Fortschritte in diesen Verhandlungen erreichen. Aus diesem Grund legt die Kommission jetzt den ersten konkreten Vorschlag zur möglichen Finanzierung der Maßnahmen gegen den Klimawandel vor. Hierbei mag es um erhebliche aufzubringende Summen gehen, doch sind diese ehrgeizigen Beträge gleichzeitig auch fair verteilt. Ich bin entschieden dafür, dass Europa hier weiterhin eine Vorreiterrolle übernimmt, aber andere Industrieländer und die Schwellenländer müssen ebenfalls einen Beitrag leisten.“
Umweltkommissar Stavros Dimas fügte hinzu: „Die Europäische Union hat eine Vorreiterrolle gespielt, indem sie sich zu ehrgeizigen Emissionsverringerungen verpflichtet und Maßnahmen zur ihrer Verwirklichung vereinbart hat. Wir haben bei der Erreichung unserer Klimaschutzziele von Kyoto schon gute Fortschritte erzielt. Jetzt müssen wir bei den Verhandlungen in Kopenhagen den toten Punkt überwinden. Aus diesem Grunde hat die Kommission einen ausgewogenen Entwurf vorgelegt, der zeigt, wie die erforderlichen Maßnahmen der Entwicklungsländer zur Eindämmung des Emissionsanstiegs und zur Anpassung an den Klimawandel finanziert werden könnten. In unserer Initiative kommt die strategische Bedeutung zum Ausdruck, die wir einer wirkungsvollen Vereinbarung von Kopenhagen beimessen."

Internationale Verhandlungen
Auf der Klimakonfer enz vom 7.-18. Dezember in Kopenhagen sollen die Verhandlungen über ein globales Klimaschutzabkommen im Anschluss an das Kyoto-Protokoll zum Abschluss gebracht werden. Die EU setzt sich für ein ehrgeiziges und umfassendes Abkommen ein, mit dem verhindert werden soll, dass die globale Erwärmung das von den Wissenschaftlern prognostizierte gefährliche Ausmaß von mehr als 2° C über der vorindustriellen Temperatur erreicht.

Finanzbedarf
Nach den bestmöglichen Schätzungen der Kommission benötigen die Entwicklungs­länder zur Eindämmung der Emissionen und Anpassung an den Klimawandel im Falle eines ehrgeizigen weltweiten Abkommens bis 2020 Finanzmittel in Höhe von etwa 100 Mrd. EUR jährlich.
Hierbei sollten drei Hauptfinanzquellen zur Anwendung kommen: Innerstaatliche öffentliche und private Mittel in den Entwicklungsländern könnten 20-40 %, der internationale CO 2 -Markt etwa 40 % und internationale öffentliche Finanzmittel den restlichen Finanzbedarf decken.

1. Innerstaatliche Finanzierungsquellen
In den Entwicklungsländern müssen ebenso wie in den Industrieländern private innerstaatliche Finanzierungsquellen für einen Großteil der Investitionen zur Emissionsbekämpfung aufkommen.

2. Ausweitung des CO 2 -Markts
Nach Schätzungen der Kommission könnte ein gut strukturierter, ausgeweiteter internationaler CO 2 -Markt bis 2020 Finanzströme in Höhe von 38 Mrd. EUR in die Entwicklungsländer lenken. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Industrieländer, wie von der EU vorgeschlagen, gemeinsam eine Emissions­verminderung um 30 % zum Ziel setzen und für die Schwellenländer anstelle des projektbezogenen Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung eine sektorspezifische Gutschriftenregelung eingeführt wird.

3. Internationale öffentliche Finanzmittel
Je ehrgeiziger der CO 2 -Markt angelegt ist, desto geringer ist der Finanzbedarf aus internationalen öffentlichen Quellen. Internationale öffentliche Finanzmittel sollten nicht nur von den Industrieländern, sondern auch von den wirtschaftlich stärker entwickelten Schwellenländern bereitgestellt werden. Der Beitrag sollte sich bei jedem Land nach einem vereinbarten Berechnungsschlüssel richten, der den jeweiligen Anteil an den Emissionen und die Wirtschaftskraft berücksichtigt. Je nachdem, wie diese Kriterien gewichtet werden, würde der Beitrag der EU zu der internationalen Finanzierung für die Entwicklungsländer zwischen 10 % und 30 % des Gesamtbetrags liegen.
Nach Auffassung der Kommission benötigen die Entwicklungsländer im Jahr 2013 internationale öffentliche Mittel in Höhe von schätzungsweise 9- 13 Mrd. EUR; dieser Betrag dürfte bis 2020 auf 22-50 Mrd. EUR jährlich ansteigen. Dies würde 2013 einen Beitrag der EU in Höhe von 900 Mio.-3,9 Mrd. EUR bzw. bis 2020 jährliche Beiträge seitens der EU von 2-15 Mrd. EUR erforderlich machen.

Anschubfinanzierung
Wird ein zufriedenstellendes Verhandlungsergebnis in Kopenhagen erzielt, so könnten die internationalen öffentlichen Mittel für die Entwicklungsländer im Zeitraum 2010-2012 durch eine Anschubfinanzierung aufgestockt werden. Hierfür dürften in dem genannten Zeitraum etwa 5 -7 Mrd. EUR erforderlich sein.
Der Beitrag der EU beliefe sich bei Anwendung des vorgeschlagenen gemeinsamen Berechnungsschlüssels auf 500 Mio.-2,1 Mrd. EUR jährlich. Die Kommission schlägt jedoch vor, dass die EU einen höheren Beitrag in Betracht zieht.

Weitere Schritte
Das Europäische Parlament und der Rat werden aufgefordert, die Kernpunkte der Mitteilung zu prüfen.

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Franzosen zahlen künftig 17 EUR pro Tonne CO2, Dow Jones 10.09.2009
CULOZ (AFP)-
Damit die französischen Haushalte und Unternehmen auf Dauer weniger Treibhausgase verursachen, erhebt die Regierung ab nächstem Jahr eine Klimasteuer in Höhe von 17 EUR/t Kohlendioxidausstoß. Dies bedeute, dass Heizöl und Diesel um 4,5 cts/l teurer würden und der Sprit um 4 cts, sagte Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy am Donnerstag in Culoz im Landesinneren. Die neue Steuer solle an anderer Stelle „ausgeglichen“ werden: durch eine Minderung der Einkommensteuer oder einen „grünen Scheck“ für diejenigen Haushalte, die keine Einkommensteuer zahlen. Sie werde nicht dazu führen, dass die Abgaben insgesamt anstiegen, betonte Sarkozy. Auf Strom werde keine Abgabe erhoben, weil er in Frankreich hauptsächlich aus Atomkraft entstehe und deshalb wenig Kohlendioxid (CO2) verursache.
Außerdem hätte es „keinen Sinn“, den Franzosen einerseits Elektroautos sowie Sonnenkollektoren und Wärmepumpen schmackhaft zu machen und sie andererseits höher zu besteuern, sagte der Präsident. Die sozialistische Opposition, die Grünen und der Leiter einer von der Regierung beauftragten Expertengruppe hatten sich dafür ausgesprochen, die Umweltsteuer auch auf Strom zu erheben. Die Klimasteuer solle dazu führen, dass die Franzosen ihr Verhalten „dauerhaft umstellen“, sagte Sarkozy. Für Branchen wie das Transport- und Verkehrswesen sowie die Landwirtschaft und die Fischerei, die besonders von Treibstoffen abhängen, werde die Regierung „in den kommenden Wochen“ Mittel und Wege finden, damit sie nicht übermäßig bestraft würden. Mit der CO2-Abgabe will Frankreich sich seinem Ziel nähern, den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2050 auf Grundlage des Jahres 1990 auf ein Viertel zu senken. Fachleute hatten eine Besteuerung von 32 EUR/t CO2 vorgeschlagen, um die Menschen zum Umdenken zu bringen.

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Frankreich führt CO2-Steuer für alle ein, Dow Jones 04.09.2009
PARIS (Dow Jones)-
Frankreich führt 2010 für Haushalte und Unternehmen eine Energiesteuer auf den CO2-Ausstoß ein. Pro Tonne würden 14 EUR fällig, erklärte Premierminister François Fillon dem „Figaro Magazine“. Eine Expertenkommission hatte zuvor sogar 32 EUR je Tonne vorgeschlagen. Privatpersonen müssen künftig für Gas, Öl oder Kohle mehr zahlen, aber nicht für den aus Kernkraft gewonnenen Strom. Zum Ausgleich sollen die Einkommensteuern oder Sozialabgaben sinken. Zum Ausgleich der Mehrkosten für die Unternehmen wird die Gewerbesteuer zum Jahreswechsel abgeschafft. Die großen Energieverbraucher wie die Stahl-, Glas- und Chemieindustrie, die bereits dem Quotensystem unterliegen, sind von der Steuer befreit. Die Regierung erwartet 4 Mrd EUR Einnahmen aus der CO2- Steuer. Sie vermeidet dabei möglichst das Wort Steuer und spricht von einem Klimabeitrag. Die französischen Grünen unterstützen das Projekt, die Sozialisten sind darüber zerstritten. Die frühere PS-Umweltministerin Ségolène Royal sprach von einer „unwirksamen neuen Steuer, die den Franzosen die Kaufkraft nimmt“. Man solle die Umweltverschmutzer zur Kasse bitten und die „Superprofite der Ölkonzerne“ höher besteuern.

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Das Klimaschutzpotenzial der globalen Ökosysteme mobilisieren, BMU 03.09.09
Leistungen der Korallenriffe in Milliardenhöhe und die Existenzgrundlagen von einer halben Milliarde Menschen gefährdet
Berlin (BMU) -
Investitionen in die Wiederherstellung und Erhaltung der mit einem Wert von mehreren Billionen Dollar bezifferten Ökosysteme dieser Erde - von Wäldern und Mangroven bis zu Feuchtgebieten und Flusseinzugsgebieten- können eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Stärkung der Widerstandsfähigkeit anfälliger Wirtschaftssysteme gegenüber Klimaschwankungen und ­änderungen spielen. Dies ist eine der wichtigsten Erkenntnisse von TEEB, einem globalen Projekt zur Untersuchung der Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität (The Economics of Ecosystems and Biodiversity", TEEB), das heute einen neuen Sachstandsberichts zur Klimaproblematik veröffentlichte. TEEB wurde von Deutschland und der Europäischen Kommission auf Vorschlag der G8+5-Umweltminister (Potsdam, Deutschland, 2007) initiiert zur Untersuchung des ökonomischen Werts der Verlust biologischen Vielfalt. Die Studie wird unter der Schirmherrschaft des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) durchgeführt. Der Zwischenbericht wurde heute vom Leiter der TEEB-Studie Pavan Sukhdev zusammen mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Karl Falkenberg, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt bei der EU-Kommission, sowie dem Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor von UNEP Achim Steiner vorgestellt. Dem Bericht zufolge werden die biologische Vielfalt ­ die 'ökologische Infrastruktur' unseres Planeten ­ zunehmend von den Auswirkungen steigender Treibhausgasemissionen bedroht. Dabei seien natürliche Ökosysteme einer der wichtigsten, noch nicht mobilisierten Verbündeten im Kampf gegen die größte Herausforderung für unsere Generation, heißt es in dem Bericht, der im Rahmen der Vorarbeiten für eine abschließende Studie im Jahr 2010 erstellt wurde.

Ankurbelung des Minderungs- und Anpassungsmotors der Natur
Der Sachstandsbericht weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Finanzierungsvereinbarung für den Bereich Wälder für die Regierungen, die im Dezember an der entscheidenden Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in Kopenhagen teilnehmen, hohe Priorität habe. Schätzungsweise fünf Milliarden Tonnen bzw. 15 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Kohlendioxid - dem wichtigsten Treibhausgas - werden jährlich von den Wäldern absorbiert oder 'sequestriert', die somit einen zentralen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels leisten. Dies könnte auch als 'grüner Kohlenstoff' bezeichnet werden. Investitionen in Maßnahmen auf Ökosystemebene, z. B. zur Reduzierung der Emissionen aus der Entwaldung und Waldschädigung in Entwicklungsländern ("Reduced Emissions from Deforestation and forest Degradation", REDD), könnten aber nicht nur zur Bewältigung des Klimawandels beitragen, sondern auch eine wirksame Armutsbekämpfungs- und Anpassungsmaßnahme sein. Wälder stellen auch Leistungen wie etwa Trinkwasser, die Stabilisierung des Bodens, Nährstoffe für die Landwirtschaft, Möglichkeiten für Ökotourismus sowie Nahrung, Fasern und Brennstoffe bereit – die allesamt eine wichtige Pufferfunktion erfüllen, um anfällige Bevölkerungsgruppen vor den Auswirkungen des bereits in Gang befindlichen Klimawandels zu schützen.
TEEB fordert die Regierungen nachdrücklich auf, diese weiter gehenden Vorteile in ein waldbezogenes Emissionshandelspaket einzubeziehen, um das positive Echo des Abkommens von Kopenhagen möglichst weit in die Zukunft zu tragen. Damit könnte der Weg für eine neue 'Grüne Wirtschaft' im 21. Jahrhundert bereitet werden, in der Naturgüter bzw. naturbezogene Güter fester Bestandteil der allgemeinen Wirtschafts- und Politikplanung sind. Laut Aussage des TEEB-Berichts können die Regierungen schon jetzt Schritte zur Einbeziehung der Ökosystemleistungen in ihre volkswirtschaftliche Gesamtrechnung unternehmen, um "zu messen, was sie managen". Zur Unterstützung wird eine Aktualisierung des Handbuchs der Vereinten Nationen zur integrierten umweltökonomischen Gesamtrechnung aus dem Jahr 2003 und die Einbeziehung des Waldkohlenstoffs vorgeschlagen. Die genaue Höhe der erforderlichen Investitionen zur Erhaltung und Stärkung der Kohlenstoffspeicherungs- und Anpassungsleistungen der Ökosysteme in einer vom Klimawandel bedrohten Welt ist zwar noch nicht bekannt, doch die aktuellen Zwischenergebnisse von TEEB weisen darauf hin, dass die ökologische Infrastruktur der Erde ein vorzügliches Renditepotenzial bietet. So könnten beispielsweise allein durch eine 45-Milliarden-US-Dollar-Investition in Schutzgebiete naturbezogene Leistungen im Wert von 5 Billionen US-Dollar pro Jahr gesichert werden.

Notstand der Korallenriffe: Ein Ökosystem am Rande einer klimabedingten Katastrophe
Der Bericht stellt auch einige der Konsequenzen heraus, mit denen wir rechnen müssen, wenn es den Regierungen nicht gelingt, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und in Kopenhagen ein ehrgeiziges Abkommen zu besiegeln. TEEB spricht von einem ‚Korallenriff-Notstand’, der aufgrund des aktuellen Anstiegs der Treibhausgaskonzentrationen bereits Realität geworden ist. Wissenschaftler von TEEB weisen darauf hin, dass es bei atmosphärischen CO2-Konzentrationen von mehr als 350 ppm zu einer irreversiblen Schädigung der Korallenriffe kommen kann. Das hängt nicht nur mit steigenden Temperaturen zusammen, sondern auch mit der zunehmenden Versauerung der Meere. Die Konzentrationen liegen bereits jetzt über diesem Grenzwert und steigen weiter an. Ein Einpendeln der CO2-Konzentrationen auf einem Niveau von 450 ppm (etwa 16 Prozent über den aktuellen Werten) könnte innerhalb weniger Jahrzehnte zur vollständigen Vernichtung dieses wichtigen Ökosystems führen, das Ökosystemdienstleistungen in Milliardenhöhe pro Jahr liefert und gleichzeitig die Existenzgrundlage von einer halben Milliarde Menschen darstellt. Pavan Sukhdev, Leiter der TEEB-Studie, der von der Deutschen Bank für diese Aufgabe abgestellt wurde, erklärte, dass uns durch den Verlust der weltweiten Korallenriffe einer der produktivsten Naturschätze der Erde verloren gehen würde, der für den Schutz der Küsten vor künftig zunehmenden Sturmfluten und anderen durch den Klimawandel bedingten extremen Wetterereignisse eine Schlüsselrolle spielt. Sukhdev sagte: "Die Ökosystemleistungen der Korallenriffe - die vom Küstenschutz bis zu Fischzuchtanlagen reichen - haben einen Wert von bis zu 170 Milliarden US-Dollar pro Jahr; die Existenz von rund einer halben Milliarde Menschen hängt von ihnen ab, und über ein Viertel aller in der Meeresumwelt vorkommenden Fischarten sind auf die Korallenriffe angewiesen."
Sukhdev fügte hinzu: "Die Klimaschutzziele vieler Regierungen könnten sich zwar für manche Ökosysteme und manche Bestandteile der biologischen Vielfalt als ausreichend erweisen, doch das Überleben der weltweiten Korallenriffe und ihrer natürlichen Schätze ist inzwischen ganz konkret in Frage gestellt." Pavan Sukhdev, der auch die Federführung der Green Economy Initiative (GEI) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen innehat, fuhr fort: "Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend, und dasselbe gilt auch für die sozialen und die humanitären Folgen. Dies zeigt in aller Deutlichkeit, dass eine einfache Kosten-Nutzen-Analyse allein nicht ausreicht, um die ethischen Dimensionen internationaler klimapolitischer Entscheidungen jetzt und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu erfassen insbesondere im Hinblick auf ein Ökosystem, das sich an einem klimatischen Wendepunkt befindet."
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erklärte: "Die Anfälligkeit des Menschen gegenüber den negativen Auswirkungen des globalen Klimawandels hat sich durch den Rückgang der biologischen Vielfalt erheblich verschärft. TEEB ist ein Beweis, dass der Schutz und die Wiederherstellung der ökologischen Infrastruktur kostengünstige und wirksame Mittel sind, um die globalen Klimaänderungen und ihre Folgen zu bremsen. Für mich ist die ökologische Wiederherstellung ein außerordentlich wichtiges Instrument bei der Bewältigung des globalen Klimawandels, dem Ausbau der Kohlenstoffsenken und der Verbesserung ihrer Funktion sowie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Was wir jetzt brauchen, ist ein Durchbruch in Kopenhagen. Wir müssen erkennen, dass die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und die Bewahrung der biologischen Vielfalt unseres Planeten elementare Bestandteile der Minderungs- und Anpassungsstrategien sind."
Karl Falkenberg, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission erklärte: "Diese TEEB-Ergebnisse zeigen, dass Klimawandel und Biodiversitätsverlust gemeinsam bekämpft werden müssen. Sie unterstützen auch das Ziel der EU, in Kopenhagen zu einem konkreten und ehrgeizigen Abkommen zu gelangen, das sowohl eine Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen als auch die Schaffung globaler Mechanismen zum Stopp der Tropenwaldabholzung einschließt. Ohne eine Abschwächung der Klimaänderungen werden wir es einfach nicht schaffen, den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Und ohne die Sicherung unserer wertvollen Ökosysteme und biologischen Vielfalt werden wir nicht in der Lage sein, die Klimaänderungen zu mindern oder uns daran anzupassen."
Achim Steiner, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor von UNEP, erklärte: "Es zeichnet sich klar ab, dass Investitionen in die Ökosystem-Infrastruktur unseres Planeten beides schaffen können: Erfolge der grünen Wirtschaft bei der Drosselung und Reduzierung der Emissionen bei gleichzeitiger Unterstützung anfälliger Gemeinschaften in ihren Anpassungsbemühungen."
Er fügte hinzu: "Derzeit erwägen die Regierungen Investitionen in Milliardenhöhe in die CO2-Abscheidung und -Speicherung in Kraftwerken. Vielleicht ist es an der Zeit, dies einer umfassenden Kosten-Nutzen-Analyse zu unterziehen, um herauszufinden, ob sich die technologische Option mit der CO2-Abscheide- und Speicherfähigkeit der Natur messen kann - einem natürlichen System, das über Jahrmillionen immer perfekter geworden ist und eine Vielzahl zusätzlicher Vorteile von der Wasserversorgung bis zur Umkehr der Verlustrate biologischer Vielfalt bietet."

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Klimawandel: Kommission begrüßt vorläufige Zahlen für 2008 über weitere EU-Fortschritte bei der Erreichung der Kyoto-Ziele, 02.09.2009
EU (Brüssel) -
Die Kommission begrüßt die heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2008, wonach die EU-Treibhausgasemissionen das vierte Jahr in Folge zurückgegangen sind. Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur sind die Emissionen in den alten Mitgliedstaaten der EU-15 im Jahr 2008 gegenüber 2007 um 1,3% gesunken, so dass sie jetzt um 6,2 % unter den Werten des Ausgangsjahres (in den meisten Fällen 1990) liegen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt der EU-15 bei der Verwirklichung ihrer Ziele aus dem Kyoto-Protokoll, wonach die Emissionen im Zeitraum 2008-2012 so stark vermindert werden sollen, dass sie am Ende der Verpflichtungsperiode um 8 % unter den Werten des Ausgangsjahres liegen werden. Die Emissionen der EU-27 als Ganze sind 2008 um schätzungsweise 1,54 % gefallen, so dass sie nunmehr um 13,6 % unter den Werten des Ausgangsjahres liegen. Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas: „Diese vorläufigen Zahlen sind ein weiterer Beleg dafür, dass - auch wenn ein Teil der  Emissionsverringerungen auf die nachlassende Wirtschaftstätigkeit zurückgehen dürfte - die EU bei der Verwirklichung ihrer Kyoto-Ziele schon bedeutende Fortschritte vorzuweisen hat. Diese Entwicklung muss in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Die EU hat bereits gezeigt, dass sie ihre Emissionen erfolgreich vom Wirtschaftswachstum abkoppeln kann. Durch die rasche Umsetzung des EU-Klima- und Energiepakets dürfte dieser Trend neue  Impulse erhalten. Dies ist eine Botschaft an den Rest der Welt gerade im Vorfeld zu der Klimakonferenz, die im Dezember in Kopenhagen stattfindet."

Erstmals vorläufige Schätzungen
Die vorläufigen Zahlen für 2008 beruhen auf verschiedenen Quellen von Wirtschaftsdaten, die auf nationaler und EU-Ebene veröffentlicht wurden, so auch den geprüften Emissionen der Unternehmen, die am EU-Emissionshandelssystem teilnehmen, wobei die Daten für 2008 hier einen Rückgang um 3 % ausweisen (vgl. IP/09/794). Mit den vorläufigen Zahlen wurden erstmals offizielle Schätzungen über die EU-Treibhausgasemissionen des Vorjahres angestellt. Bislang hat die EU-Umweltagentur gewartet, bis die Mitgliedstaaten ihre vollständige Emissionsaufstellung erarbeitet hatten. Erst danach, etwa 18 Monate nach Ende des betreffenden Jahres, wurden dann die EU-weiten Ergebnisse veröffentlicht. Für das Jahr 2007 war dies Ende Mai des jetzigen Jahres (vgl. IP/09/851).

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Krise hilft EU 2008 bei CO2-Reduzierung, Dow Jones, 01.09.2009
BRÜSSEL (Dow Jones) -
2008 war das vierte Jahr in Folge, in dem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union weniger Kohlendioxid emittiert haben als im Vorjahr. Das teilten die Europäische Umweltagentur (EUA) in Kopenhagen und die EU-Kommission am Montag mit. Die EUA führt den Rückgang zum Großteil auf die wegen der Weltwirtschaftskrise verminderte Industrieproduktion zurück. Die 15 „alten“ EU-Staaten, die sich auf verbindliche Kyoto-Klimaschutzziele verpflichtet haben, reduzierten ihren CO2-Ausstoß demnach im Vergleich zu 2007 um 1,3% und haben ihre Emissionen seit 1990 damit um rund 6,2% vermindert. Das Kyoto-Ziel schreibt 8% Einsparungen bis 2012 vor. Alle 27 EU-Staaten hätten ihre CO2-Emissionen seit 2007 um 1,5% und seit 1990 um 10,7% verringert, teilte die EUA mit. Die osteuropäischen EU-Staaten haben lediglich individuelle, unverbindliche Kyoto-Ziele, die sie allerdings wegen des Zusammenbruchs der Industrie nach 1990 zumeist übererfüllen. Die geprüften Emissionen der Industrieanlagen, die dem EU-Emissionshandelssystem unterliegen, seien von 2007 bis 2008 um 3,9% zurückgegangen, teilte die EUA weiter mit. Bei den Daten handelt es sich um offizielle Schätzungen für 2008, die erstmals vorgelegt wurden. Der offizielle Emissionsbericht erscheint immer erst 18 Monate nach Ablauf des Berichtsjahres. Hauptsächlich sei der Rückgang der Emissionen 2008 auf die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise zurückzuführen, heißt es in dem Bericht der EU-Agentur. Die Krise habe zur Drosselung von Produktion und Energieverbrauch in der Industrie geführt.

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Emissionshandel: ECX-CEO Birley warnt vor Betrug im deutschen CO2-Markt, 18.08.2009
FRANKFURT (Dow Jones)-
Der CEO der Londoner European Climate Exchange (ECX), Patrick Birley, warnt davor, dass der deutsche Markt für CO2-Emissonszertifikate zum Ziel von Umsatzbetrügern wird. „Wir haben es hier mit einer ernsten Bedrohung für den CO2-Markt zu tun, der zumindest in Frankreich, den Niederlanden und zuletzt in Großbritannien ein Riegel vorgeschoben wurde“, sagte der CEO der größten europäischen CO2-Börse im Gespräch mit Dow Jones TradeNews Energy. Birley bezieht sich mit seiner Aussage auf Umsatzsteuer-Betrugsfälle in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien. Das britische Schatzamt setzte daraufhin Ende Juli die Mehrwertsteuer beim Handel mit Emissionszertifikaten auf Null. Frankreich und die Niederlande hatten vorher bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen: Während die französischen Behörden den Emissionshandel von der Steuerpflicht befreiten, führten die Niederländer eine so genannte Reverse Charge ein. Dabei führt der Käufer die Umsatzsteuer direkt ans Finanzamt ab.
Um einer Entwicklung wie in anderen EU-Ländern vorzubeugen, drängt Birley auf eine schnelle Reaktion der deutschen Steuer- und Finanzbehörden. Neben der Gefahr eines Reputationsverlusts für etablierte Marktteilnehmer bei ungewollter Einbindung in so genannte Karussell-Geschäfte, könne allein die Möglichkeit von Umsatzsteuerbetrug – auch unter Umgehung redlicher Marktteilnehmer – für Vertrauensverluste in den CO2-Markt sorgen. Nachdem in den drei genannten Staaten die Schlupflöcher für den Steuerbetrug gestopft worden seien, sei es aufgrund des standardisierten europäischen CO2-Handels für entsprechende Betrugsorganisationen kein größerer Aufwand, ihre Aktivitäten in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand auf andere bedeutende CO2-Märkte wie Deutschland oder Spanien auszurichten. Deutschland gilt als größter CO2-Emmittent im ETS-System der Gemeinschaft. Offensichtlich handelte es sich bei den beobachteten Fällen, um so genannte Karussell-Geschäfte. Beim grenzüberschreitenden Handel fällt die Umsatzsteuer im Land des Käufers an. Der Käufer muss den vereinbarten Preis plus Mehrwertsteuer an den Verkäufer entrichten. Im Rahmen des Vorsteuerabzugs erhält der Käufer die Steuer binnen kurzer Frist vom Fiskus zurück. Der Verkäufer dagegen hat mehr Zeit, die eingenommene Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Verschwindet der Verkäufer vom Markt – wie beim Karussel- Betrug üblich –, bleibt der Staat  auf seiner Steuerforderung sitzen. Während der Steuerzahler die Zeche übernimmt, kann der Käufer die Zertifikate umsatzsteuerneutral in das Ausgangsland zurückverkaufen. Der Kreislauf kann dann von vorne beginnen.
Bei einer Marktumfrage von Dow Jones TradeNews Energy berichteten für deutsche Banken, Energieversorger und unabhängige Handelshäuser tätige Händler auch bereits von einer zuletzt spürbar gestiegenen Zahl äußerst fragwürdiger Handelsanfragen für OTC-Geschäfte in den vergangenen Wochen. Das Potenzial für Betrugsgeschäfte sehen Marktteilnehmer angesichts des Fehlens eines liquiden Handelsplatzes in Deutschland bisher vor allem im OTC Geschäft. Meist handele es sich bei den auffälligen Anfragen um für die aktuelle Marktsituation vollkommen ungewöhnlich große Losgrößen zwischen 200.000 t und 250.000 t CO2, die möglichst innerhalb eines Tages abgewickelt werden sollten. Statt im bilateralen Handel zunächst die üblichen Rahmenverträge der International Emissions Trading Association (IETA) oder des Verbands der Europäischen Energiehändler (EFET) abzuschließen, drängten die verdächtigen Unternehmen auf kurze und wenig detaillierte Verträge und eine Abwicklung innerhalb von einem bis zwei Tagen. Mittlerweile sind offenbar auch die deutschen Behörden über den Umsatzsteuerbetrug alarmiert. Wie ein Sprecher der deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) sagte, haben mehrere Länderfinanzbehörden, Städte sowie die Steuerfahndung um Amtshilfe gebeten. Nach Aussage des Sprechers wurden auf einigen deutschen Personenkonten „auffällige Transaktionsmuster“ festgestellt. Nach Angaben der DEHSt müsse in Deutschland auch geprüft werden, ob es Absprachen mit emissionshandelspflichtigen Anlagenbetreibern gegeben hat. „Wir haben es hier mit breit vernetzten und professionellen Akteuren zu tun,“, sagte Birley, der aufgrund des Themas zuletzt eng mit den britischen Behörden in Verbindung stand. So müssten entsprechende Unternehmen nicht zwangsläufig die Handelszulassungsbedingungen von Spotbörsen wie der BlueNext erfüllen, um ihre Zertifikate für ihre Betrugsgeschäfte an den Markt zu bringen. Möglich sei etwa auch die Nutzung etablierter Player als Zwischenhändler.

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Gabriel kritisiert Guttenbergs "industriepolitisches Gesamtkonzept", BMU 15.08.2009
Berlin (BMU) -
Der Wirtschaftsminister hat die Chancen des Umwelt- und Klimaschutzes "verschlafen und nicht verstanden"
Zu den heute bekannt gewordenen industriepolitischen Vorstellungen des Bundeswirtschaftsministers erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:
"Das Papier aus dem Hause zu Guttenberg bestätigt in dankenswerter Klarheit die schlimmsten Befürchtungen darüber, was die Menschen zu erwarten haben, wenn Union und FDP Gelegenheit bekommen sollten, eine Regierungskoalition zu bilden. Herr zu Guttenberg möchte zurück in die umwelt- und klimapolitische Steinzeit. Die Lasten der Wirtschaftskrise will er auf den Rücken der Umwelt und der Arbeitnehmer abwälzen.
Das Papier liegt konsequent auf der Linie des Wirtschaftsministeriums während der letzten Jahre: Dort hat man das ökonomische Potential des Umwelt- und Klimaschutzes verschlafen und nicht verstanden. Wenn es nach dem Guttenberg-Ministerium gegangen wäre, wären Chancen für Wachstum und Beschäftigung insbesondere im Bereich Umwelttechnik, Energieeffizienz und erneuerbare Energien verspielt worden.
Das Papier liest sich, als sei es vor der Wirtschafts- und vor der Klimakrise geschrieben worden: Rezepte von gestern für die Probleme von heute – mehr Markt, weniger Schutz für Umwelt, Klima und Arbeitnehmer. Statt die Arbeitsmärkte zu „flexibilisieren“ kommt es auf einen sparsamen Umgang mit Energie und Rohstoffen an. Denn: Durchschnittlich sind Energie und Rohstoffe im verarbeitenden Gewerbe für rund 45 Prozent der Kosten verantwortlich, während die Lohnkosten deutlich weniger als 25 Prozent betragen. Hier ist der Hebel für eine intaktere Umwelt, für nachhaltiges Wachstum und anständige Löhne!
Eine anspruchsvolle Umweltpolitik ist längst kein wirtschaftlicher Hemmschuh mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres nationalen Innovationssystems. Diese Binsenweisheit hat man im Bundeswirtschaftsministerium bis heute nicht begriffen.
Das Bundesumweltministerium hat das Konzept der ökologischen Industriepolitik entwickelt mit Unternehmen und Gewerkschaften und ambitionierten Klima- und Umweltschutz vorangetrieben. Wir haben das Potential der Märkte aufgezeigt und durch praktische Politik nachgewiesen wie zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden können. Auch wichtige Teile der deutschen Wirtschaft haben die Chancen längst erkannt und richten ihre Unternehmensstrategien entsprechend aus. Das Zusammenspiel von Umwelt und Wirtschaft zeigt sich auch an den vielen Gründungen von GreenTech-Unternehmen. Das Bundeswirtschaftsministerium dagegen hat Ideenlosigkeit praktiziert, die politische Nachhut organisiert und die Modernisierung erschwert. Das ist auch an der Blockade des Umweltgesetzbuches deutlich geworden, das gerade für den Mittelstand Bürokratiekosten gesenkt hätte."

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Neue Industrie-Emissionsnormen erst 2020, 10.08.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die Grenzwerte für Industrieemissionen in der Europäischen Union müssen sich künftig am neuesten verfügbaren Stand der Technik orientieren. Allerdings sollen die neuen Vorgaben für bestehende Anlagen erst Ende 2020 verbindlich werden und nicht schon im Jahr 2016, wie von der EU-Kommission angestrebt. Darauf haben sich die EU-Umweltminister am Donnerstag politisch geeinigt. Für die Zeit von 2016 bis 2020 sollen demnach noch nationale Ausnahmen von den Grenzwerten möglich sein. Nach Angaben von Diplomaten hatten Briten und Osteuropäer sogar Übergangsfristen bis 2023 gefordert.
Mit der neuen Richtlinie (nach der englischen Abkürzung IPPC) sollen neue Grenzwerte etwa für Schwefeldioxid, Stickoxide und Feinstaub eingeführt und sieben bestehende Richtlinien zusammengefasst und aktualisiert werden, darunter als wichtigste die Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU). Von der sind rund 52.000 größere Industrieanlagen in Europa betroffen.

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Kommission will Emissionsgrenzwerte einführen, 04.08.2009
Brüssel (Dow Jones) -
Schon in der geltenden Gesetzesversion von 1996 ist geregelt, dass die Betreiber die beste verfügbare wirtschaftliche Technik einsetzen müssen, um Emissionen zu vermeiden. Jedoch wird die Richtlinie nach Angaben der EU-Kommission in den Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich durchgesetzt. Die Kommission hat deshalb die Einführung von Emissionsgrenzwerten vorgeschlagen, die sich an der modernsten Technik orientieren und außerdem für strengere Kontrollen plädiert. Neue Industrieanlagen sollen dem Kompromiss der Mitgliedsstaaten zufolge die strengen Emissionsgrenzwerte bereits zwei Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie einhalten. Wird die im kommenden Jahr verabschiedet, wäre das im Jahr 2012. Neben der IVU soll das neue Gesetz die Richtlinie zur Emissionsbegrenzung von Großfeuerungsanlagen, die Müllverbrennungsrichtlinie, die Richtlinie über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen und drei Richtlinien, die sich auf die Produktion von Titandioxid beziehen, umfassen.
Der EU-Ratsvorsitzende, Tschechiens Umweltminister Ladislav Miko, nannte die Einigung einen „großen Erfolg“ und sprach von einem „ausgewogenen“ Kompromiss zwischen Staaten die schon viel in saubere Industrieanlagen investiert haben und denen, wo noch viel zu tun bleibt. Nach Angaben eines Diplomaten drohte die Einigung lange an einer Blockademinderheit von Staaten zu scheitern. Erst ein Umschwenken der Niederländer habe den Beschluss ermöglicht. Überstimmt worden seien Deutschland, Frankreich, Österreich und Irland. Auch Schweden und Dänemark sähen die Möglichkeit zu jahrelangen nationalen Ausnahmen, die bei bestimmten – etwa geografischen – Gegebenheiten sogar weit über 2020 hinaus möglich seien, kritisch, sagte der Diplomat. An den Ausnahmen dürfte es auch im Europäischen Parlament, wohin der Richtlinienvorschlag nun zur zweiten Lesung geht, Kritik geben. Die Grenzwerte für Industrieemissionen sollen lieber etwas weniger streng sein, dafür aber überall ohne Ausnahmen eingehalten werden, hat das Parlament in erster Lesung gefordert. Mit großer Mehrheit sprach es sich für ein als „europäisches Sicherheitsnetz“ (ESN) bezeichnetes Konzept verbindlicher Mindestwerte aus. Dadurch würden Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der Mitgliedsstaaten, „die sich den Aufwand sauberer Industrieanlagen bisher gespart haben“, vermieden, hatte der FDP-Abgeordnete Holger Krahmer, EP-Berichterstatter für das Gesetzesvorhaben, die Parlamentsposition begründet.

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Finanzspritze von der EU für CCS-Kraftwerk in China, 04.08.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Der Bau eines chinesischen Kraftwerks, das die Technologie zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage - CCS) demonstrieren soll, wird mit 50 Mio EUR aus dem EU-Haushalt unterstützt. Die Europäische Kommission stellte jetzt ihre Pläne für Investitionsregeln für die Kofinanzierung von Planung und Bau des Kraftwerks vor. Für dieses Projekt werden den Angaben zufolge damit über 83% der Mittel gebunden, die im EU-Budget derzeit für die Zusammenarbeit mit Schwellenländern auf den Gebieten schadstoffarmer  Kohletechnologien und der Abscheidung von Kohlendioxid zur Verfügung stehen.
„Um die globale Erwärmung unterhalb der kritischen Schwelle von 2 Grad Celsius zu halten, müssen unbedingt sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer tätig werden“, begründete Umweltkommissar Stavros Dimas den Vorstoß, der auf eine im Jahr 2005 mit China getroffene Vereinbarung zurückgeht. Die Mehrkosten für den Bau des neuen CCS-Kraftwerks und seinen Betrieb in den kommenden 25 Jahren schätzt die Kommission auf 300 Mio EUR bis 550 Mio EUR (je nach Technologie). Das gelte aber nur unter der Voraussetzung, dass China Kohlenstoffemissionen mit Kosten belege, ähnlich wie das die EU durch ihr Emissionshandelssystem tue.
Die Kommission rief ihre Mitgliedstaaten, interessierte Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und China auf, ebenfalls Finanzmittel für das Projekt zuzusagen. Außerdem kündigte sie an, sich bei der Industrie dafür einzusetzen, durch öffentlich-private Partnerschaften das nötige Geld aufzubringen. Um die Brauchbarkeit der CCS Technik für große Kraftwerke zu erproben, hat sich die EU verpflichtet, in ihren Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2015 zwölf Demonstrationsanlagen zu bauen.

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Klimawandel führt zu Kraftwerksausfällen, Dow Jones 03.08.2009
MANNHEIM (AFP)-
Der Wandel des Klimas wird nach Meinung von Experten in den kommenden 30 bis 40 Jahren vermehrt zu Kraftwerksausfällen in Europa führen. Die globale Erwärmung sorge hierzulande für Hitze und Trockenperioden in den Sommermonaten, sodass Flüsse als Quelle von Kühlwasser vor allem für Atomkraftwerke ausfielen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.
Ob solche Produktionsausfälle allerdings auch die Versorgungssicherheit für die Stromkunden gefährden, darüber sind die rund 200 vom ZEW befragten Experten uneins. Kühlwasser ist für den Betrieb von Atomkraftwerken zwingend notwendig. Aber auch in Kohlekraftwerken wird Flusswasser zur Kühlung eingesetzt, wie das ZEW erklärte. In Wasserwerken treibe es zudem direkt die Turbinen zur Stromerzeugung an. Deshalb rechne die Mehrheit der Experten mit vermehrten Ausfällen bei allen drei Kraftwerksarten in heißen Sommern. Bedenklich sei, dass die Energieversorgung in vielen europäischen Ländern stark von einem einzigen Energieträger abhänge, so das ZEW. Frankreich etwa setze auf Atomstrom, Österreich beziehe einen Großteil seines Stroms aus der Wasserkraft, Deutschland nutze viel Kohlestrom.

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Klimawandel: EU und MTV verpflichten internationale Interpreten, um junge Leute im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen zu mobilisieren, 15.07.2009
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission und MTV Networks International haben heute den Startschuss für die Kampagne „Play to Stop – Europe for Climate“ gegeben. Die Kampagne wird sechs Monate laufen und soll Jugendliche für die Gefahren des Klimawandels sensibilisieren und sie im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember diesen Jahres mobilisieren. Die „Play to Stop“-Kampagne wird in 11 EU Mitgliedstaaten durchgeführt und umfasst Fernsehspots, ein Konzertereignis mit Moby in Stockholm, zwei Konzerte weiterer Interpreten in Budapest und Kopenhagen, Webcasts und Spiele sowie redaktionelle Beiträge zum Thema Klimawandel. Die Klimakonferenz von Kopenhagen, auf der über Folgemaßnahmen zum Kyoto Protokoll entschieden wird, beginnt am 7. Dezember.
EU Umweltkommissar Stavros Dimas sagte hierzu: „Die Jugend von heute wird die Hauptlast der Klimaauswirkungen tragen. Die Konferenz von Kopenhagen ist möglicherweise unsere letzte Chance, den Klimawandel aufzuhalten, bevor er außer Kontrolle gerät. Weltweit wird auf den Abschluss eines Übereinkommens gehofft, und wir müssen diese Dynamik unterstützen. Ereignisse wie diese sind ausschlaggebend, zumal junge Leute eine ungemein wichtige Interessengruppe sind. Denn sie wird der Klimawandel am härtesten treffen; deshalb muss ihre Stimme am lautesten sein.“
„Kein Land wird von den Auswirkungen des Klimawandels verschont bleiben, und die kommenden Generationen werden am stärksten betroffen sein. Deshalb ist es MTV ein fundamentales Anliegen, mit Nachdruck auf die Dringlichkeit des Klimaproblems und der Bekämpfung von Verhaltensweisen hinzuweisen, die den Klimawandel noch verschlimmern,“ sagte Antonio Campo Dall'Orto, Geschäftsführender Vizepräsident von Music Brands bei MTV Networks International. „Wir müssen diesen Feldzug Schritt für Schritt, Tag für Tag führen. Der Kampf um eine nachhaltige, umweltbewusste Zukunft hat ebenso viel mit Demokratie wie mit Umwelt zu tun, und wir sind stolz, die EU mit der Kampagne „Play to stop-Europe for Climate“ unterstützen zu können“.
 
Beteiligung namhafter Interpreten
Von Juli bis Dezember sollen junge Leute in 11 EU-Mitgliedstaaten mit „Play to Stop – Europe for Climate“ bewegt werden, sich für die Bekämpfung des Klimawandels einzusetzen. Die Kampagne läuft in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Schweden und dem Vereinigten Königreich. In Stockholm, Budapest und Kopenhagen werden drei Konzerte namhafter internationaler Interpreten stattfinden, die von MTV übertragen werden. Das erste Konzert mit Moby ist für den 20. August in Stockholm angesetzt. Während der gesamten Kampagne wird der Musiksender der Bekämpfung des Klimawandels auch redaktionelle Beiträge widmen und mehrere Sondersendungen ausstrahlen.
Jedes Konzert wird parallel zu einer großen Veranstaltung stattfinden - der Weltwasserwoche in Stockholm, der Mobilitätswoche in Budapest und der Klimakonferenz in Kopenhagen. Die einzelnen Staaten werden durch prominente „Botschafter“ ihres jeweiligen Landes vertreten sein, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wecken und für Gehör sorgen sollen. Unter anderem werden die bulgarische Tennisspielerin Magdalena Maleeva, der tschechische Schauspieler Tomas Hanak, die dänische Sängerin Anna David, die italienische Fernsehdiva Paola Maugeri, der polnische Entertainer Michal Pirog und der rumänische Umweltaktivist Serban Miron Copot vertreten sein.

Einbeziehung junger Leute
Obwohl Jugendliche die Risiken des Klimawandels kennen, tun sie nur selten etwas dagegen. Aus einer heute veröffentlichten Umfrage http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm geht hervor, dass Jugendliche den Klimawandel nach der Armut als zweitwichtigstes weltpolitisches Thema ansehen. Aber nur 51 % der jungen Leute zwischen 15 und 24 Jahren haben sich jemals selbst aktiv an der Bekämpfung des Klimawandels beteiligt – weniger als jede andere Altersgruppe.
Diese Kampagne soll junge Leute darüber aufklären, mit welchen Folgen zu rechnen ist, wenn in Kopenhagen keine Einigung erzielt werden kann, und ihre Dynamik nutzen, um die politischen Entscheidungsträger schon im Vorfeld der Konferenz darauf hin zu drängen, in der Klimafrage Einigung zu erzielen. Im Laufe der Kampagne werden die jungen Leute Gelegenheit haben, über Klimawandel und Umwelt zu diskutieren und auf der „Play to Stop“-Website ihre Meinungen darüber auszutauschen, wie die Umwelt geschützt werden muss http://www.mtvplay4climate.eu/.

Hintergrund: Klimastrategie der EU
Ziel der Dezemberkonferenz ist ein neues globales Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012, wenn das Kyoto Protokoll ausläuft. Frühzeitiges Handeln ist angezeigt, denn das Klima ist bereits heute aus dem Gleichgewicht geraten, und jeder weitere Aufschub eines neuen Übereinkommens verzögert zwangsläufig auch ein globales Handeln und verschlimmert die Auswirkungen des Klimawandels. Die Europäische Union hat bereits eine führende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels übernommen. Die EU hat sich im Dezember 2008 auf eine integrierte Strategie im Bereich Energie und Klimaschutz geeinigt und sich für 2020 ehrgeizige Ziele gesteckt. Sie will Europa damit auf den richtigen Weg bringen – hin zu einer umweltgerechten Zukunft mit einer CO2-armen, energieeffizienten Wirtschaft. Erreicht werden soll dies durch:
- eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 % (bzw. sogar 30 %, falls eine internationale Einigung zustande kommt),
- die Verringerung des Energieverbrauchs um 20 % durch bessere Energieeffizienz,
- die Deckung von 20 % unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen.

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Erfolg fürs Klima beim G8- und MEF-Gipfel, 10.07.2009
Gabriel: "Das 2-Grad-Ziel setzt den Rahmen für Kopenhagen"
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sieht in den Ergebnissen des Gipfels von L'Aquila (Italien) eine sehr gute Grundlage für die Welt-Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die im Dezember in Kopenhagen stattfinden wird. Nach dem Willen der Bundesregierung und der EU soll dort ein neues umfassendes, globales Klimaabkommen beschlossen werden. Gabriel: "In L'Aquila haben sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, dass die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht überschreiten darf. Das ist das entscheidende Signal für einen Erfolg in Kopenhagen, weil damit das Anspruchsniveau für das künftige Kopenhagen-Abkommen definiert ist und sich die notwendigen Emissionsminderungen daraus ableiten lassen. Das 2-Grad-Ziel muss nun auch im UN-Kontext durchgesetzt werden."
Beim Gipfel in L'Aquila haben sich sowohl die G8-Staaten als auch die Gruppe der 16 größten Industrie- und Schwellenländer (Major Economies Forum, MEF) zum internationalen Klimaschutz bekannt. Die MEF-Staaten produzieren rund 80 Prozent der jährlich global emittierten Treibhausgase. Ein großer Fortschritt ist das Bekenntnis beider Staatengruppen, ein Ansteigen der Durchschnittstemperatur auf weniger als 2 Grad zu begrenzen, bezogen auf Werte vor der Industrialisierung. Die G8 übernimmt beim Kampf gegen den Klimawandel erneut eine Vorreiterrolle, indem sie den Industrieländern eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 80 Prozent bis 2050 zum Ziel setzt.
Mit diesem Ziel ist die G8 ihrer Verantwortung, eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zu übernehmen, gerecht geworden. Auf dem Weg bis Kopenhagen gilt es nun, sich auch auf ein globales Langfristziel zu einigen. Entscheidend für den Abschluss eines Abkommens in Kopenhagen ist zudem, dass in L’Aquila erstmals auch die Schwellenländer Bereitschaft gezeigt haben, eigene Klimaschutzbeiträge zu leisten. Ohne Beiträge von Schwellenländern wie China und Indien wird eine Erreichung des 2°C-Ziels nicht möglich sein. Gabriel: "Trotz der Erfolge von L’Aquila liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Die Industrieländer müssen nun zeigen, wie sie das im G8-Kontext verabschiedete Ziel einer mindestens Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 erreichen wollen. Entscheidend sind dabei Ziele zur mittelfristigen Treibhausgas-Reduktionen bis 2020. Die Europäer haben hier eine sehr ambitionierte Haltung, die hoffentlich auch andere Industriestaaten zu ähnlichen Leistungen anspornt."
Zu den weiteren bis Kopenhagen dringend zu klärenden Fragen gehören zudem die Konkretisierung von Beiträgen der Entwicklungsländer zum Klimaschutz sowie die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer bei Klimaschutzmaßnahmen.

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Gabriel zu Klimakonferenz nach Rom gereist, 08.07.2009
"G8-Gipfel muss sich zu Klimaschutz bekennen"
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nimmt heute in Rom am vierten Treffen der Umweltminister der 16 größten Industrie- und Schwellenländer (Major Economies Forum­ MEF) teil. Ziel des kurzfristig anberaumten Treffens ist die Vorbereitung einer Erklärung, die auf dem MEF-Gipfeltreffen am 9. Juli im Rahmen des G8-Gipfels im italienischen L'Aquila verabschiedet werden soll. "Der G8-Gipfel muss sich klar dazu bekennen, dass die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht überschreiten darf", betonte Gabriel.
Die MEF-Konferenzserie war im April dieses Jahres von der US- Regierung initiiert worden. Sie dient der Vorbereitung der Welt-Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen. Dort soll nach dem Willen der Bundesregierung und der EU Ende dieses Jahres ein neues globales Klimaabkommen beschlossen werden. "Es ist notwendig, in Kopenhagen ein Abkommen zu erzielen, das auch wirksam ist. Dafür müssen die Emission der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 weltweit, also in Industrie- und Entwicklungsländern, bis 2050 um mehr als 50 Prozent vermindert werden", betonte Gabriel.
Um dieses Ziel zu erreichen, sei es nötig, dass die Industrieländer sich dazu bereit erklären, ihren Ausstoß an Klimagasen bis zum Jahr 2050 drastisch um 80 bis 95 Prozent zu verringern. Aber auch die Schwellen- und Entwicklungsländer wie China, Indien und Brasilien müssen gegenüber ihren bisherigen Wachstumspfaden ihre Treibhausgas-Emissionen um 15 bis 30 Prozent vermindern, so Gabriel.
"Die Weltgemeinschaft muss aufhören, Mikado zu spielen. Die Entwicklung in Deutschland zeigt doch: Es ist keineswegs so, dass derjenige verliert, der sich zuerst bewegt. Wir verdanken einen großen Teil des Wachstums und der relativen Stabilität unserer Volkswirtschaft in diesen Zeiten der Tatsache, dass wir klimapolitisch vorangegangen sind und beispielsweise die erneuerbaren Energien strategisch ausgebaut haben", sagte Gabriel. Deshalb habe die EU auch angeboten, im Rahmen eines globalen und umfassenden Abkommens ihre Emissionen bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu mindern. "Wir sind davon überzeugt, dass dies klimapolitisch notwendig ist und dass sich dies auch ökonomisch rechnet", betonte Gabriel.

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Gabriel: G8-Gipfel muss beim Klimaschutz klare Beschlüsse fassen, 07.07.2009
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat heute in der Berliner Humboldt Universität den Weg zu einem erfolgreichen Klimaschutzabkommen aufgezeigt, das im Dezember dieses Jahres in Kopenhagen als Nachfolger des Kyoto-Protokolls beschlossen werden soll. "Ein anspruchsvolles Nachfolgeabkommen ist machbar. Dafür muss aber auch der G8-Gipfel in dieser Woche im italienischen L’Aquila klarstellen, dass die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht überschreiten darf", sagte Gabriel.
Angesichts der Dimension der Herausforderung sei es enorm wichtig, dass das Verhandlungsziel für Kopenhagen klar definiert werde, so Gabriel. "Im Klartext heißt das: Die Treibhausgas-Emissionen müssen bis zum Jahr 2050 in den Industrie- und Entwicklungsländern im Vergleich zu 1990 weltweit um mehr als 50 Prozent abnehmen. Für die Industrieländer bedeutet das, dass sie ihren Ausstoß bis 2050 drastisch um 80 bis 95 Prozent verringern müssen. Gegenüber ihrem bisherigen Entwicklungspfad müssen die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Emissionen um 15 bis 30 Prozent vermindern", so Gabriel.
Der damit verbundene fundamentale ökonomische Strukturwandel sei daher nur realistisch, wenn er jetzt eingeleitet werde und ambitionierte Mittelfristziele formuliert würden, so der Bundesumweltminister. "Die Industrieländer müssen bis 2020 ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 25 bis 40 Prozent vermindern. Dafür hat die EU ein Angebot auf den Tisch gelegt. Wir sagen ganz klar: Im Rahmen eines globalen und umfassenden Abkommens ist die EU bereit, ihre Emissionen um 30 Prozent zu mindern. Denn wir sind davon überzeugt, dass sich dies ökonomisch rechnet", so Gabriel.

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Bundestag beschließt Zertifikate-Versteigerung, 06.07.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Der Bundestag hat in der Nacht zum Freitag den Weg frei gemacht für die Versteigerung von Emissionsrechten. Die entsprechende Verordnung regelt die Versteigerung von jährlich 40 Mio Emissionszertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt wurden. In den kommenden drei Jahren soll wöchentlich eine bestimmte Menge der Luftverschmutzungsrechte versteigert werden. In der EU startete der Emissionshandel am 1. Januar 2005. Die erste Handelsperiode umfasste den Zeitraum von 2005 bis 2007, die zweite Periode die Jahre von 2008 bis 2012. In der ersten Handelsperiode wurden in Deutschland die Zertifikate noch zu 100% kostenlos zugeteilt, seit Anfang 2008 werden auch Zertifikate verkauft.

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Trading-Gelegenheit am CO2-Markt, 01.07.2009
FRANKFURT (Dow Jones)-
Als äußerst lukrativ werten Emissionsrechtehändler die sich derzeit bietende Trading-Chance am CER-Markt: Wer Certified Emissions Reductions (CERs) bereits auf seinen Konten habe oder CER-Lieferkontrakte mit Fälligkeit im Dec 09 in seinen Büchern habe, könnte diese verkaufen und als Kontrakt Dec 10 zurückkaufen, denn derzeit notiert der Dec 10 rund 0,25 EUR tiefer als der Kontrakt zur Fälligkeit im laufenden Jahr. „Diese Backwardation wird nicht ewig anhalten“, zeigte sich ein Händler überzeugt. „Das Geld liegt auf der Straße. Jetzt müssen noch die Entscheider in den Unternehmen überzeugt werden, dass sich das Bücken lohnt“, sagte ein CO2-Händler. Mit entsprechend zunehmender Nachfrage nach CERs Dec 10 werde sich der Spread verengen, dann schließen und die Kurve zuletzt wieder in eine Contango-Formation übergeben. Den aktuell höheren Preis für Dec 09 führte der Trader auf Nachfrage von Projektierern zurück. Zumindest ein größerer Projektiereraus Frankreich kaufe derzeit zu, um seinen Lieferverpflichtungen nachzukommen. Dank der geringeren Liquidität bei CERs - im Vergleich zu EUAs - treibe das den Preis rasch nach oben.

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Final Report Carbon EXPO, 29.06.2009
CARBON EXPO 2009 puts the carbon market front and centre on the road to Copenhagen
Around 3,000 visitors attending the carbon market’s leading global trade fair and conference in Barcelona, Spain, heard market leaders and policy makers discuss the carbon market’s pivotal role in the lead up to Copenhagen. From May 27th to 29th international emissions trading was the topic at the Barcelona exhibition centre. Leading greenhouse gas (GHG) market representatives met there at the sixth CARBON EXPO to share experiences and gain knowledge of current topics and trends, technologies, projects and services. 276 exhibitors from 83 countries and around 3,000 visitors from 111 countries attended the carbon market’s leading global trade fair and conference for emissions trading, carbon abatement solutions and new technologies in Barcelona for the first time, organised by the World Bank, the International Emissions Trading Association (IETA), Fira Barcelona and Koelnmesse. Among the exhibitors were high-level government representatives from 47 developing countries and countries with economies in transition, who, with support from the World Bank, presented their current emission reduction projects and the related investment and development opportunities. New World Bank figures announced at CARBON EXPO show that the international emissions market continues its rapid growth. Announced at CARBON EXPO the global market doubled in 2008 and now totals US$126 billion (€90 billion) – despite the turmoil in the financial world. The report went on to say that long-term prospects for the market are strong. In light of the positive development of CARBON EXPO and the continuing growth for the global carbon emission reductions market the organisers were extremely pleased with the results of CARBON EXPO. In a joint statement they said: “The number of visitors and exhibitors testifies that despite the financial crisis, the importance of emissions trading is clear. We are pleased that we could bring together all relevant market players – companies, industrialized and developing countries. The positive response that we have received from exhibitors and visitors shows us that CARBON EXPO generated fresh momentum for the entire emissions trade and carbon market. Barcelona was indeed a good choice for CARBON EXPO as the venue.”

The Critical Role of Carbon Finance
This year’s CARBON EXPO featured again an extensive conference program. The participants benefited from the know-how of more than 250 speakers. Among these were a number of high-level speakers including José María Figueres Olsen, Former President of Costa Rica & Chairman of Metropolis Global, and Ruud Lubbers, Former Prime Minister of the Netherlands and Chairman of the Council for the Rotterdam Climate Initiative. Keynote speaker in the opening ceremony, attended by 1,100 participants, was Ricardo Lagos, Special Envoy on Climate Change for the United Nations Secretary-General Ban Ki-moon and Former President of Chile and President of the Club Madrid. President Lagos laid out for the conference the current status of the international climate change negotiations and the crucial role that carbon finance must play in the future. CARBON EXPO 2009 was the last major carbon market event on the road to the ministerial meeting in Copenhagen in December. Nine high level plenary sessions, 28 interactive workshops and 55 exhibitor’s side events took place during the last three days in which the present situation, current trends, future outlook and  evelopment possibilities were presented and discussed. The organisers addressed all aspects of the GHG market which were subdivided into a Project Stream, a Traders Stream, a New Market Stream and a Cities and Carbon Finance Stream. The Cities and Carbon Finance Stream showed that rapidly increasing urban populations, their need for power and water, and their vulnerability to climate change impacts make cities one of the most urgent areas for climate policy and action.

Carbon market doubles despite recession
CARBON EXPO 2009 started with a World Bank press conference releasing the “State and Trends of the Carbon Market 2009” report together with IETA’s fourth edition of the “GHG Market Sentiment Survey”. A large number of representatives from the international press visited the press conference to gain knowledge of the latest developments and trends in the carbon market. According to the “State and Trends of the Carbon Market 2009”, the global carbon market increased from US$30 billion in 2006 to over US$64 billion in 2007, and has again doubled in 2008 to more than US$126 billion. However the report notes that the value of transactions from CDM projects in developing countries declined by 12% to an estimated US$6.5 billion in 2008 with an average price of US$16.8 per tonne of CO2e. The EU recently approved an Energy and Climate Change package committing to reduce emissions by 20% by 2020, with a promise to reduce even more if other countries join an international agreement to be negotiated in Copenhagen later this year. The United States is also considering a comprehensive climate change policy. These two proposals together could present an opportunity to scale up the supply of emission reductions from developing countries. “As one response to the climate crisis a deep and global carbon market continues to hold the promise to deliver significant benefits to both developed and developing countries alike”, said Katherine Sierra, World Bank Vice President for Sustainable Development. The report cites a likely average demand of 560 – 600 million tonnes of CO2e per year from 2012-20 compared to just about 80 million tonnes of CO2e that was registered in the CDM in its best year so far.

CARBON EXPO 2010 heads back to Cologne, Germany
From May 26 - 28, 2010 the World Bank, IETA and Koelnmesse will organise CARBON EXPO 2010 in Cologne, Germany, where five previous successful editions were held. The World Bank, IETA and Koelnmesse said in a joint statement. “The world’s solution to climate change must be defined in the next few years. CARBON EXPO 2009 in Barcelona showed the key role of carbon finance in the post 2012 world. CARBON EXPO 2010 which moves back to Cologne will add another chapter to this story in the light of the Copenhagen decisions. We are confident of another vibrant trade fair conference in 2010.” CARBON EXPO 2009 in figures The event had a wide international scope. A total of 276 companies from 83 countries participated in CARBON EXPO 2009, 92% of which came from outside Spain. A total of around 3,000 participants from 111 countries came to CARBON EXPO 2009.

Statements from participants at CARBON EXPO 2009:
Teresa Ribera, Secretary of State for Climate Change, Spanish government “Carbon Markets are one of the most efficient tools in climate change policies and will increase their importance in the years to come. Barcelona and Spain feel honoured to have hosted this key edition of Carbon Expo before Copenhagen. This proved to be a venue capable of increasing the presence of developing countries and adding new partners such as cities and aviation companies that are playing an increasingly relevant role in a low carbon future.” Franzjosef Schafhausen, Deputy Director General, Environment and Energy, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) / Thomas Forth, EU Affairs and Bilateral Cooperation, Energy and Environment, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) “The Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) underlines the important role CARBON EXPO plays for developing the global carbon market. Fira Barcelona and Koelnmesse organised a perfect platform for the carbon community to exchange views, new ideas and experiences. CARBON EXPO again has been the global event for new information, discussions and dialogue on new trends and perspectives of the carbon market as well as the place for contacts for governments, project developers, companies and last but not least, investors and host countries. Against the background of uncertainties in the first months of 2009 and the growing expectation of a success story in Copenhagen, lots of good expert talks  and a lot of new agreed activities with our partners have taken place. The high number of participants reflects the growing interest all around the world on a market place focussing on the exchange of information and the matching of interests. We are also very content with the resonance and the discussions of our official side events.”

Luc Larmuseau, Global Director Climate Change Services, DET NORSKE VERITAS (DNV) “CARBON EXPO became the most important event for us over the past five years. All important carbon market players can be met here and it is the place to meet new customers and engage in new opportunities. We will continue our partnership with CARBON EXPO in the future.” Astha Batra, Assistant Director Environment, Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry “The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has been leading a delegation to CARBON EXPO for four consecutive years and has expanded the membership of its delegation from the private sector to cities and states of India. The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has seized this opportunity to create awareness about Indian CDM projects and climate change projects.”

John Kilani, Director of the Sustainable Development Mechanisms, UNFCCC; “THE GLOBAL CARBON MARKET FAIR & CONFERENCE has succeeded in bringing together all major actors in the carbon market under one roof. We have found it to be a useful and effective platform for disseminating information about CDM and JI.” David Costa-D’sa, Director Global Commodities, Head of Environmental Financial Products, Structuring, Deutsche Bank AG London: “CARBON EXPO is an important date in the carbon market calendar. The sheer number of clients in such close proximity creates an excellent networking opportunity.”

Pablo Fernández Guillén, Head of Origination, Endesa: “We always come to CARBON EXPO. That is the best proof of the importance that we give to the event. Here is the place where we meet everybody and everything is working very well.”

Anthony Hobley, Partner, Norton Rose: “CARBON EXPO is clearly the premier market event. While other events are struggling to maintain attendance due to the financial crisis, CARBON EXPO is the “go to” event and has increased attendance. It’s the place where market participants do business, an event that you can’t afford to miss. CARBON EXPO is showing the market confidence by bringing people together to innovate for the post-2012 market.”

Keiron Allen, Marketing and Communications Director, BLUENEXT: “CARBON EXPO has proved to be the largest and most diverse of conferences on the carbon calendar. The presentations, conference centre and hospitality have been of the highest quality. The night of May 27th will be remembered for many years to come.”

Martijn Wilder, Head of Environmental Markets, Baker & McKenzie: “As we head to Copenhagen, CARBON EXPO has demonstrated that there is still a great enthusiasm in the market but it remains critical that international policy makers define a clear way forward for the post 2012 era.”

Altangerel Enkhabat, Head of Science and Technology Department, Ministry of Environment & Tourism of Mongolia: “CARBON EXPO is an important tool for developing countries to disseminate their message to their carbon partners. It also serves as a good opportunity to establish a partnership between developing countries and project developers, buyers and international institutions.”

Tosi Mpanu Mpanu, Director of CDM DNA of the Democratic Republic of Congo: "CARBON EXPO is an invaluable experience giving us the opportunity to meet all the key players involved in the whole project cycle – developers, validators and buyers. It allows us to fully understand the carbon mitigation process. It serves as an opportunity to receive insightful feedback on what different market players, whether institutional or private, are expecting from Copenhagen. I will endeavour to have a stronger LDC presence next year.”

Marco Monroy, CEO and President, MGM International: CARBON EXPO is the most important carbon event of the year. It is the best way to assess the sentiment of the carbon market, get updated with the numbers presented in the fabulous annual report and with this, prepare our company for the carbon market of the near future.”

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Gabriel: Ein wichtiges Signal für Kopenhagen, 25.06.2009
Berlin (BMU) -
Klima- und Energiepaket der EU tritt heute in Kraft
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat das Inkrafttreten des Klima- und Energiepakets der Europäischen Union heute, am Donnerstag, als ein wichtiges Signal für die Verhandlungen über ein neues internationales Klimaschutzabkommen in Kopenhagen bezeichnet. Gabriel: "Das EU-Klima- und Energiepaket wird einen erheblichen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen in Europa leisten und zugleich Schwung für die anstehenden Verhandlungen in Kopenhagen geben. Es zeigt auch, dass wir Europäer ernst machen beim Klimaschutz. Europa legt vor, jetzt müssen andere Staaten folgen."
Nach dem Willen der Bundesregierung und der EU soll im Dezember in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, beschlossen werden. Die EU hat in ihrem Klima- und Energiepaket bereits festgelegt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, wenn andere Staaten vergleichbare Verpflichtungen in einem internationalen Abkommen eingehen.
Das EU-Klima- und Energiepaket wurde im vergangenen Jahr verhandelt und beschlossen. Es setzt die im März 2007 unter deutscher Präsidentschaft beschlossenen verbindlichen Klimaschutzziele um. Kern des Pakets sind verbindliche Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU. Deren Anteil am Endenergieverbrauch soll auf 20 Prozent bis 2020 erhöht werden.
Das Hauptinstrument des Maßnahmepakets ist der EU-weite Handel mit Emissionszertifikaten. Der Emissionshandel wird die derzeitigen Treibhausgasemissionen der Kraftwerke und Industrieanlagen um 21 Prozent bis 2020 senken. Ab 2013 müssen Stromerzeuger ihre Emissionszertifikate zu 100 Prozent ersteigern. In den übrigen Bereichen wie Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude, die nicht am Emissionshandel teilnehmen und etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen in der EU ausmachen, werden nationale Obergrenzen für Treibhausgasemissionen eingeführt. Diese sinken kontinuierlich ab 2013 bis 2020. Insgesamt wird so eine Verringerung der Emissionen von mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 bis 2020 erreicht.
Das Ausbauziel von 20 Prozent bei den erneuerbaren Energien wurde verbindlich unter den Mitgliedsstaaten und nach ihren Möglichkeiten aufgeteilt. Deutschland übernimmt einen Anteil von 18 Prozent an seinem Endenergieverbrauch. Erstmals gibt es damit verbindliche Ziele für alle erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene. Die Richtlinie setzt wichtige Rahmenbedingungen, um die erneuerbaren Energien in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu fördern und gibt ihnen darüber hinaus Instrumente für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit an die Hand.
Das Paket schafft ferner eine Perspektive für den Bau von 12 Pilotanlagen zur Kohlenstoffabscheidung und -lagerung (CCS).
Nach der Veröffentlichung der 4 Dossiers des Klima- und Energiepakets am 5. Juni im Amtsblatt der EU treten die Rechtsakte heute in Kraft. Die Mitgliedsstaaten müssen diese nun mit eigenen Rechtvorschriften umsetzen und ihre nationalen Systeme anpassen. Dies betrifft etwa die Verabschiedung eines CCS-Gesetzes oder die Modifizierung der emissionshandelsrechtlichen Regelungen. Ab 2013 müssen bereits Zwischenziele für die Emissionsbegrenzungen und den Ausbau der erneuerbaren Energien eingehalten werden. Im Rahmen des europäischen Emissionshandels nimmt das jährlich verfügbare Zertifikatsbudget zwischen 2013 und 2020 um 1,74 Prozent pro Jahr ab.

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CCS-Gesetz in Großer Koalition offenbar endgültig gescheitert, 24.06.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Das Gesetz zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid aus Kraftwerken (CCS-Gesetz) wird in der laufenden Legislaturperiode aller Voraussicht nach nicht mehr realisiert. Ein gemeinsamer Regierungsentwurf mit der SPD finde in der Unionsfraktion momentan keine Mehrheit, erfuhr Dow Jones Energy Daily am Mittwoch aus Unionskreisen. Deshalb habe sich Unionsfraktionschef Volker Kauder für eine Verschiebung des Gesetzes auf die Zeit nach der Bundestagswahl Ende September entschieden, hieß es. Die SPD habe am Morgen von der Union eine offizielle Absage für das CCS Gesetz erhalten, sagte SPD-Fraktionsvizechef Ulrich Kelber am Mittwoch auf einem Kongress des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Unionsfraktionsvize Katherina Reiche ergänzte an gleicher Stelle, nun müsse eine neue Bundesregierung nach der Wahl schnell zu einer Lösung für CCS (Carbon Capture and Storage) kommen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hob auf dem BDEW-Kongress die Bedeutung der CCS-Technologie für die deutsche Exportwirtschaft hervor. Es sei deshalb problematisch, wenn Deutschland nicht in der Lage wäre, an den Pilotprojekten für CCS teilzunehmen, warnte die Kanzlerin. Es bestehe die Gefahr, dass der Industriestandort Deutschland schwer geschädigt werde. Allerdings mache es auch keinen Sinn, für CCS eine gesetzliche Grundlage zu  Verabschieden, die zwangsläufig zu schwierigen Investitionsbedingungen für die Energiewirtschaft führe. Dadurch würden die jüngst etwa mit dem Energieleitungsausbaugesetz erreichten Fortschritte für die Branche wieder zunichte gemacht, erklärte Merkel.
Der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann warnte vor einer übereilten Lösung für CCS. Das Gesetz solle „lieber gründlich als mit heißer Nadel gestrickt“ werden, sagte Großmann auf dem BDEW-Kongress. Allerdings müssten im Falle einer Verschiebung die EU-Richtlinie so geändert werden, dass die deutschen CCS-Pilotprojekte noch die vorgesehenen Fördergelder erhielten. Die EU hat eine Frist für CCS-Förderanträge bis zum April des kommenden Jahres gesetzt. RWE deutete unterdessen bereits Auswirkungen einer Verschiebung für konkrete Projekte des Energiekonzerns an. „Wir werden Schwierigkeiten mit unserem Zeitplan bekommen“, sagte der Leiter Energiepolitik bei RWE, Henning Rentz, Dow Jones Energy Daily. Das gelte etwa für das CCS-Pilotkraftwerk im nordrheinwestfälischen Hürth, das spätestens im Jahr 2015 in Betrieb gehen sollte.

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Umweltbundesamt: CCS nicht überschätzen, 23.06.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Das Umweltbundesamt warnt davor, die Rolle von Kohlendioxidspeichern für den Klimaschutz zu überschätzen. „Die Technik zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid ist kein Allheilmittel für den Klimaschutz, allenfalls eine Übergangstechnik, die zudem erst mittelfristig verfügbar ist“, sagte der Vizepräsident der Behörde, Thomas Holzmann, der „Berliner Zeitung“ am Mittwoch. Wichtiger sei es, jetzt mit aller Kraft die Techniken voranzubringen, die Kohlendioxid schon heute kostengünstig vermieden, wie Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

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Grüne Woche 2009: Klimawandel – Aktion und Anpassung, 22.06.2009
Brüssel (EU) -
Mit dem Abschluss eines neuen internationalen Klimaübereinkommens auf der Tagesordnung der Konferenz im Dezember in Kopenhagen steht der Klimawandel natürlich im Mittelpunkt der diesjährigen Grünen Woche der Kommission, die vom 23.-26.  Juni 2009 im Charlemagne-Gebäude in Brüssel stattfindet. Unter dem Motto „Aktion und Anpassung“ werden während der Grünen Woche, der größten jährlich stattfindenden Konferenz zum Thema Umweltpolitik in Europa, die vielfältigen Herausforderungen beleuchtet, die sich aus einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der EU und weltweit und einer Anpassung an den bereits bestehenden Klimawandel ergeben. Im Rahmen von acht der Sitzungen soll außerdem versucht werden, eine realistische Vorstellung davon zu bekommen, wie eine kohlenstoffarme Welt im Jahr 2050 aussehen könnte. Zu der dreitägigen Konferenz werden über 4 000 Teilnehmer aus Europa und anderen Teilen der Welt erwartet. Kommissionspräsident José Manuel Barroso wird die Hauptrede bei der Abschlussveranstaltung am 26. Juni halten und dabei einen Ausblick auf die Erwartungen für das Übereinkommen von Kopenhagen geben.
Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: „Mit der Perspektive der Konferenz von Kopenhagen könnte 2009 als Wendepunkt im Kampf gegen gefährliche Auswirkungen des Klimawandels und damit verbundene katastrophale Folgen für den Menschen in die Geschichte eingehen. Das umfangreiche Programm der Grünen Woche wird es den Teilnehmern ermöglichen, Wissen über eine breite Palette von Klimaaspekten auszutauschen, mit denen sich die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt heute auseinandersetzen sollten.“

Vier Themen, 36 Sitzungen
Konferenz und begleitende Ausstellung der Grünen Woche haben sich in ihrem nunmehr neunten Jahr als wichtiges jährliches Forum für Dialog und den Austausch von Erfahrungen, Fachwissen und bestmöglicher Praxis im Umweltschutzbereich etabliert .
Die Grüne Woche bring t Teilnehmer aus verschiedenen Ebenen der Regierungen, internationalen Einrichtungen, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen sowie aus der wissenschaftlichen und der akademischen Gemeinschaft zusammen. Ziel ist es, die wirksamsten Wege für Schutz und Verbesserung der europäischen Umwelt für jetzige und künftige Generationen zu diskutieren. Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmer kostenlos. Bisher haben sich über 4 000 Teilnehmer angemeldet.
Bei der Grünen Woche 2009 wird der Klimawandel unter vier Aspekten beleuchtet: EU-Klimawandelpolitik, die internationale Perspektive, Leben mit dem Klimawandel und „Vision 2050 - eine kohlenstofffreie Gesellschaft". Das Programm umfasst 36 Sitzungen, wovon einige in Zusammenarbeit mit der Brüsseler Organisation Friends of Europe organisiert werden, sowie eine Reihe zusätzlicher Begleitsitzungen.
Die breite Themenpalette umfasst die Umsetzung des Klima- und Energiepakets der EU, die Auswirkungen des Klimawandel auf die Beschäftigung und die soziale Kohäsion, die mögliche Anpassung der biologischen Vielfalt an den Klimawandel, eine „grünere" Wirtschaft, die Herausforderungen für die Landwirtschaft, die Dimension der internationalen Sicherheit und die neuesten Entwicklungen im Bereich der Kohlenstoffsequestration und –lagerung.
Kommissar Dimas wird sowohl bei der hochrangigen Eröffnungssitzung als auch bei der Schlusssitzung unter dem Thema „T he Road to Copenhagen“ sprechen. Neben Präsident Barroso werden bei der Schlusssitzung auch der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren und Professor Wang Yi von der chinesischen Akademie für Wissenschaften Beiträge liefern.

Weitere Redner bei der Grünen Woche 2009 sind unter anderen
- Ladislav Miko, tschechischer Umweltminister,
- HE Roy Mickey Joy, Botschafter von Vanuatu,
- HE Joy Grant, Botschafterin von Belize,
- Festus Mogae, UN-Sondergesandter für Klimawandel,
- Prof Jean-Pascal van Ypersele, Vizevorsitzender des UN-Weltklimarates,
- Tony Long, Direktor, WWF European Policy Office,
- Steve Fludder, Vizepräsident, GE Ecomagination,
- Jeff McNeely, Leitender Wissenschaftler, International Union for the Conservation of Nature,
- Ray Hammond, Autor und Zukunftsforscher.

Alle Sitzungen können auf der Website der Grünen Woche live verfolgt werden: http://ec.europa.eu/environment/greenweek/home.html .

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Gabriel: Gespräche mit der chinesischen Regierung über Umwelt- und Klimakooperation, 15.06.2009
Berlin (BMU) -
Auf Einladung des chinesischen Umweltministers Zhou Shengxian reist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am Sonntag mit einer Wirtschaftsdelegation zu politischen Gesprächen nach China. "Beide Regierungen sind sich darin einig, dass nur ein schnelles Umsteuern verhindern wird, dass der Klimawandel zu unbeherrschbaren Folgen führt", sagte Gabriel vor seiner Abreise. Der Bundesumweltminister wird in Peking auch mit dem Klimabeauftragten des chinesischen Staatspräsidenten und Vizevorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission Xie Zhenhua, Forschungsminister Wan Gang und Vizeaußenminister Zhang Zhijun zusammenkommen.
Die chinesische Regierung hat angekündigt, bis zum Jahr 2020 bis zu 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. "Dies ist eine ehrgeizige Zielsetzung, die über das bislang Beschlossene hinausgeht. Es liegt in unserem wohlverstandenen Eigeninteresse, die chinesische Regierung bei ihren Anstrengungen unterstützend zu begleiten: Es geht nicht nur um globalen Umweltschutz, sondern um das Wohlergehen und den Wohlstand dieser und der kommenden Generationen. Zugleich werden auf diese Weise Investitionen von Unternehmen der deutschen Umwelttechnologiebranche in China befördert und Arbeitsplätze in Deutschland gesichert", so Gabriel.
Die Bundesregierung und die chinesische Regierung hatten im Januar2009 vereinbart, bei der Bekämpfung des Klimawandels eng zusammenzuarbeiten. Die Federführung für die Kooperation liegt bei der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission Chinas und beim Bundesumweltministerium.

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USA wollen mehr für Klimaschutz tun, 08.06.2009
DRESDEN (Dow Jones)-
Die USA streben nach den Worten von Präsident Barack Obama einen Paradigmenwechsel beim Klimaschutz an. Es sei an der Zeit, hier eine „Führungsrolle“ einzunehmen, sagte Obama am Freitag bei seinem Deutschlandbesuch. Bisher sei Europa beim Kampf gegen den Klimawandel vorn gewesen, nun müssten die USA mit gutem Beispiel vorangehen. Ohne große Schritte zur Reduzierung der Treibhausgase werde es schwierig, China oder Indien in internationale Lösungen einzubeziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die neuen amerikanischen Anstrengungen. Nötig sei, die Verhandlungen für ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zum Erfolg zu führen.

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EU startet Konsultation zu CO2-Auktionsregeln, 05.06.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Derzeit werden in Brüssel die Weichen dafür gestellt, wie ab dem Jahr 2013 die Versteigerung von CO2-Emissionsrechten in der Europäischen Union ablaufen soll. Bis zum 3. August können Interessierte darlegen, wie ihrer Meinung nach die Auktionen gestaltet werden sollten, durch die ab 2013 mindestens die Hälfte der Verschmutzungsrechte verteilt wird. Die öffentliche Konsultation werde von einem Beratungsunternehmen organisiert, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit und wies darauf hin, dass am 24. Juni außerdem eine Konferenz zu dem Thema in Brüssel geplant ist. Die Versteigerungsregeln müssen bis spätestens zum 30. Juni 2010 durch eine EU-Verordnung festgelegt werden, wie die im Dezember modifizierte Emissionshandelsrichtlinie vorsieht. Geregelt werden muss beispielsweise, in welchem Rhythmus und welcher Form die Versteigerungen ablaufen sollen und welchen Umfang sie haben. Durch die öffentliche Konsultation will die Kommission aber auch Meinungen zu regulatorischen Vorgaben sammeln, etwa zur Voranmeldung von Auktionsteilnehmern, zu Hinterlegung von Sicherheiten und zu Zahlungs- und Liefermodalitäten.

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Weltumwelttag: EU-Kommissar Dimas fordert entschiedeneres Eintreten für Klimaschutz, 04.06.2009
Brüssel (EU) -
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas warnte heute, ein neues globales Klimaschutzübereinkommen sei die letzte Chance, die Folgen des Klimawandels noch einzudämmen, und forderte deshalb in einer Erklärung zum morgigen Weltumwelttag, der dem Thema Klimawandel gewidmet ist, die Verhandlungen über den Abschluss eines solchen Übereinkommens sehr viel entschiedener und nachdrücklicher zu führen.
Der EU-Kommissar gab folgende Erklärung ab: Die Unterzeichnung eines neuen globalen Klimaschutzübereinkommens auf der internationalen Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen ist unsere letzte Chance, die Welt vor den gefährlichen oder sogar katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren, die Wissenschaftler inzwischen bereits für 2050 vorhersehen, d.h. noch zu Lebzeiten von mehr als 1 Milliarde junger Menschen, die heute auf unserem Planeten leben.
Eine Studie des Global Humanitarian Forum (GHF), die letzte Woche veröffentlicht wurde, enthält neue erschreckende Zahlen zum Klimawandel. Bereits heute sind jährlich 325 Millionen Menschen von Klimaveränderungen betroffen, 315 000 Menschen sterben jährlich durch Hunger, Krankheit oder Wetterextreme, und der Weltwirtschaft entstehen Verluste in einer Größenordnung von 125 Mrd. Dollar jährlich. Diese Zahlen werden nach Angaben des GHF in den nächsten 20 Jahren deutlich steigen.
Weltweit haben Regierungen erklärt, dass die Rezession keineswegs ein Grund sein darf, im Kampf gegen den Klimawandel nachzulassen. In Europa und anderswo werden daher Konjunkturprogramme aufgelegt, die Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO 2-arme Technologien der Zukunft vorsehen, um sowohl Arbeitsplätze zu schaffen als auch den Klimaschutz zu fördern.
Die internationale Wissenschaftsgemeinde ist sich einig, dass die globale Erderwärmung höchstens 2°C über das vorindustrielle Niveau steigen darf, wenn verheerende Folgen verhindert werden sollen. Tatsächlich geht es um einen maximalen Anstieg von nur noch 1,2°C, da die heutigen Temperaturen bereits 0,76°C über diesem Niveau liegen, und einige Studien kommen zu dem Schluss, dass sich aufgrund der bisherigen Treibhausgasemissionen eine weitere Erwärmung um 1°C nicht mehr wird abwenden lassen.
Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. Wenn wir den absehbaren gefährlichen Klimawandel verhindern wollen, der enormes menschliches Leid verursachen, die wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung ausbremsen und möglicherweise katastrophale Umweltfolgen haben wird, muss die internationale Gemeinschaft sehr viel nachdrücklicher für ehrgeizige Klimaschutzziele eintreten.
Dass Eile geboten ist und wir ehrgeizige Ziele brauchen, muss sich in den Verhandlungen zur Vorbereitung des Kopenhagener Übereinkommens niederschlagen.
Die Gespräche, die diese und nächste Woche in Bonn geführt werden, müssen diesen Forderungen Rechnung tragen. Sie müssen noch einmal neue Impulse setzen und uns weiterführen, damit aus den Texten, über die jetzt verhandelt wird, ein Plan entsteht, der als Entwurf für ein ausreichend ehrgeiziges Übereinkommen dienen kann.
Die Industrieländer müssen eine Vorreiterrolle übernehmen. Zur Begrenzung der globalen Emissionen und zur Abwendung verheerender Klimafolgen müssen die Industrieländer ihren Gesamtausstoß bis 2020 gegenüber den Werten von 1990 zunächst um 30 % senken, wie Unersuchungen des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) wissenschaftlich belegen. Die Europäische Union hat als eine der Ersten entschlossen gehandelt und Maßnahmen für eine Reduzierung ihrer Emissionen um 20 % verabschiedet; sie wird dieses Ziel auf 30 % anheben, sobald andere Länder vergleichbare Zusagen machen.
Jetzt sind unsere Partner am Zug. Noch haben einige Industrieländer gar keine Emissionsziele genannt, und auch die Zusagen, die gemacht wurden, dürften nicht ausreichen, um das gemeinsame Ziel einer Emissionsminderung um 30 % zu verwirklichen. Es ist deutlich mehr Einsatz gefordert.
Wir können den Kampf gegen den Klimawandel nur gewinnen, wenn auch die Entwicklungsländer und allen voran die großen Schwellenländer tätig werden und den Anstieg ihrer Emissionen begrenzen. Aber die Industrieländer müssen mit gutem Beispiel vorangehen, wenn sie die übrigen Länder überzeugen wollen, sich den allgemeinen Klimaschutzbemühungen im Rahmen des Kopenhagener Übereinkommens anzuschließen.

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Studie: Ausbau Erneuerbarer kurbelt die Wirtschaft an, 03.06.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Der von der EU angestrebte Ausbau erneuerbarer Energiequellen trägt zum Wirtschaftswachstum bei und schafft neue Arbeitsplätze, auch wenn Kosten und Belastungen mit dem Ausbau verbunden sind. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer im Auftrag der EU-Kommission erstellten Studie, die am Dienstag veröffentlicht wurde. 2020 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU durch die Förderung Erneuerbarer Energien um 0,24% höher liegen als heute und es werde rund 410.000 zusätzliche Jobs geben, heißt es darin.
Insgesamt erwarten die Wissenschaftler bis 2020 in der Erneuerbaren Branche 1,4 Mio neue Arbeitsplätze und mehr als eine Verdoppelung des BIP. Der Netto-Zuwachs fällt aber deutlich geringer aus, weil in der Studie berücksichtigt wird, dass die Energieerzeugung aus Erneuerbaren mehr kostet als die aus Kohle, Öl oder Gas, dass Investitionen in regenerative Energien anderswo fehlen und dass Jobs bei „konventionellen“ Stromerzeugern verloren gehen werden. Dennoch sieht Energiekommissar Andris Piebalgs die EU-Politik durch die Untersuchung bestätigt: „Das zeigt, dass der Nutzen von Erneuerbaren im Hinblick auf Energieversorgungssicherheit und die Bekämpfung des Klimawandels Hand in Hand mit ihrem wirtschaftlichen Nutzen geht“, sagte Piebalgs.
Bis 2030 rechnen die Autoren der Studie mit Investitionen von 1,53 Billionen EUR in Erneuerbare und erwarten, dass die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen pro Jahr rund 18,4 Mrd EUR mehr kostet als die Nutzung konventioneller Energieträger. Um den größtmöglichen Nutzen aus den Förderanstrengungen der EU zu ziehen, müsse die Energieerzeugung aus Erneuerbaren technisch weiter verbessert werden, so dass auch die Kosten sinken, lautet eine Empfehlung. Die Kalkulation der Auswirkungen der Erneuerbaren-Förderung auf Wachstum und Beschäftigung beruht auf den Annahmen, dass sich der Ölpreis 2020 um 100 USD pro Barrel bewegt und der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid im EU-Emissionshandelssystem 34 EUR kostet.

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Dimas: EU erreicht ihre Kyoto-Klimaschutzziele, 02.06.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die Europäische Union wird ihr Kyoto-Klimaschutzziel, den CO2-Ausstoß bis 2012 gegenüber 1990 um 8% zu reduzieren, „bequem“ erreichen. Davon gab sich EU-Umweltkommissar Stavros Dimas am Freitag überzeugt, als er die Bilanz der Treibhausgasemissionen für 2007 vorstellte. Diese sind in den 15 „alten“ Mitgliedstaaten gegenüber 2006 um 1,6% gesunken und damit im dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Nur für die EU-15 ist das Kyoto-Ziel verbindlich. Die osteuropäischen EU-Staaten haben unverbindliche Ziele, die sie allerdings wegen des Zusammenbruchs der Industrie nach 1990 mit Ausnahme von Slowenien alle übererfüllen. Den Daten zufolge hat die EU- 15 ihren CO2-Ausstoß 2007 gegenüber dem Basisjahr um 5% reduziert. Dimas gab sich sehr zuversichtlich, dass die restlichen drei Prozentpunkte in zwei Jahren zu schaffen seien.

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CARBON EXPO 2009 in figures, 02.06.2009
The event had a wide international scope. A total of 276 companies from 83 countries participated in CARBON EXPO 2009, 92% of which came from outside Spain. A total of around 3,000 participants from 111 countries came to CARBON EXPO 2009.

Statements from participants at CARBON EXPO 2009:
Teresa Ribera, Secretary of State for Climate Change, Spanish government “Carbon Markets are one of the most efficient tools in Climate Change policies and will increase their importance in the years to come. Barcelona and Spain feel honored to have hosted this key edition of Carbon Expo before Copenhagen. This proved to be a venue capable of increasing the presence of developing countries and adding add new partnesr such as Cities and Aviation companies, that are playing an increasing relevant role in a low carbon future.”

Franzjosef Schafhausen, Deputy Director General, Environment and Energy, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) / Thomas Forth, EU Affairs and Bilateral Cooperation, Energy and Environment, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) “The Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) underlines the important role Carbon Expo plays for developing the global carbon market. Fira Barcelona and Koelnmesse organized a perfect platform for the carbon community to exchange views, new ideas and experiences. Carbon Expo again has been the global event for new information, discussions and dialogues on new trends and perspectives of the carbon market as well as the place for contacts for governments, project developers, companies and last but not least, investor and host countries. Against the background of uncertainties in the first months of 2009 and the growing expectation of a success story in Copenhagen, lots of good expert talks and a lot of new agreed activities with our partners have taken place. The high numbers of participants reflect the growing interest all around the world on a market place focussing on the exchange of information and the matching of interests. We are also very content with the resonance and the discussions of our official side events.”

Luc Larmuseau, Global Director Climate Change Services, DET NORSKE VERITAS (DNV) “CARBON EXPO became the most important event for us over the past five years. All important carbon market players can be met here and it is the place to meet new customers and engage in new opportunities. We will continue our partnership with CARBON EXPO in the future.”

Astha Batra, Assistant Director Environment, Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry “The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has been leading a delegation to CARBON EXPO for four consecutive years and has expanded the membership of its delegation from the private sector to cities and states of India. The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has seized this opportunity to create awareness about Indian CDM projects and climate change projects.”

John Kilani, Director of the Sustainable Development Mechanisms, UNFCCC “THE GLOBAL CARBON MARKET FAIR & CONFERENCE has succeeded in bringing together all major actors in the carbon market under one roof. We have found it to be a useful and effective platform for disseminating information about CDM and JI.”

David Costa-D’sa, Director Global Commodities, Head of Environmental Financial Products, Structuring, Deutsche Bank AG London:
“CARBON EXPO is an important date in the carbon market calendar. The sheer number of clients in such close proximity creates an excellent networking opportunity.”

Pablo Fernández Guillén, Head of Origination, Endesa “We always come to CARBON EXPO. That is the best proof of the importance that we give to the event. Here is the place where we meet everybody and everything is working very well.” 

Anthony Hobley, Partner, Norton Rose:
“CARBON EXPO is clearly the premier market event. While other events are struggling to maintain attendance due to the financial crisis, CARBON EXPO is the “go to” event and has increased attendance. It’s the place where market participants do business, an event that you can’t afford to miss. CARBON EXPO is showing the market confidence bringing by people together to innovate for the post-2012 market.”

Keiron Allen, Marketing and Communications Director, BLUENEXT “CARBON EXPO has proved to be the largest and most diverse of conferences on the carbon calendar. The presentations, conference centre and hospitality have been of the highest quality. The night of May 27th will be remembered for many year to come.”

Martijn Wilder, Head of Enfironmental Markets, Baker & McKenzie “As we head to Copenhagen, CARBON EXPO has demonstrated that there is still a great enthusiasm in the market but it remains critical that international policy makers define a clear way forward for the post 2012 era.”

Altangerel Enkhabat, Head of Science and Technology Department, Ministry of Environment & Tourism of Mongolia “CARBON EXPO is an important tool for developing countries to disseminate their message to their carbon partners. It also serves as a good opportunity to establish a partnership between developing countries and project developers, buyers and international institutions.”
 
Tosi Mpanu Mpanu, Director of CDM DNA of the Democratic Republic of Congo “CARBON EXPO is an invaluable experience, giving us the opportunity to meet all the key players involved in the whole project cycle – developers, validators and buyers. It allows us to fully understand the carbon mitigation process. It serves as an opportunity to receive insightful feedback on what different market player, whether institutional or private, are expecting from Copenhagen. I will endeavour to have a stronger LDC presence next year.”

Marco Monroy, CEO and President, MGM International CARBON EXPO is the most important carbon event of the year. It is the best way to assess the sentiment of the carbon market, get updated with the numbers presented in the fabulous annual report and with this, prepare our company for the carbon market of the near future.”

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Klimawandel : Kommission erfreut über Rückgang der Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge, 30.05.2009
Brüssel (EU)
- Kommissionsmitglied Stavros Dimas, zuständig für Umweltfragen, zeigte sich heute erfreut über die Nachricht, dass die Treibhausgasemissionen in der EU 2007 im dritten Jahr in Folge zurückgegangen sind. Aus dem Emissionsinventar der Europäischen Umweltagentur für 2007, dem letzten Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, geht hervor, dass die Emissionen in den 15 alten EU-Mitgliedstaaten 2007 gegenüber 2006 um 1,6 % gesunken sind, obwohl die Wirtschaft im gleichen Zeitraum um 2,7 % wuchs. Damit liegen die Emissionen nun um 5 % unter dem Niveau des Basisjahres (in den meisten Fällen 1990). Die EU-15 ist also auf einem guten Weg, um ihr Kyoto-Ziel zu erreichen, d.h., die Gesamtemissionen im Zeitraum 2008-2012 gegenüber dem Basisjahr um durchschnittlich 8 % zu senken. Die Emissionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten fielen gegenüber 2006 um 1,2 % und liegen nun um 12,5 % unter dem Niveau des Basisjahrs.
Umweltkommissar Dimas kommentierte diese Entwicklung wie folgt: „Diese neuerlichen Emissionsverringerungen in der EU-15 machen uns zuversichtlich, dass wir unser Kyoto-Ziel erreichen werden. Nachdem in über der Hälfte der EU-15-Mitgliedstaaten die Emissionen auch 2007 wieder deutlich zurückgegangen sind, geht es uns jetzt vor allem darum, dass auf der Konferenz in Kopenhagen im Dezember ein ehrgeiziges globales Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012 zustande kommt. Dieses Übereinkommen wird dann den Rahmen für künftige weltweite Emissionsverringerungen bilden.“
„Auch wenn die Verringerung in den EU-15 im Jahr 2007 teilweise auf die günstigen Witterungsbedingungen in einigen Mitgliedstaaten zurückzuführen sind, zeigt die rückläufige Entwicklung über die letzten drei Jahre, dass sich die proaktive Klimapolitik und die entsprechenden Maßnahmen auf einzelstaatlicher und auf EU-Ebene seit Kyoto langsam auszahlen. Mit dem Klima- und Energiepaket, das wir im letzten Monat angenommen haben, ist gewährleistet, dass der Rückgang in den nächsten Jahren noch deutlicher ausfällt.“

Rückläufige Emissionen trotz wirtschaftlichen Wachstums
Dem Rückgang der Treibhausgasemissionen in den EU-15, der sich 2007 gegenüber dem Vorjahr auf 1,6 % belief, steht ein Anstieg des BIP um 2,7 % im gleichen Zeitraum gegenüber. Der EU ist es also gelungen, die Emissionen noch weiter vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln. Schon in den beiden Vorjahren waren die Emissionen zurückgegangen: 2005 um 0,9 % und 2006 um 0,6 %.
Haupt ursachen für den neuerlichen Rückgang im Jahr 2007 – der 64 Mio. t CO 2 -Äquivalent entspricht – waren der Rückgang bei den Emissionen der privaten Haushalte aufgrund der warmen Witterung, der Rückgang im verarbeitenden Gewerbe und der Rückgang bei der Eisen- und Stahlerzeugung. Demgegenüber haben die Emissionen aus Kühl- und Klimaanlagen zugenommen.
Ein Rückgang der Emissionen zwischen dem Basisjahr und 2007 war in den meisten Sektoren zu beobachten. Die Emissionen aus Industrieprozessen gingen um 14,1 % zurück, die Emissionen aus der Energieerzeugung ohne den Verkehrssektor um 7,4 %, die Emissionen aus der Verwendung von Lösungsmitteln und anderen Erzeugnissen um 23,7 %, die Emissionen aus der Landwirtschaft um 11,3 % und die Emissionen aus der Abfallwirtschaft um 38,9 %. Demgegenüber haben sich die Emissionen aus dem Verkehrssektor allgemein um 23,7 % und die Emissionen aus dem Straßenverkehr um 24,7 % erhöht.
Die Emissionen aller 27 EU-Mitgliedstaaten gingen 2007 um insgesamt 1,2 % zurück. Sie lagen damit um 12,5 % unter dem Niveau des Basisjahres, das für einige Mitgliedstaaten nicht das Jahr 1990 ist, und um 9,3 % unter dem Niveau von 1990. Der Rückgang gegenüber 2006 – insgesamt 59,4 Mio. t CO 2 -Äquivalent – hat in diesen Mitgliedstaaten im Großen und Ganzen die gleichen Ursachen wie in der EU-15. Einen Emissionsanstieg in der EU-27 gab es im Verkehrssektor, bei der Zementherstellung, bei der staatlichen Strom- und Wärmeerzeugung sowie bei Kühl- und Klimaanlagen.
Im Kyoto-Protokoll wurde für die EU-27 kein Emissionsziel festgesetzt, weil die zwölf neuen Mitgliedstaaten zum Zeitpunkt des Abschlusses des Protokolls noch nicht der EU angehörten. Für die EU-12-Mitgliedstaaten wurden jedoch individuelle Kyoto-Ziele vereinbart, wonach sie ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr um 6 % oder 8 % verringern sollen. Nur für Zypern und Malta wurden keine Ziele festgesetzt.

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“STATE AND TRENDS OF THE CARBON MARKET 2009”, 28.05.2009
Overall Market Doubles despite Recession, but the Biggest Opportunities are yet to be Seized
Barcelona, SPAIN, May 27, 2009—
Despite the turmoil in the financial world, 2008 saw a doubling of the global carbon market, to an estimated value of more than US$ 126 billion, according to the latest State and Trends of the Carbon Market Report 2009, released today by the World Bank at Carbon Expo in Barcelona. 
The report is based on data from the trading of European Union Allowances (EUAs) under the European Union Emissions Trading Scheme (EU ETS) and from transactions completed under the Kyoto Protocol’s flexible mechanisms—the Clean Development Mechanism (CDM) and Joint Implementation (JI)—that allow industrialized countries to purchase greenhouse gas emission reductions in developing countries and in countries with economies in transition, as well as data from voluntary markets.   It finds that the value of transactions from CDM projects in developing countries declined by 12% to an estimated US$ 6.5 billion in 2008, with an average price of US$ 16.8.
The EU recently approved a package of post-2012 commitments to reduce emissions, with a promise to reduce even more if other countries join an international agreement to be negotiated in Copenhagen later this year. The United States is also considering a comprehensive climate policy. These two proposals together will present an opportunity to scale up developing country supply of carbon.
“This is a golden opportunity which challenges the international community to develop new thinking on how to scale up climate mitigation to promote sustainable development”, said report co-author Karan Capoor.   He was referring to average likely demand of 560 million tons of CO2e per year from 2012-20 compared to just about 80 million tons of CO2e that was registered in the CDM in its best year so far.
The CDM Executive Board is currently working to improve the efficiency of the project approval process.  “Now is the time to create a transparent and well-functioning regulatory framework, starting with streamlining and simplifying the rules governing the concept of additionality”, said Philippe Ambrosi of the World Bank, and co-author of the World Bank report.  Ambrosi was referring to a key concept in determining whether a potential project is eligible to receive credits under the UN scheme.
Recent scientific research and findings by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) and others call for industrialized countries to collectively reduce emissions even more aggressively (by 25-40% below 1990 levels by 2020) than the proposals on the table for Copenhagen.   If the carbon markets respond to the recommendations of the scientific community in terms of required GHG emission reductions, a carbon market in the order of $150 billion per year of traded certified emission reductions could be envisioned.
As Kathy Sierra, World Bank Vice President of Sustainable Development, says; “As one response to the climate crisis, a deep and global carbon market continues to hold the promise to deliver significant benefits to both developed and developing countries alike”.
The Report includes market data provided by carbon broker Evolution Markets Inc."The carbon market has shown a remarkable ability to double in volume in the midst of a global economic recession, and that demonstrates the importance of the market on a global scale," said Andrew Ertel, CEO of Evolution Markets Inc.
The report was released at CARBON EXPO 2009, the largest carbon fair in the world with more than 3000 representatives from governments, business and civil society organizations involved in greenhouse gas emission reduction transactions around the world.

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Emissionshandel: Versteigerung der Zertifikate in Deutschland startet 2010, 28.05.2009
Berlin (BMU) -
Kabinett verabschiedet Versteigerungsverordnung
Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Einstieg in die Versteigerung von Emissionsberechtigungen beschlossen. Gabriel: "Die Versteigerung ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Effizienz des Emissionshandels zu verbessern." Mit der Versteigerungsverordnung setzt der Bund auf das bereits bewährte Konzept, nach dem die Emissionszertifikate am einfachsten und sichersten dort angeboten werden, wo auch der normale Handel der Berechtigungen stattfindet: an einer bestehenden europäischen Emissionshandelsbörse. "Dort erreichen wir alle Emissionshändler, und dort können wir die bestehenden professionellen Aufsichts- und Abwicklungsstrukturen für die Versteigerung nutzen. Das ist kostengünstig für Wirtschaft und Verwaltung, nutzt die Kräfte des Marktes und setzt Maßstäbe auch für die größeren Versteigerungsmengen ab 2013", so Gabriel.
Die vom Kabinett verabschiedete Emissionshandels-Versteigerungsverordnung (EHVV 2012) bedarf noch der Zustimmung des Deutschen Bundestages. Sie regelt insbesondere die Versteigerung von jährlich 40 Millionen Emissionszertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt wurden. Die Stromkonzerne hatten den wirtschaftlichen Wert dieser Berechtigungen bei der Kalkulation des Strompreises ohnehin schon eingerechnet. Für die Versteigerungen in den kommenden drei Jahren (2010 bis 2012) sieht die Verordnung vor, dass die Auktion in wöchentlich gleichen Mengen an einer der bestehenden Emissionshandelsbörsen in der Form der dort gehandelten Produkte (Spot- und Terminmarkt) stattfindet. Welche der Börsen hierfür am besten geeignet ist, wird sich im Laufe des Jahres in einem Vergabeverfahren entscheiden.
Die Versteigerung selbst wird nach dem bei solchen Transaktionen üblichen, einfachen Verfahren durchgeführt. Für die Börsenaufsicht und die Abwicklung der erfolgreichen Gebote gelten dieselben Regeln wie beim sonstigen Börsenhandel. Damit bleiben die besonderen Vorteile des Emissionshandels auch bei der Versteigerung erhalten da beim Emissionshandel Angebot und Nachfrage aller Marktteilnehmer den aktuellen Wert der Emissionszertifikate bestimmen. Nach der Versteigerungsverordnung sind staatliche Eingriffe in den Preisbildungsprozess nur für solche Ausnahmefälle vorgesehen, bei denen einzelne Bieter versuchen sollten, durch ihre Gebotsabgabe den Versteigerungspreis zu manipulieren und damit den Prozess zu missbrauchen.
Die Versteigerungsverordnung enthält eine ausdrückliche Öffnungsklausel, nach der auch andere EU-Mitgliedstaaten ihre Zertifikate auf der deutschen Handelsplattform versteigern können.
Mit dem beschlossenen einfachen, transparenten und kostengünstigen Konzept für die Versteigerung an der Börse knüpft die Bundesregierung an den sehr erfolgreichen Zertifikatsverkauf seit Anfang 2008 an. Dieser börsennahe Ansatz wird auch auf die europäische Diskussion Einfluss nehmen, die derzeit zur Gestaltung der Versteigerung im Hinblick auf die weitaus größeren Versteigerungsmengen in der dritten Handelsperiode mit 100 Prozent Auktion im Stromsektor beginnt.

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Gabriel: "EU und Deutschland im Klimaschutz weiter allein auf weiter Flur",  27.05.2009
Berlin (BMU) - Noch kein Fortschritt bei Klimaschutztreffen in Paris
"Leider sind die Europäische Union und Deutschland immer noch allein auf weiter Flur im internationalen Klimaschutz." Das ist das Resümee von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach Abschluss des zweitätigen internationalen Treffens zu Klimaschutz in Paris. Unter dem Namen "Major Economies Forum" (MEF) hatte US-Präsident Barack Obama nach einem ersten Treffen Ende April zum zweiten Mal die 16 Industrie- und Schwellenländer mit den stärksten Volkswirtschaften und den höchsten Treibhausgasemissionen eingeladen.
"Das Treffen in Paris zeigt, dass es noch sehr großer Anstrengungen und hoher Verhandlungsbereitschaft auf allen Seiten bedarf, um beim Klimagipfel in Kopenhagen Ende des Jahres zu einer anspruchsvollen Anschlussvereinbarung zum Kyoto-Protokoll zu kommen", sagte Gabriel. Zwar habe sich die Position unter Präsident Obama vollständig verändert, die konkrete Bereitschaft der USA zur Verminderung der Treibhausgase sei jedoch weit entfernt von dem, was in Europa bereits heute geleistet wird.
So will die EU im Rahmen eines neuen internationalen Klimaabkommens bis 2020 rund 30 Prozent weniger schädliche Klimagase als im Jahr 1990 ausstoßen. Präsident Obama will bis dahin auf das Niveau des Jahres von 1990 zurückkehren. "Das wäre weit weniger, als die Klimaforschung für notwendig hält. Und Länder wie Japan, Australien, Kanada oder Russland würden sich wohl eher hinter den Amerikanern verstecken als mit den Europäern gleichziehen", so Gabriel. Nach Gabriels Einschätzung würden sich zudem die Entwicklungsländer zu keinen eigenen Verpflichtungen bereiterklären, so lange die Industrienationen keinen gemeinsamen Vorschlag unterbreiten, der den Anforderungen der internationalen Klimaforschung gerecht wird.
"Die Entwicklungsländer haben einfach Angst, zusätzliche und für sie viel zu teure Verpflichtungen im Klimaschutz übernehmen zu müssen, wenn die Industrienationen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. Ich kann diese Sorge gut verstehen." Gabriel hatte deshalb vorgeschlagen, dass diejenigen Länder, die bis 2020 keine ausreichenden Verringerungen ihrer Treibhausgasemissionen erreichen könnten, für den Zeitraum bis 2030 konkrete weitere Minderungsschritte anbieten müssten. Gabriel: "Sonst schaffen wir das Ziel, von dem alle behaupten, sie würden es unterstützen, nicht: die weltweite Absenkung der schädlichen Klimagase um die Hälfte."
Auch bei der Finanzierung des internationalen Klimaschutzes ist die EU nach Gabriels Worten weltweit die einzige Region, die konkrete Vorschläge gemacht habe. EU-Kommissar Stavros Dimas hatte während des Pariser Treffens das Angebot der EU wiederholt, ab 2013 die Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel bis zur Hälfte für den internationalen Klimaschutz zu nutzen. Allein in Deutschland wären dies zwischen 2,5 und 5 Milliarden Euro pro Jahr. Gabriel: "Mexiko hatte einen sehr guten Vorschlag unterbreitet, dass alle Staaten abhängig von ihrer Wirtschaftskraft in einen gemeinsamen Fonds einzahlen sollten, um davon die ärmeren Ländern überproportional profitieren zu lassen." Leider habe es auch zu diesem Vorschlag in Paris keine Fortschritte gegeben.
Gabriel forderte die Teilnehmer des MEF und insbesondere den Gastgeber USA auf, bis zum nächsten Treffen im Juni in Mexiko konkrete Vorschläge zu unterbreiten:
1. Zu den gemeinsamen Verpflichtungen aller Industrienationen.
2. Zu den Maßnahmen im Klimaschutz, zu denen die Entwicklungsländer ohne finanzielle Hilfe durch die Industrienationen bereit und in der Lage sind.
3. Zu den Maßnahmen, die Entwicklungsländer nur mit Hilfe der Industrienationen erreichen können.
4. Zu den Finanzmitteln, die in diesem internationalen Klimaprozess notwendig sind.
"Wir dürfen nicht noch einmal zusammen kommen, um nur die bekannten Stellungnahmen auszutauschen. Wir brauchen endlich die Bereitschaft, über konkrete Kompromisse zu sprechen", so Gabriel. Dazu müssten die Staats- und Regierungschefs ihre Umweltminister dringend mit der notwendigen Flexibilität für die Verhandlungen ausstatten. Gabriel: "Sonst können wir uns die Reisen sparen und die Protokolle der letzten vier Jahre nachlesen, denn die Positionen stehen da überall schon drin."

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VIK: Stromkosten für Industriekunden steigen, 27.05.2009
ESSEN (Dow Jones)-
Die Stromkosten für Industriekunden sind nach Angaben des Industrieverbands VIK weiter gestiegen. Ein mittlerer industrieller Stromkunde zahle für seine Stromlieferung in diesem Jahr 20% mehr als im Vorjahr, teilte der Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) am Dienstag mit. Das zeige der diesjährige Strompreisvergleich des Verbands. So hätten sich im Jahresvergleich neben den reinen Stromkosten auch die Anteile für die CO2-Einpreisung, die Netznutzung sowie Steuern und Abgaben erhöht. Am stärksten gestiegen sei der Anteil für die Stromkosten, gefolgt von den gestiegenen Belastungen durch die CO2-Zertifikateeinpreisung. Das hohe Strom- und Zertifikatepreisniveau des vergangenen Jahres – für die meisten Verbraucher das Einkaufsjahr ihres heute verbrauchten Stroms – treffe jetzt die Industrie. Zusätzlich hätten sich die Netzentgelte teilweise zweistellig, rückwirkend zum Jahresanfang, erhöht.
Für den Abnahmefall von 40.000 MWh bei einer maximalen Stundenmenge von rund 6,5 MW und einer Benutzungsdauer von 6.000 Stunden pro Jahr betrage der Preis pro Kilowattstunde (kWh) in diesem Jahr 10,91 cts, nach 9,14 cts im vergangenen Jahr und 7,8 cts im Jahr 2007. Im Jahr 2003 habe der Preis pro kWh für diesen Abnahmefall noch 4,82 cts betragen. Der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärte, dass seit Ende des Jahres 2008 Industrieunternehmen bei Vertragsneuabschlüssen von den stark rückläufigen Börsenpreisen proftitierten. „Die Strompreise für Industriekunden liegen bei den Vertragsneuabschlüssen im Mai 2009 rund 25% niedriger als noch im Oktober 2008“, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW Hauptgeschäftsführung am Dienstag. „Kunden, die vor diesem Zeitpunkt beschafft haben, profitieren hiervon allerdings nicht“, schränkte Müller ein. Das VIK-Beispiel für einen Kunden, der bereits 2008 seinen Stromliefervertrag für 2009 geschlossen habe, könne realistisch sein. Aus dem Beispiel eines einzelnen Kunden könne jedoch „keine seriöse Gesamtaussage für alle Kunden getroffen werden.“

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Kohlendioxid-Abscheidung: Experten begrüßen Rahmen für CCS-Technologie, 26.05.09
BERLIN (Dow Jones)--
Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung, mit dem für die Abscheidung, den Transport und die dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid ein einheitlicher Rechtsrahmen geschaffen werden soll, ist bei einer Anhörung des Bundestages am Montag auf ein überwiegend positives Echo gestoßen. Unterschiedliche Auffassungen wurden hingegen deutlich, ob es sich bei dem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zum Thema CCS (Carbon Capture & Storage) um einen langfristigen Rechtsrahmen oder um zeitlich befristete Regelungen für Forschungsvorhaben handeln solle, wie der Pressedienst des Deutschen Bundestages mitteilte. „Wir stehen an der Wiege eines neuen Rechtsgebiets“, erklärte der Rechtsanwalt Dieter Sellner zum Beginn der Anhörung des Umweltausschusses. Er wies darauf hin, dass die CCS Technologie verschiedene Rechtsgebiete berühre, so dass ein eigenes neues Gebiet entstehe. Nach seiner Auffassung bietet der Entwurf eine gute Grundlage für eine geordnete Einführung der neuen Technologie – nicht nur für Forschungsvorhaben –, da das Gesetz hinsichtlich zentraler Fragen offen gestaltet sei und zukünftigen Entwicklungen Rechnung getragen werden könne. „Im Entwurf gibt es noch zu viele offene Fragen“ Georg Erdmann, Professor und Leiter des Bereichs Energiesysteme an der Technischen Universität Berlin, vertrat die Ansicht, ein „zu sehr ins Detail gehendes Gesetz kann mehr verhindern als stimulieren“. Er betonte, dass die CCS-Technologie eine Option für klimafreundliche Kohle sei und Deutschland dabei einen Spitzenplatz einnehmen könne.
Für das Deutsche Geoforschungs-Zentrum (GFZ) begrüßte Reinhard F. J. Hüttl, dass das Gesetz größere Forschungsvorhaben ermögliche. Auch Felix Christian Matthes vom Öko-Institut bezeichnete die Anlage des Gesetzes als Fachgesetz als „angemessen und richtig“. Ein Forschungsgesetz allein würde nicht weiterführen. Gleichzeitig wies Matthes darauf hin, dass es bei der Debatte um CCS nicht allein um Kohlekraftwerke, sondern auch um weitere Emissionen – beispielsweise aus energieintensiven Betrieben – gehe. Christoph Becker-Berke vom Energieversorger RWE sagte, dass der Zeitplan für die Demonstrationsprojekte für die CCS Technologie sehr ambitioniert sei und sprach sich dafür aus, noch in dieser Legislaturperiode einen entsprechenden Rechtsrahmen zu beschließen. Kritik am zeitlichen Ablauf des Gesetzgebungsverfahren äußerte Martin Faulstich vom Sachverständigenrat für Umweltfragen. Er hob hervor, dass sein Gremium nicht gegen die CCS Technologie sei, aber für hochwertige Forschung und Entwicklung eintrete. Seiner Meinung nach sind in dem Gesetzentwurf noch zu viele Fragen offen wie beispielsweise Deckungs und Haftungsfragen. Auch wisse man nicht, wie groß die Speicherkapazität für CCS überhaupt sei und wie das Problem von Nutzungskonkurrenzen präzise gelöst werden könne. Er sprach sich daher für ein Demonstrationsanlagengesetz aus. Horst Heuter vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), erklärte, dass CCS nur eines von vielen Klimaschutzinstrumenten sei und wies dabei darauf hin, dass CCS noch nicht ausreichend geprüft und frühestens von 2020 an einsetzbar sei. Als „nicht akzeptabel“, „unkorrekt und beliebig“ bezeichnete hingegen Karsten Smid von Greenpeace den Gesetzentwurf. Nach seiner Meinung solle das Gesetz durch das Parlament „gepeitscht“ werden. Probleme würden hinter windigen Formulierungen versteckt. Smid kritisierte, dass der Begriff „CO2-Ablagerung“ durch den Begriff „Speicherung“ ersetzt worden sei. Durch diese Formulierung würde CO2-Müll als Wirtschaftsgut „umdeklariert“. „EU-Richtlinie sieht CCS lediglich als Option“ Rainer Baake von der Deutschen Umwelthilfe wies darauf hin, dass seiner Meinung nach die EU-Richtlinien, die mit dem Gesetz in deutsches Recht umgesetzt würden, die Anwendung der CCS-Technologie lediglich als eine Option für den Klimaschutz ansehen würden. Es sei daher Sache der Mitgliedstaaten zu entscheiden, ob sie die CCS Technologie anwenden wollen. Auch Baake plädierte bei dafür, zuerst ein Erforschungs- und Erprobungsgesetz zu schaffen.

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Industrie- und Schwellenländer beim Klimaschutz zerstritten, 26.05.2009
PARIS (Dow Jones)--
Im Kampf gegen die Klimaerwärmung streiten die Industrie- und Schwellenländer weiter über eine gemeinsame Linie. Zum Auftakt einer zweitägigen Konferenz in Paris lehnten es die USA am Montag ab, ihren Treibhausgasausstoß bis 2020 stärker als geplant zu senken. Laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sind zugleich die Schwellenländer „nicht bereit, eigene verpflichtende Minderungsbeiträge zu bringen“. Das Pariser Treffen dient der Vorbereitung der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember, wo ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden soll. In Paris tagen bis Dienstag 16 Länder, die zusammen für 80% der weltweiten Treibhausgasemissionen stehen, darunter die G-8-Staaten sowie große Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien.
Die Gespräche hätten sich zum Auftakt „im Kreis gedreht“, sagte Gabriel. Er forderte eine schnelle Einigung der Industrieländer auf gemeinsame Ziele. „Je länger es dauert, bis die Industrienationen eine gemeinsame Haltung haben, desto länger werden wir warten müssen, bis sich China und Indien bewegen.“ Nur so könnten Schwellenländer „ein bisschen stärker unter Zugzwang“ gebracht werden. Der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo warnte, „das Schicksal der Welt“ werde sich bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen entscheiden. Klimaschutzziele seien kein Rückschritt, der die Weltwirtschaft bremse, sondern Ausgangspunkt für ein „dauerhaftes und robustes Wachstum“.
Die USA wiesen Forderungen nach einer schnelleren Senkung ihres Treibhausgas-Ausstoßes zurück. „Wir werden so hoch springen, wie es uns das politische System erlaubt“, sagte USVerhandlungsführer Todd Stern am Sonntagabend mit Blick auf Chinas Forderung, die reichen Industrieländer müssten bereits bis 2020 ihren CO2-Ausstoß um 40% senken. Zu viel Druck könne genau das Gegenteil bewirken, warnte Todd. Dann könne „man am Ende mit gar nichts dastehen“. Gabriel bot den USA eine flexible Lösung an. „Die Amerikaner haben das Problem, dass sie einfach zehn Jahre später anfangen, und wir werden am Ende akzeptieren müssen, dass man das nicht durch Schalterumlegen aufholen kann.“ USA wollen Treibhausgase nur um 14% gegenüber 2005 senken Sollten es die Vereinigten Staaten nicht schaffen, ihre Treibhausgase bis 2020 gegenüber 1990 deutlich zu reduzieren, könnten für Washington spätere Etappenziele gesetzt werden. Am langfristigen Ziel, bis 2050 die weltweiten Treibhausgasemissionen um die Hälfte zu senken, müsse dabei nicht gerüttelt werden. US-Gesprächsleiter Stern bekräftigte ausdrücklich das darin enthaltene Ziel, dass die Industrieländer ihren Ausstoß bis 2050 um 80% senken sollen. Bis 2020 hat US-Präsident Barack Obama bisher nur eine Senkung um 14% vorgeschlagen und das auf Basis des Jahres 2005. Das würde gegenüber 1990 einer Senkung um ungefähr 3% entsprechen. Die EU hat sich dagegen von 1990 ab gerechnet auf eine Reduzierung um 20% bis 2020 verpflichtet. Sollte dies international vereinbart werden, wollen die Europäer auch eine Reduzierung um 30% umsetzen.

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Gabriel: Gesellschaft auf Folgen des Klimawandels vorbereiten, 18.05.2009
Konferenz zur Anpassungsstrategie an den Klimawandel
Berlin (BMU) -
Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind zwei Seiten einer Medaille. "Verantwortungsvolle Klimapolitik muss alles tun, um den globalen Klimawandel zu begrenzen und das Klima durch verringerten Treibhausgas-Ausstoß zu schützen. Sie muss die Gesellschaft aber auch auf unvermeidliche Folgen vorbereiten wie höhere Temperaturen, den steigenden Meeresspiegel und eine andere Verteilung der Niederschläge", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel heute auf der Berliner Klimakonferenz. Es gehe darum, sich frühzeitig auf den Klimawandel einzustellen, um nicht von seinen wirtschaftlichen und sozialen Folgen überrollt zu werden. "Wer rechtzeitig handelt, wird ökonomischen Nutzen ziehen, Arbeitsplätze und Wohlstand sichern können", so Gabriel.
Als Auftakt des Dialogs diskutiert die Berliner Klimakonferenz über Chancen und Risiken des Klimawandels, über Klimaanpassung in der Praxis und die deutsche Anpassungsstrategie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Bundesländern, Verbänden, Wissenschaft und Politik erörtern auch Wege zum Aktionsplan Anpassung, den die Bundesregierung bis zum Frühjahr 2011 in Zusammenarbeit mit den Ländern und anderen gesellschaftlichen Akteuren erarbeiten wird.
Hintergrund ist die am 17. Dezember 2008 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Gabriel vom Bundeskabinett verabschiedete deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Darin werden für 15 Handlungsfelder und ausgewählte Regionen die erwarteten Klimafolgen und erste Handlungsoptionen skizziert. Ziel der Strategie ist es, Risiken für die Bevölkerung, Umwelt und Wirtschaft vorzubeugen, aber auch Chancen zu nutzen. Veranstalter der Konferenz ist das Bundesumweltministerium.

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Machnig begrüßt UNO-Beschluss zur Nachhaltigkeit von Bioenergie, 16.05.2009
Berlin (BMU) -
Die UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung hat am 15. Mai 2009 in New York gefordert, dass die Nachhaltigkeit der Produktion von Biokraftstoffen und anderer Formen von Bioenergie weltweit weiter verbessert werden muss. Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig betonte: "Ich begrüße sehr, dass wir die UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung dafür gewinnen konnten, sich für eine kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeit der Produktion von Bioenergie auszusprechen. Nur nachhaltig produzierte Bioenergie ist ein Beitrag zum Klimaschutz."
Die Kommission, die vom 4. bis 15. Mai 2009 in New York tagte, hat sich ferner für verstärkte internationale Kooperation für eine nachhaltige Ausgestaltung der Agrarproduktion ausgesprochen. Weitere Themen der Jahrestagung waren Dürre- und Wüstenbekämpfung, die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume sowie die besondere Situation Afrikas in diesem Zusammenhang.
Staatssekretär Machnig nahm in New York auch an einer Steering Committee-Sitzung der Global Bioenergy Partnership teil, in der sich Deutschland und andere Staaten für die Ausarbeitung von internationalen Nachhaltigkeitskriterien für Bioenergie einsetzen. In bilateralen Gesprächen am Rande der Konferenz warb Machnig für Bonn als Sitz der künftigen Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).

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Bundesumweltministerium setzt für eigene Arbeit auf Nachhaltigkeit, 15.05.2009
Berlin (BMU) -
Umweltressort engagiert sich auch intern für Klimaschutz, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung
Zwischen Februar 2007 und Januar 2009 hat das Bundesumweltministerium den durchschnittlichen CO2-Ausstoß seines Fuhrparks von gut 202 Gramm pro Kilometer auf 154 Gramm pro Kilometer reduziert. Das ist ein Beispiel, wie das Umweltressort das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung im eigenen Verantwortungsbereich in die Tat umsetzt. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Die Politik sollte Forderungen, die sie an Wirtschaft und Gesellschaft richtet, auch selbst erfüllen. Nur so kann sie glaubwürdig sein. Das Umweltressort geht hier mit gutem Beispiel voran beim Umweltmanagement, bei Dienstreisen und Fahrzeugflotte, in der Informationstechnik und Beschaffung." Der heute veröffentlichte Bericht zeige, dass das Ressort auch seiner sozialen Verantwortung gerecht werde, so bei der Gleichstellung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Personalentwicklung und Ausbildung.
Mit seinen an Effizienz und Emissionsminderung orientierten Beschaffungsentscheidungen - zum Beispiel für die Informationstechnik - möchte das BMU Vorbild auch für andere Verwaltungen sein. Das zahlt sich aus: Die turnusgemäße Erneuerung der Serverarchitektur führte zu einer geringeren Serveranzahl und einem um 60 Prozent niedrigeren Stromverbrauch. Verantwortung übernimmt das BMU auch in der Ausbildung. Das Ministerium hat eine Ausbildungsquote von über 10 Prozent. Mehr als ein Viertel der Auszubildenden haben einen Migrationshintergrund. Ihr Engagement im BMU leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt.
Der Bericht zeigt anhand der umweltpolitischen Vorhaben in den Bereichen ökologische Industriepolitik, Klimaschutz und Energie, biologische Vielfalt und Ressourcenschonung, wie die vier Leitlinien der Nachhaltigkeit die Umweltpolitik durchziehen: Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und internationale Verantwortung.

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Emissions trading: EU ETS emissions fall 3 % in 2008, 15.05.2009
Brussels (EU) -
Emissions of greenhouse gases from EU businesses participating in the EU Emissions Trading System (EU ETS) fell 3,06 % in 2008 compared with a year earlier, according to the information provided by Member State registries. With the 6.5% reduction in emission allowances that the Commission has secured for the second trading period, the EU ETS really started to make a difference to emissions in 2008. Last year marked the beginning of the second trading period of the EU ETS, which runs from 2008 to 2012.
Environment Commissioner Stavros Dimas said: "The 3 per cent reduction was partly due to businesses taking measures to cut their emissions in response to the strong carbon price that prevailed until the economic downturn started. It confirms that the EU has a well functioning trading system, with a robust cap, a clear price signal and a liquid market, which is helping us to cut emissions cost-effectively. This should encourage other countries in their efforts to set up comparable domestic cap-and-trade systems, which we would like to see linked up with the EU ETS to create a stronger international carbon market.”

2008 emissions data
Verified emissions of greenhouse gases from all installations in the EU ETS in 2008 totalled 2.118 billion tonnes of CO2-equivalent. 2008 emissions (excluding those of Bulgaria, Liechtenstein and Norway where 2007 data is incomplete or unavailable) were 3,06% lower than the 2007 level. Emissions were reduced despite GDP growth in the EU-27 of 0.8% last year.
While the economic slowdown was felt strongly in the sectors covered by the EU ETS, the drop in emissions was also due to emission reduction measures undertaken by installations in reaction to the robust carbon price which prevailed for most of 2008 before the onset of the recession.
While the EU ETS had previously covered only emissions of carbon dioxide (CO2), from 2008 onwards it also includes emissions of nitrous oxide from the production of nitric acid in the Netherlands and in Norway.

Fewer installations but expanded scope
The number of installations with open accounts, i.e. those participating in the system, was 11,359 in 2008, which is 213 fewer than in 2007. This reduction resulted from the application of a rule that took many smaller installations out of the system.
Despite this, the volume of emissions covered by the EU ETS expanded to activities with emissions amounting to around 50 million tons of CO2-equivalent last year due to Member States adopting a more harmonised interpretation of definitions of activities covered. In addition, Iceland, Liechtenstein and Norway joined the EU ETS in 2008 (although at present no installations in Iceland are covered).

High level of compliance
Of all the installations participating in the scheme last year, 0,9% did not surrender the required quantity of allowances by the deadline of 1 May 2009. These installations are typically small and together they account for less than 0,5% of all emission allocations in the EU.
2,2% of the installations, accounting for 0,1% of all emission allocations in the EU failed to submit verified emissions for the year 2008 before 1 May 2009.

Limited use of credits
Last year it was possible for the first time for installations to surrender emission credits generated through the Kyoto Protocol’s flexible mechanisms[1] in order to offset part of their emissions. CERs accounted for 3.9% of all surrenders. 41% of these originated in China, 31% in India, 15% in South Korea and 7% in Brazil, with a further 14 countries of origin accounting for the remaining 5%. ERUs accounted for only 0.002% of all surrenders. The combined CER and ERU surrenders in 2008 used up only roughly 6% of the approximately 1.4 billion credits that are allowed over the 2008-2012 trading period. 92% of the surrenders were allowances which had been given to installations for free while the remaining 4.1% of surrenders were of allowances either purchased in auctions or free allowances allocated for 2009.

Total surrenders for 2008 were 2.075.245.163 allowances (100%)
- CERs and ERUs accounted for 81.717.146 allowances (3,9%)
- 2008 free allowances accounted for 1.908.402.867 (92%)
- 2009 allowances or allowances purchased at auction are estimated to be around 85.125.150 allowances (4,1%)

Background
The second trading period of the EU ETS began on 1 January 2008 and runs for five years until 31 December 2012. This period coincides with the period during which industrialised countries must meet their Kyoto Protocol emission targets. The EU ETS will be substantially reformed for the third trading period, which will start on 1 January 2013 and run until 2020. The legislation revising the Emissions Trading Directive was adopted as part of the EU climate and energy package on 23 April 2009 (IP/09/628).
Under the EU ETS, installations are required to submit their verified emissions data for each year to Member State registries. For 2008 this data became publicly available on the Community Independent Transaction Log (CITL) on 1 April 2009. From 15 May onwards the CITL also displays compliance data, with information on whether installations have complied with their obligations to surrender an amount of allowances equal to last year's verified emissions.

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Eurelectric fordert Flexibilität bei Erneuerbaren, 11.05.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Der Verband der europäischen Stromindustrie „Eurelectric“ sieht das EU-Ziel zum Ausbau Erneuerbarer Energien auf einen Anteil von 20% bis 2020 als sehr ehrgeizig an. „Dieses Ziel ist eine große Herausforderung und wird einige Anstrengungen erfordern“, sagte David Porter, Vorsitzender des Energiepolitischen Ausschusses bei Eurelectric, auf einer Konferenz in Brüssel. Zurzeit beträgt laut Eurelectric der Anteil regenerativer Energien in Europa 16%.
Die europäische Stromwirtschaft sei bereit, im Rahmen ihrer Aufgabe als sicherer und umweltschonender Energielieferant den Ausbau regenerativer Energiequellen voranzutreiben, bekräfttigte Eurelectric. Doch die Kunden könnten aufgrund hoher Subventionen für Ökostrom gezwungen sein, einen Aufpreis für ihren Strom zu bezahlen, warnte Porter. Daher schlug er jetzt vor, die Kooperation zwischen Unternehmen und den EU-Ländern zu verstärken, um gemeinsam die energie und klimapolitischen Ziele der EU zu erreichen.
Da jedes EU-Land sein eigenes Ziel für Erneuerbare Energien im Rahmen des europäischen Gesamtzieles von 20% hat, werden einige Mitgliedsstaaten nach Einschätzung von Eurelectric ihre Ziele nicht alleine mit der einheimischen Erzeugung erreichen können. Porter forderte ein entsprechendes System oder ein Verfahren auf EU-Ebene, um die Kooperation in diesem Bereich zu vereinfachen. „Wenn wir eine vollständige Flexibilität beim Handel mit Strom aus Erneuerbaren Energiequellen in Europa haben, um die EU-Ziele zu erreichen, können wir bis 2020 jährlich bis zu 17 Mrd EUR einsparen“, erklärte Porter in Brüssel. Er zielt dabei auf den Zukauf von Zertifikaten zum Nachweis von Ökostrom ab - ähnlich wie bei dem Handel mit CO2-Emissionszertifikaten.

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Michael Müller: Wirtschaftskrise als Chance für den Kampf gegen die globale Erderwärmung nutzen, 05.05.2009
Berlin (BMWi) -
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller hat zum Auftakt der Berliner Energietage mehr Anstrengungen in der Klimapolitik gefordert: "Wenn wir jetzt konsequent auf erneuerbare Energien und auf Energieeffizienz setzen, kann die gegenwärtige Wirtschaftskrise eine Chance im Kampf gegen den Klimawandel werden."
"Neueste wissenschaftliche Studien zeigen: Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren! Um gegenzusteuern, müssen wir den Energie- und Ressourcenverbrauch deutlich senken und die erneuerbarer Energien massiv ausbauen. Alle Akteure müssen ihren Beitrag leisten, damit Deutschland aus der Wirtschaftskrise deutlich gestärkt hervorgeht. Grundbedingung für eine wachsende Ökonomie, für Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt ist, dass dies mit immer weniger Einsatz von Ressourcen und Energie einhergeht. Energieeffizienz ist Zukunftssicherung. Sie fördert Innovation, erschließt neue Wirtschaftsfelder, schafft zugleich dauerhaft neue, wettbewerbsfähige Arbeitsplätze und ist Garant für eine sichere Energieversorgung", sagte Michael Müller.
Die Berliner Energietage sind die zentrale Leitveranstaltung auf dem Gebiet der Energieeffizienz in Deutschland. Das Bundesumweltministerium ist auch in diesem Jahr wieder Mitveranstalter. Die Auftaktveranstaltung bestritt das Bundesumweltministerium zum Thema "Energieeffizienz – Chance und Herausforderung für den Klimaschutz in Deutschland".

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CARBON EXPO 2009 the global event for the carbon market, 30.04.2009
Köln -
All five continents represented and participants from 120 countries. The carbon market is a global market. As a consequence carbon abatement solutions are a worldwide topic as the challenge to reduce emissions can be solved internationally only. Therefore a global platform where the carbon market players meet each other, make deals and inform themselves about the latest developments in the greenhouse gas (GHG) market and related politics is indispensable. From May 27th through 29th, 2009, CARBON EXPO 2009 — the leading global Trade Fair & Conference for emissions trading and carbon abatement solutions — will again be presenting the total value chain for a well-functioning emissions trading market. This is the global event where all the main greenhouse gas (GHG) market players come together in Barcelona, Spain. The organizers, the World Bank, the International Trading Emissions Association (IETA), Fira Barcelona and Koelnmesse, are expecting around 300 exhibitors from all continents and 3,500 participants from 120 countries. With a thematic focus “Cities & Carbon Finance” there will be a CARBON EXPO Urban Pavilion for the first time this year. Additionally, following the success of their joint stands over the past years, Spain, Germany, the United Kingdom and Japan will once again have their own pavilion.
Furthermore, developing countries from East Asia & Pacific, South Asia, Middle East & North Africa, Africa and Latin America & the Caribbean will also be showcased. The CARBON EXPO trade fair will host an Urban Pavilion this year in collaboration with relevant local governments as well as through supporting organizations United Cities and Local Governments (UCLG) and Local Governments for Sustainability (ICLEI). Exhibits will showcase the work being done in cities with carbon finance and demonstrate different sectoral possibilities for GHG emission reductions in cities. As part of the urban pavilion, opportunities will be provided to exchange information and knowledge—for one-to-one interactions between experts on specific topics and prospective developers, private sector technology providers and other stakeholders.
The Spanish Climate Change Office (OECC), together with ICEX (Spanish Institute for Foreign Trade) has traditionally provided an outstanding pavilion at CARBON EXPO in Cologne, shared by the Spanish Government and relevant Spanish companies developing their activities in the area of climate change and carbon markets. For the first Carbon Expo in Spain, Spanish companies, Autonomical Governments and the Spanish Government will play an especially prominent role. Power companies, traders, designated operational entities, consultants and a number of Spanish administrations will be present in the exhibition area, and they will be also participating in the conference program, reflecting Spain’s influence in this field. It should be noted that Spain has strongly supported the role of flexible mechanisms as a key tool to promote technology transfer and the implementation of mitigation initiatives, and its private companies are among the most active ones in the carbon markets.
The UK Climate Change Projects Office (CCPO) has traditionally staged a ‘UK Pavilion’ at Carbon Expo. In May 2009 it will once again bring together a host of UK companies with unparalleled climate change experience offering a wide variety of carbon market services including project developers and financiers, carbon offset providers, carbon managers and carbon news agencies and research organisations, in Barcelona. As the carbon market evolves CCPO is encouraging debate to focus not only on the immediate business prospects under the Kyoto Mechanisms but looking to wider carbon market business activities. This includes carbon foot printing, legal and other services where the UK also has expertise, as well as considering the opportunities that different mechanisms and market solutions could offer following a post 2012 international climate change agreement.
For the third year since 2007, the Japan International Cooperation Agency (JBIC) is organizing a Pavilion at CARBON EXPO, this time in Barcelona, along with Japanese investors, technology suppliers and the Tokyo Metropolitan Government. JBIC aims to introduce various Japanese technologies for energy efficiency and renewable energy and provide information on the Japanese Market including demand, pricing and its trading system. JBIC believes that technology is a key driver for the transition to a low carbon society and its partners will show Carbon Expo participants their experience and new proposals. Also Japan has a domestic carbon market and initiatives to offset carbon footprint. JBIC will introduce and exchange views about the future of the global and domestic markets and key factors including CCS, forest carbon and carbon finance.
In 2009 the German Federal Environment Ministry (BMU) and the German Emissions Trading Authority (DEHSt) will continue their successful initiative of staging a "German Pavilion" at CARBON EXPO—this year in Barcelona. The German Pavilion has been one of the largest group exhibitors. This year, nine companies and institutions will present under one roof the vast spectrum of German technology and services available for climate protection. The combined presence of German companies presents the visitor with the variety of high-quality German offerings available on the CO2 market for emissions trading and for participation in the project-based mechanisms Joint Implementation (JI) and Clean Development Mechanism (CDM).

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Gabriel sieht nach Treffen in Washington frischen Wind für Klimaverhandlungen, 30.04.3009
Berlin (BMU) -
Nach seinem dreitägigen USA-Besuch sieht Bundesumweltminister Sigmar Gabriel frischen Wind für die internationalen Klimaschutzverhandlungen. "Die neue Regierung unter Präsident Obama hat in punkto Klimaschutz eine 180-Grad-Wende vollzogen. Nach acht langen Jahren des Schweigens und der Passivität sind die USA wieder ein konstruktiver Partner bei den Klimaschutzverhandlungen", sagte Gabriel nach seiner Rückkehr. Auf dem zweitägigen Klimaschutz-Treffen in Washington, an dem auf Einladung von Präsident Obama die 16 Staaten mit den höchsten Treibhausgas-Emissionen teilnahmen, habe die amerikanische Regierung keinen Zweifel daran gelassen, dass sie sich ihrer Verantwortung beim Klimaschutz stellen wolle. "Obwohl bei dem Treffen noch keine wesentlichen Fortschritte in der Sache erzielt wurden, hat die sehr intensive, offene und vertrauensvolle Diskussion den internationalen Klimaverhandlungen frischen Wind gegeben."
Gabriel hatte als Vertreter der Bundesregierung an der zweitägigen Veranstaltung im US-Außenministerium teilgenommen und war am Rande des Treffens als erster deutscher Fachminister mit dem neuen amerikanischen Präsidenten zusammengetroffen. Obama habe deutlich gemacht, dass er die Ergebnisse der Klimaforschung uneingeschränkt akzeptiere und auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen Ende dieses Jahres ein rechtsverbindliches Klimaschutzabkommen erreichen wolle, so der Bundesumweltminister. "Beide Positionen waren unter der Vorgängerregierung völlig undenkbar."
Gabriel begrüßte, dass die USA bei dem Treffen in Washington zum ersten Mal eigene Vorschläge zur Emissionsminderung vorgelegt hätten. Allerdings sei Vieles daran noch recht allgemein und liege deutlich unter dem von der Wissenschaft vorgegebenen Anspruchsniveau. Der Interstaatliche Wissenschaftliche Klimarat IPCC fordert von den Industriestaaten, ihre Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent unter den Stand von 1990 zu bringen. Die EU hat sich dementsprechend zu 30 Prozent Minderung verpflichtet, Deutschland sogar zu 40 Prozent Reduktion. Obama hatte demgegenüber angekündigt, die US-Emissionen bis 2020 auf das Niveau von 1990 zurückführen zu wollen. Die derzeit im US-Kongress beratene Gesetzesinitiative sieht eine Reduktion von 6 bis 7 Prozent unter das Niveau von 1990 vor.
Gabriel: "Das zeigt, dass die Führungsrolle im Klimaschutz nach wie vor bei uns Europäern liegt. Aber wir würden sie lieber heute als morgen mit den Amerikanern teilen." Der Politikwechsel in den USA mache allerdings auch den Blick frei auf andere Industrieländer, die bisher weitgehend regungslos im Schatten der amerikanischen Position versteckt haben. „Auch Russland, Japan, Kanada, Australien und andere müssen ihrer Verantwortung gerecht werden", so Gabriel.
Auf Einladung Frankreichs soll im Mai dieses Jahres in Paris ein weiteres Treffen der Major Economies stattfinden. Dort sollen auch Mandate für die internationale Zusammenarbeit in einigen Schlüsseltechnologien vorbereitet werden, etwa bei Energieeffizienz, Elektromobilität und Bioenergie.

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Machnig: G8-Staaten müssen Krise für eine umweltgerechte Neuausrichtung der Wirtschaft nutzen, 27.04.2009
Wirtschaftswachstum durch besseren Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt
Berlin (BMU)
- Angesichts der Wirtschaftskrise muss die G8 mehr denn je ihrer Führungsrolle auch in ökologischen Fragen gerecht werden. Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig, der im italienischen Siracusa die deutsche Delegation leitete, sagte heute: "Im Umweltschutz gibt es ein immenses Potenzial für Wirtschaftswachstum und eine kohlenstoffarme - und damit umweltfreundlichere - Zukunft. Grüne Investitionen sind die zentrale Antwort auf die Wirtschafts- und Klimakrise." Notwendig seien mutige und klare Entscheidungen für ein starkes Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll in Kopenhagen. Hierzu gehören eine langfristige Vision zur globalen Minderung des Treibhausgas-Ausstoßes, ehrgeizige Mittelfristziele, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, eine gesicherte Klimafinanzierung und Technologiekooperation mit den Entwicklungsländern. Machnig: "Diese Punkte des Bali-Aktionsplans sorgen für die notwendigen klaren Investitionsbedingungen, die auch die Wirtschaft braucht. Die Zeit des Taktierens ist vorbei."
Grundlegend ist für Machnig ein klares Bekenntnis: "Die Wissenschaft zeigt deutlich: Nur wenn wir den Klimawandel unter 2°C halten, lassen sich die schlimmsten Auswirkungen vermeiden. Es liegt in unserer Verantwortung, alles dafür zu tun, dass wir dies schaffen." Das setze unter anderem voraus, dass spätestens 2020 der globale Ausstoß an CO2 deutlich abnimmt und alle Staaten ihren Beitrag leisten, das Ziel zu erreichen.
Zu dem Umweltministertreffen der G8 (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, USA, Kanada, Russland, Japan) waren auch die Ressortchefs der großen Schwellenländer China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika eingeladen. Daneben nahmen Indonesien, Australien, Ägypten, Südkorea, Dänemark als Ausrichterin der Kopenhagener Klimakonferenz sowie Tschechien als derzeitige und Schweden als nachfolgende EU-Ratspräsidentschaft teil. Das Ergebnis der Tagung dient der Vorbereitung des G8-Gipfels der Staats- und Regierungschefs, der vom 8. bis 10. Juli im vom Erdbeben betroffenen L’Aquila stattfinden wird.
Themenschwerpunkte waren die angesichts des Klimawandels notwendige Entwicklung hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft, der Weg zu einem erfolgreichen Abschluss eines Klimaabkommens für die Zeit nach 2012 in Kopenhagen, der Erhalt der biologischen Vielfalt sowie Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit von Kindern.
Bei der Biodiversität setzte sich die deutsche Delegation bei den Verhandlungen der "Siracusa Carta" für aussagekräftige Botschaften zu den wichtigen Themen der deutschen Präsidentschaft des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) ein. Erstmals im G8 Rahmen bestand Einigkeit, die Verhandlungen zu einem internationalen Regime für den fairen Zugang zu biologischen Ressourcen und deren Nutzung (Access and Benefit Sharing, ABS) bis 2010 abzuschließen. Machnig: "Wir brauchen in der internationalen Biodiversitätspolitik. Ziele, die wissenschaftlich fundiert und überprüfbar sind. Ganz klar muss der ökonomische Wert der vielseitigen Leistungen der Natur herausgestellt werden. Wie beim Klimaschutz sollte es ein internationales unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium zur Politikberatung geben, das bis 2010, dem Jahr der internationalen Biodiversität, eingerichtet sein sollte."

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Erneuerbare Energien weiter auf Wachstumskurs - Gabriel: Zugpferd für Klimaschutz und Beschäftigung, 26.04.2009
Berlin (BMWi) -
Die erneuerbaren Energien haben auch 2008 einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz geleistet: Nach den jüngsten offiziellen Erhebungen konnten mit der Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien rund 112 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids vermieden werden - davon allein rund 56 Millionen Tonnen durch die vergütete Stromproduktion nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Insgesamt sind in dieser Branche im vergangenen Jahr in Deutschland knapp 29 Milliarden Euro umgesetzt worden. Mit diesen Zahlen bestätigte die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) ihre ersten Abschätzungen zu Jahresbeginn.
Der AGEE-Stat gehören neben dem Bundesumweltministerium unter anderem auch das Wirtschafts- und das Landwirtschaftsministerium sowie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) an; die Leitung hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).
Die Arbeitsplätze in diesem Bereich erhöhten sich von rund 250.000 im Jahr 2007 auf rund 280.000 im vergangenen Jahr. Dies ergibt eine weitere Studie zur Beschäftigung durch die erneuerbaren Energien für das Bundesumweltministerium, die das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter Beteiligung des DIW, des ZSW und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) erstellt hat.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Die Zahlen belegen eindrucksvoll: Die erneuerbaren Energien sind ein Zugpferd für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und zukunftsfeste Arbeitsplätze. Wir sind mit dem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien klima- und industriepolitisch auf dem richtigen Weg. Auch in Zeiten der Finanzkrise wird hier weiter investiert dank der guten gesetzlichen Regelungen wie dem EEG, auf deren Basis auch im Jahr 2009 Kredite vergeben werden."
Demnach haben die erneuerbaren Energien einen Anteil von 9,7 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch von Deutschland. Davon entfallen 14,8 Prozent auf den Bruttostromverbrauch, 7,7 Prozent auf den Wärmeverbrauch und 6,1 Prozent auf den Kraftstoffverbrauch. Die Substitution des Stroms aus konventionellen Kraftwerken durch die einzelnen Sparten der erneuerbaren Energien und die daraus resultierende CO2-Minderung wurden in einem aktuellen Sondergutachten ermittelt.

Stand Entwicklung der erneuerbare Energien (EE) in Deutschland im Jahr 2008 (validierte Daten):
- Anteile EE am gesamten Endenergieverbrauch(1): 9,7%
- Anteil EE-Strom am gesamten Bruttostromverbrauch: 14,8%
- Anteil EE-Wärme am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme(2): 7,7%
- Anteil EE am gesamten Kraftstoffverbrauch(3): 6,1%
- Anteil EE am gesamten Primärenergieverbrauch
 berechnet nach der Wirkungsgradmethode: 7,1%
 berechnet nach der Substitutionsmethode: 9,7%
- durch EE vermiedene CO2-Emissionen(4): rd. 112 Mio. t
 davon durch EEG vergütete Strommenge: rd. 56 Mio. t

Gesamtumsatz aus EE: ca. 28,7 Mrd. € davon:
- Umsatz aus Errichtung von Anlagen: ca. 13,1 Mrd. €
- Umsatz aus dem Betrieb von Anlagen: ca. 15,6 Mrd. €

Beschäftigte im EE-Bereich(5): rd. 278.000

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Kommission begrüßt Annahme des Klima- und Energiepakets, 25.04.2009
Brüssel (EU)
- Die Europäische Kommission begrüßt die heute erfolgte formelle Annahme des Klima- und Energiepakets und der damit verbundenen Rechtsvorschriften, die auf eine Verringerung der CO2-Emissionen aus neuen Kraftfahrzeugen und Verkehrskraftstoffen abzielen. Die im Dezember beschlossenen Maßnahmen werden Europa die Entwicklung zu einer Wirtschaft mit niedrigem Kohlenstoffeinsatz ermöglichen und die Energiesicherheit erhöhen. Das Paket enthält rechtsverbindliche Zielvorgaben, nach denen die Treibhausgasemissionen bis 2020 auf 20 % unterhalb des Niveaus von 1990 gesenkt und der Anteil erneuerbarer Energiequellen - ebenfalls bis 2020 - auf 20 % erhöht werden soll. Außerdem wird es der EU bei der Verwirklichung ihres Ziels helfen, die Energieeffizienz im selben Zeitraum um 20 % zu steigern. Mit diesem Paket ist Europa die weltweit erste Region, die derart weitreichende rechtsverbindliche Klima- und Energiezielvorgaben umsetzt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung eines ehrgeizigen internationalen Klimaschutzübereinkommens auf der UN-Klimakonferenz im Dezember geleistet.
Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte: „Heute haben wir eine Einigung über eine der wichtigsten Prioritäten der gegenwärtigen Kommission erzielt. Das Energie- und Klimawandelpaket beweist, dass Europa in der Lage ist, zum Wohle seiner Bürger zu handeln. Zusammen mit der gestrigen Einigung über die Stärkung des EU-Energiebinnenmarkts haben wir einen wichtigen Schritt getan, um die Energieeffizienz und -sicherheit zu erhöhen und Europas Position im Hinblick auf ein neues internationales Klimaschutzübereinkommen gegen Jahresende zu stärken.“
Mit dem Paket werden die Selbstverpflichtungen der EU-Staats- und Regierungschefs eingelöst, die Treibhausgasemissionen bis 2020 auf mindestens 20 % unter das Niveau von 1990 zu senken und den Anteil erneuerbarer Energiequellen am Energieverbrauch im selben Zeitraum um 20 % zu erhöhen. Außerdem trägt es zur angestrebten Verbesserung der Energieeffizienz um 20 % bei.
Das Paket schafft die Grundlage für eine Erhöhung der Emissionsreduktionen (von 20 % auf 30 %) im Kontext eines befriedigenden internationalen Klimaschutzübereinkommens, in dessen Rahmen auch andere Industrie- und Entwicklungsländer einen angemessenen Beitrag zur Begrenzung der globalen Emissionen leisten. Das internationale Übereinkommen soll im Dezember auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen geschlossen werden.

Das Klima- und Energiepaket umfasst vier Rechtstexte:
- eine Richtlinie zur Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems (EU-EHS), das rund 40% der Treibhausgasemissionen in der EU abdeckt;
- eine Entscheidung über die „Lastenverteilung“, die verbindliche einzelstaatliche Zielvorgaben für nicht unter das EU-EHS fallende Emissionen vorgibt (siehe Anhang);
- eine Richtlinie mit verbindlichen einzelstaatlichen Zielvorgaben für die Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energiequellen am Energiemix (siehe Anhang);
- eine Richtlinie zur Schaffung eines Rechtsrahmens für den sicheren und umweltverträglichen Einsatz von Technologien für die CO2-Abscheidung und -Speicherung.

Das Paket wird durch zwei weitere gleichzeitig beschlossene Rechtsakte ergänzt:
- eine Verordnung, nach der die CO2-Emissionen aus neuen Personenkraftwagen von 2012 bis 2015 schrittweise auf durchschnittlich 120 g/km und bis 2020 weiter auf 95 g/km gesenkt werden müssen. Diese Maßnahme allein wird mehr als ein Drittel der Emissionsreduktionen bewirken, die in den nicht unter das EU-EHS fallenden Sektoren erforderlich sind;
- eine Überarbeitung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie, nach der die Kraftstofflieferanten die Treibhausgasemissionen aus der Produktionskette bis 2020 um 6 % reduzieren müssen.
Die nächsten Schritte:
Die sechs Rechtsakte treten 20 Tage nach der für Mai erwarteten Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

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CARBON EXPO a Timely Opportunity for Developing Countries, 14.04.2009
Barcelona (Carbon EXPO) -
CARBON EXPO 2009 provides perfect showcase for CDM / JI host countries
With a carbon market worth more than US$120 billion, developing countries are looking to CARBON EXPO as a platform to showcase their greenhouse gas reduction projects. CARBON EXPO 2009, the world’s leading Trade Fair and Congress for emissions trading, carbon abatement solutions and new  Technologies, is jointly organised by The World Bank, the International Emissions Trading Association (IETA), Fira Barcelona and Koelnmesse, and will take place from May 27th to 29th in Barcelona,  pain. “Since its inception in 2004, CARBON EXPO has been THE annual milestone for supply side players involved in fostering and promoting the CDM/JI market across countries and regions,” said Martha Castillo, former Head of the Colombian Climate Change Mitigation Office and current Senior Carbon Finance Specialist at the Andean Development Bank, CAF. “CARBON EXPO has consistently provided national CDM agencies, investment promotion offices, local project developers and buyers from around the world with a premier forum for knowledge sharing on carbon policy and practice, and an effective marketplace for carbon business solutions. We are looking forward to use this global hub to the carbon market networks again,” Castillo added, “especially in this critical year when it is most important to have a good understanding of the market and its perspectives.”
Despite the impact of the financial crisis and the uncertainty around the post-2012 carbon market, the carbon market is expected to grow by more than 20% in 2009. CARBON EXPO 2009 will showcase developing country projects under the CDM and discuss opportunities in the CDM market and in the post-2012 world that could see carbon finance moving into programs and sectors—scaling up from individual projects to sector-wide, programmatic interventions, like energy efficiency, transportation and creating urban carbon assets. “Apart from the market opportunities for developing countries, CARBON EXPO ’09 will set the scene for constructive discussion about the lessons learned from the carbon markets and particularly from the CDM,” said Luis Santos from the Ministry of Environment of Uruguay. “We will meet at the end of this year in Copenhagen to discuss the future of the current climate change regime. CARBON EXPO will help us prepare. The ’09 conference and workshops will let us listen to the different views from governments, regulators and private sector representatives, both from developed and developing countries.” CARBON EXPO 2009 will also explore broadening carbon finance in developing countries beyond the sector of land use, land-use change and forestry, to the possibilities that will exist in reducing emissions from deforestation and forest degradation.
“As in previous years, the World Bank will sponsor delegations from more than 60 developing countries and countries with economies in transition to attend CARBON EXPO in Barcelona and participate in the Expo’s regional pavilions, side events and panel discussions,” said Konrad von Ritter, Manager at the World Bank Institute. “It is one way in which the World Bank is actively helping developing countries to explore CDM opportunities. This is where the real business of selling emission reductions can happen under one roof and it is the one-stop shop concept that makes this platform a critical meeting place for both buyers and sellers of greenhouse gas emission reductions from around the world.” All these topics and many more will be addressed and discussed within the framework of the CARBON EXPO 2009 Conference Program, which will feature debates, case studies and leadership sessions providing an in depth overview of the status of the global carbon market and international negotiations. With over 250 speakers, the Conference Program will be articulated around nine high level plenary sessions, 28 interactive workshops and 55 exhibitor side events. Now in its 6th edition, this international Trade Fair & Conference taking place 27-29 May, 2009 in Barcelona, Spain, will gather over the three days 3,500 participants from 120 countries, around 300 exhibitors and over 200 accredited journalists from more than 30 countries.

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Deutschland hat 22 Mio t zu viel CO2 emittiert, 06.04.2009
DESSAU-ROSSLAU (Dow Jones)-
Die emissionshandelspflichtigen Anlagen haben in Deutschland im vergangenen Jahr mehr CO2 ausgestoßen als ihnen zugebilligt wurde. Dies teilte das Umweltbundesamt (UBA) anlässlich der Veröffentlichung der verifizierten Emissionsmengen für 2008 mit. Die 1.659 Anlagen, die in Deutschland dem Emissionshandel unterliegen, hätten im vergangenen Jahr 473 Mio t CO2 emittiert – nach Maßgabe des Nationalen Allokationsplans (NAP) werden ihnen in der aktuellen zweiten Handelsperiode (2008 bis 2012) jährlich für 451 Mio t Emissionsberechtigungen (EUAs) zugeteilt. Damit ergibt sich eine EUA-Fehlmenge von 22 Mio t. „Die Zahl der ausgegebenen Zertifikate ist damit erstmals geringer als die Emissionen der Anlagen“, heißt es in der Mitteilung des UBA. „Nachdem es in der ersten Handelsperiode 2005 bis 2007 zu viele Zertifikate am Markt gab, steigt nun der Anreiz für technische Minderungsmaßnahmen, um anlagenspezifisch CO2 einzusparen“, sagte Hans-Jügen Nantke, Leiter der Deutschen  Emissionshandelsstelle (DEHSt) im UBA. Bis zum 30. April 2009 haben die Betreiber nun Zeit, die entsprechende Menge an Berechtigungen für die Emissionen ihrer Anlagen auszugleichen.

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Bundesumweltministerium warnt vor Abzocke mit Rechnungen für "CO2-Beiträge", 03.04.3009
Berlin (BMU) -
In den letzten Tagen sind offenbar bei einigen Unternehmen Briefe eines "Deutschen Instituts für Umwelt und Gewerbe" eingegangen, in denen vorgeblich über Klimaschutzmaßnahmen informiert wird. Den Schreiben sind Rechnungen über 130,90 Euro beigefügt, die für "Beiträge CO2" zu entrichten sein sollen.
Dazu erklärt ein Sprecher des Bundesumweltministeriums:
"Es handelt sich hier um üble Abzocke. Weder das Bundesumweltministerium noch sonstige öffentliche Stellen stehen in irgendeiner Beziehung zu dem 'Institut'. Wir können allen angeschriebenen Unternehmen nur empfehlen, die Briefe zu ignorieren. Das Bundesumweltministerium hat alle erforderlichen rechtlichen Schritte eingeleitet, um diese Masche zu beenden.
Es ist nicht hinnehmbar, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen, die anscheinend bevorzugte Adressaten dieses Briefes sind, verunsichert werden. Hier wird ein ganz übles Spiel mit denen getrieben, die sich für den Klimaschutz einsetzen wollen."

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Klimawandel: EU muss sich auf die Auswirkungen vorbereiten, 01.04.2009
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission hat heute ein Weißbuch vorgestellt, das Maßnahmen aufzeigt, mit deren Hilfe sich die EU besser auf den Klimawandel einstellen kann. Denn nach neuesten Erkenntnissen ist damit zu rechnen, das sich die Auswirkungen des Klimawandels schneller und stärker bemerkbar machen, als im Bericht des Weltklimarats von 2007 vorhergesagt. Europa kann sich diesen Folgen nicht entziehen und muss sich deshalb darauf vorbereiten, mit ihnen umzugehen. Dem Weißbuch zufolge werden sich die Folgen des Klimawandels je nach Region unterschiedlich auswirken, was bedeutet, dass die meisten Anpassungsmaßnahmen auf nationaler oder regionaler Ebene getroffen werden müssen. Der Regelungsrahmen der Kommission besteht aus einem zweistufigen strategischen Konzept zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der EU, das die Maßnahmen der Mitgliedstaaten durch einen integrierten und koordinierten Ansatz ergänzt.
Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas: „Das Ausmaß des Klimawandels wird von Jahr zu Jahr größer und beunruhigender. Wir müssen uns anstrengen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren, aber selbst wenn wir die Emissionen soweit eindämmen, wie wir uns vorgenommen haben, ist ein gewisser Grad an Klimawandel unabwendbar. Deshalb müssen wir jetzt mit den Regierungen, den Unternehmen und den Gemeinden an einer umfassenden Anpassungsstrategie für die EU arbeiten und dafür sorgen, dass die Anpassung in die wichtigsten EU-Politiken einbezogen wird."
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel ergänzte: „Die europäische Landwirtschaft wird die ganze Wucht des Klimawandels zu spüren bekommen. Die Landwirte müssen die Probleme, die auf sie zukommen, genau verstehen. Deshalb sollte eine Diskussion darüber in Gang gebracht werden, mit welchen Schritten unseren Landwirten bei der Anpassung geholfen werden kann. Insbesondere sollten Maßnahmen getroffen werden, die wir im Nachhinein nicht bedauern, also Maßnahmen, die unabhängig von der klimatischen Entwicklung wirtschaftliche und ökologische Vorteile bringen. Dies sind die Kernpunkte des Papiers zu Landwirtschaft und Klimawandel, das heute in Ergänzung zum Weißbuch angenommen wurde."
EU-Gesundheitskommissarin Androula Vassiliou stellte fest: „Mit der Veränderung der Klimamuster kommt der stärkeren Überwachung der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze besondere Bedeutung zu. Außerdem müssen die Gesundheitsbehörden extreme Wetterbedingungen künftig in ihre Notfallplanung einbeziehen. Zudem müssen wir dafür sorgen, dass die Auswirkungen des Klimawandels auf gefährdete gesellschaftliche Gruppen untersucht werden. Zur Erreichung dieser Ziele ist eine internationale Zusammenarbeit unerlässlich."
Joe Borg, EU-Kommissar für Fischerei und maritime Angelegenheiten, fügte hinzu: „Die europäischen Küsten- und Meeresgebiete sind die ersten, die vom Klimawandel betroffen sind. Wir müssen uns vorbereiten, um die bevorstehenden Herausforderungen wie steigende Meeresspiegel, Überschwemmungen von Küstengebieten oder die Auswirkungen auf den Küstentourismus sowie auf Häfen und Schifffahrt, aber auch auf die Fischerei zu bewältigen. Wir können die Bedeutung der Küsten-Ökosysteme für unsere Wirtschaft nicht von der Hand weisen. Heutzutage leben etwa 50 % der europäischen Bevölkerung in Küstengebieten. Deshalb sind Anstrengungen zur Anpassung an den Klimawandel dringend erforderlich."

Ein Aktionsrahmen
In den nächsten 50 Jahren wird der Klimawandel wahrscheinlich tiefgreifende Auswirkungen auf so wichtige Wirtschaftszweige wie Landwirtschaft, Energie, Verkehr, Ökosysteme, Tourismus und Gesundheit haben. Außerdem werden Privathaushalte, Unternehmen und bestimmte gesellschaftlichen Gruppen wie insbesondere ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Haushalte mit niedrigem Einkommen betroffen sein.
Das Weißbuch gibt einen Aktionsrahmen vor, innerhalb dessen sich die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten können. Die erste Phase der Strategie läuft bis 2012 und schafft die Grundlage für eine umfassende Anpassungsstrategie der EU, die 2013 eingeleitet wird. Sie zielt darauf ab, unsere Kenntnisse über den Klimawandel zu verbessern, mögliche Anpassungsmaßnahmen zu umreißen und zu prüfen, wie sich die Anpassung in die wichtigsten EU-Politiken einbeziehen lässt. Entscheidungen über die bestmögliche Anpassung müssen sich auf fundierte wissenschaftliche und wirtschaftliche Analysen stützen; der Informationsstand und der Zugang zu diesen Informationen sind aber je nach Region sehr unterschiedlich. Im Weißbuch wird auf die Notwendigkeit eines Vermittlungsmechanismus hingewiesen, um Informationen über die Gefahren und Auswirkungen des Klimawandels und bewährte Verfahren im Zusammenhang mit dieser Problematik auszutauschen.
Der Klimawandel wird sich je nach Region unterschiedlich auswirken, wobei Küsten-, Berg- und Überschwemmungsgebiete besonders gefährdet sind. Deshalb müssen die meisten Anpassungsmaßnahmen auf nationaler oder regionaler Ebene getroffen werden. Die Aufgabe der Europäischen Union besteht darin, diese Anstrengungen durch Integrations- und Koordinierungsmaßnahmen zu unterstützen, insbesondere bei grenzübergreifenden oder stark auf EU-Ebene geregelten Fragen und Politiken. Natürlich muss die Anpassung an den Klimawandel im Mittelpunkt aller EU-Politiken stehen. Sie muss aber auch bei der EU-Außenpolitik einen hohen Stellenwert erhalten, damit den am stärksten betroffenen Ländern geholfen und bei entsprechenden internationalen Fragestellungen mit den Partnerländern zusammengearbeitet werden kann.
Außerdem stellt die Kommission heute drei Diskussionspapiere vor, die auf dem Aktionsrahmen des Weißbuchs aufbauen und die Themen Wasser, Küsten- und Meeresgebiete, Landwirtschaft bzw. Gesundheit zum Gegenstand haben.

Anpassung und Eindämmung, zwei Seiten einer Medaille
Die Europäische Union ist entschlossen, schnell zu handeln, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die Eindämmung des Klimawandels durch Verringerung der Treibhausgasemissionen reicht jedoch nicht aus. Denn hier ist kurz- und mittelfristig eine ergänzende Reaktion erforderlich. Es wird davon ausgegangen, dass die Folgen des Klimawandels schwerwiegender sein werden, als bislang angenommen, und unabhängig davon auftreten, welche Maßnahmen zur Eindämmung getroffen werden.
Europa muss sich mit diesen Auswirkungen auseinandersetzen und braucht Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit natürlicher und vom Menschen geschaffener Systeme gegen die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen. In der EU werden zwar Maßnahmen zur Anpassung getroffen, sie werden aber oft isoliert und nur in wenigen Mitgliedstaaten durchgeführt.

Künftige Maßnahmen
Die Kommission wird eine Lenkungsgruppe für die Folgenbewältigung und Anpassung (IASG) einrichten. Diese wird sich aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten zusammensetzen, die am Entwurf nationaler und regionaler Anpassungsprogramme mitwirken, und Stellungnahmen von Vertretern der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft einholen. Unterstützt wird sie durch technische Gruppen u. a. zur Landwirtschaft. Bis 2011 wird die Kommission einen Vermittlungsmechanismus zum Informationsaustausch über die Folgen des Klimawandels einrichten.

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Gabriel: G20 sollen 25 Prozent ihrer Konjunkturmaßnahmen für Klimaschutz nutzen, 01.04.2009
Anlässlich der heutigen Eröffnung des G20-Gipfels in London, bei dem die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise im Mittelpunkt steht, erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:
Berlin (BMU) -
"Wir müssen die Wirtschafts- und die Klimakrise zusammen lösen. Alle G20-Staaten sollten daher im Schnitt mindestens 25 Prozent ihrer Konjunkturmaßnahmen in Umwelttechnologien stecken. Denn Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind vier bis acht mal so beschäftigungsintensiv wie Ausgaben für Öl und Gas und steigern die Wachstumsaussichten von morgen. Vor diesem Hintergrund ist es sehr zu begrüßen, dass England als Gastgeberin des G20-Gipfelsdas Thema "Global Green Recovery" auf die Tagesordnung gesetzt hat."
"Jetzt in der Krise müssen wir genau überlegen, wofür wir jeden Euro ausgeben. Wer in Erneuerbare und Effizienz investiert, reduziert die Energiekosten von morgen - und sichert so langfristig Wirtschaftswachstum und das Klima. Die Staats- und Regierungschefs sollten in London deshalb den britischen Vorschlag eines "Global Green Recovery" unterstützen. Mittelfristig sollten die jährlichen Klimaschutzinvestitionen mindestens 1,5 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts ausmachen."
Hintergrund:
Das Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz nicht nur aus klimapolitischer Sicht, sondern auch aus wirtschaftspolitischer Sicht die richtige Antwort auf die Krise sind, gilt unter Ökonomen als gesicherte Erkenntnis. So kommen das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Fraunhofer Institut (ISI) in ihrer gemeinsamen Studie "Investitionen in ein klimafreundliches Deutschland" zu dem Ergebnis, dass durch eine Rückführung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 netto 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und jährlich 20 Milliarden Euro an Energiekosten ab 2020 eingespart werden. Investitionen in Gebäudesanierung sind demnach achtmal beschäftigungsintensiver als Öl- und Gasimporte desselben Umfangs. Die Studie "Green Recovery" des Center for American Progress (CAP) kommt für die USA zu dem Schluss, dass mit einem 100 Millionen Dollar-Klimaschutzprogramm in den USA 2 Millionen neue Jobs geschaffen werden können, während das Geld im Ölsektor lediglich 500.000 Jobs brächte.
Wissenschaftler wie Lord Nicolas Stern (London School of Economics) und Prof. Edenhofer (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung) fordern, dass die G20 auf dem Gipfel vereinbaren, mindestens 20 Prozent ihrer Konjunkturprogramme für Umweltinvestitionen auszugeben. Verschiedene Studien beziffern die notwendigen Anstrengungen, um das EU-Klimaschutzziel, die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, auf 1 Prozent bis 2,5 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts.
Die HSBC-Bank hat Ende Februar 2009 mit der Studie "A Climate for Recovery" die bekannten Konjunkturprogramme wichtiger Staaten ausgewertet, Edenhofer/Stern haben in ihrer Studie "Towards a Global Green Recovery" vom März 2009 diese Daten mit Blick auf G20-Länder ergänzt. Als grüner Anteil ist die Maßnahme definiert, die zukünftige Entwicklung in Richtung grüner Wirtschaftszweige lenkt. Die Analyse zeigt, dass die G20-Staaten 2009/2010 2,6 Billionen US-Dollar in Konjunkturprogramme stecken werden, wovon 396 Mrd. USD, d.h. 15,2% als "grün" klassifiziert werden. Für Deutschland werden 13,2% der beiden Konjunkturprogramme als "grün" klassifiziert. Deutschland liegt damit an Platz 4 hinter Südkorea (80,5%), China (34,3%) und Frankreich (21,2%). Zu beachten ist hier jedoch, dass im Bereich Erneuerbarer Energien durch das EEG für Erneuerbaren Strom ca. 4,5 Mrd. EUR jährlich an Förderung über die EEG-Umlage erfolgt und somit – im Gegensatz zu anderen Ländern – hier keine zusätzliche Förderung notwendig war.

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Klimaschutz: Treibhausgasemissionen 2008 auf tiefstem Stand seit 1990 Deutschland erreicht sein Kyoto-Ziel, 29.03.2009
Berlin (BMU) -
Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase in Deutschland ist im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um fast 12 Millionen Tonnen gesunken; das ist ein Rückgang um 1,2 Prozent. Die Gesamtemissionen liegen bei 945 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten - und damit im Zielkorridor des Kyoto-Protokolls: Danach muss Deutschland seine jährlichen Treibhausgasemissionen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um 21 Prozent mindern (bezogen auf das Basisjahr 1990). Nach den jetzt vorliegenden Nahzeit-Prognosen des Umweltbundesamtes (UBA) hat Deutschland im Jahr 2008 bereits im ersten Jahr dieses Zielkorridors seine Verpflichtungen erfüllt und 23,3 Prozent Minderung erreicht.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Selbst wenn man unterstellt, dass vermutlich 1 bis 2 Prozentpunkte dieses Rückgangs der Wirtschaftskrise geschuldet sind, so belegen die neuen Zahlen doch, dass unsere Klimaschutzpolitik greift. Deutschland ist Vorreiter beim Klimaschutz und hat die Kyoto-Ziele bereits drei Jahre vor der Ziellinie erreicht. Um die nun bis 2020 notwendigen Minderungen zu erreichen, müssen wir den bewährten Kurs mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz fortsetzen und verstetigen."
Den größten Anteil am deutlichen Rückgang haben die Kohlendioxid-Emissionen: Sie sanken um 9,4 Millionen Tonnen (minus 1,1 Prozent). CO2 trug 2008 etwa mit 88 Prozent zur deutschen Treibhausgasbilanz bei. "Grund für die geringeren CO2-Emissionen ist vor allem die gesunkene Nachfrage nach Stein- und Braunkohle. Gleichzeitig kamen vermehrt emissionsärmere Energieträger - wie Erdgas und zunehmend erneuerbare Energien - zum Einsatz", sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). Er rief gleichzeitig dazu auf, mit dem Klimaschutz auch in der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht nachzulassen: "Wir sollten uns auf dem Erreichten nicht ausruhen: Gerade jetzt sollten wir uns fit für die Zukunft machen - und auf Techniken setzen, die die Klimagas-Emissionen weiter senken", so Troge.
Beachtlich ist, dass die CO2-Emissionen um 1,1 Prozent sanken, obwohl der Primärenergieverbrauch 2008 in Deutschland um etwa 1 Prozent stieg. Ursache ist ein starker Entkopplungstrend: Während mehr flüssige Brennstoffe - vor allem leichtes Heizöl - eingesetzt wurden, gab es vor allem gegen Jahresende deutliche Absatzrückgänge bei den übrigen Brennstoffen - wie Steinkohle und Braunkohle. Letztere verursachen höhere Treibhausgasemissionen. Unternehmen und Privathaushalte setzten Erdgas ein, um Strom zu erzeugen und Räume zu beheizen. Kohle spielte hingegen im Kraftwerkssektor und in der Eisen- und Stahlindustrie eine abnehmende Rolle: Der Einsatz von Steinkohle sank um rund 7 Prozent und der von Braunkohle um etwa 3,5 Prozent gegenüber 2007.
Die CO2-Emissionen folgten diesem Trend: Zuwachs bei den Mineralölen 12,7 Millionen Tonnen, Rückgänge bei Erdgas (minus 1,8 Millionen Tonnen), bei Steinkohlen (minus 11,9 Millionen Tonnen) und bei Braunkohlen (minus 6,5 Millionen Tonnen CO2).
Der weitere Ausbau erneuerbarer Energieträger sorgte ebenfalls für Entlastung an der Klimafront. Sie ersetzen immer mehr klimaschädliche, fossile Energieträger. Erneuerbare Energien decken nun 7,4 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs. Das ist ein Plus gegenüber 2007 von 7,3 Prozent.
Die Gesamtemissionen an Methan blieben 2008 insgesamt unverändert. Die Abfallbehandlung senkte ihre Emissionen um fünf Prozent. In der Tierhaltung stiegen dagegen die Methanemissionen weiter an.
Beim Lachgas - es entsteht vor allem in der Landwirtschaft und der chemischen Industrie - sanken die Emissionen gegenüber 2007 um fünf Prozent. Dies geht auf Minderungsanstrengungen in der chemischen Industrie zurück.
Die Emissionen der fluorierten Klimagase, also Perfluorkohlenstoffe (PFC), Hexafluorkohlenstoffe (HFC) sowie Schwefelhexafluorid, entwickelten sich unterschiedlich: Bei PFC gab es weitere Emissionsminderungen - vor allem in der Aluminium- und Halbleitererzeugung - und damit einen erneuten Rückgang um 5,3 Prozent. Gestiegen sind dagegen die HFC-Emissionen (plus 4,5 Prozent) wegen des verstärkten Einsatzes in der Kälteerzeugung. Die Emissionen von Schwefelhexafluorid, einem Gas, das man zur Isolierung nutzt, stiegen - allerdings von einem ausgesprochen geringen Niveau - um 2,8 Prozent. Der Anstieg geht vor allem auf die zunehmende Entsorgung alter Schallschutzfenster zurück. Unsachgemäß entsorgt, kann das Glas brechen und Isoliergas unkontrolliert austreten.
Die Berechnungen des UBA basieren auf Angaben der Veröffentlichungen zum "Energieverbrauch in Deutschland 2008" der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen und zum "Bruttoinlandsprodukt 2008 für Deutschland" des Statistischen Bundesamtes sowie Verbandsinformationen und Expertenschätzungen. Das UBA ermittelte die Emissionen mit Hilfe vereinfachter Berechnungsverfahren. Aussagen zu den CO2-Emissionen der verschiedenen Emittentengruppen sind voraussichtlich erst nach Veröffentlichung detaillierter Angaben zum Energieverbrauch Mitte dieses Jahres möglich. Die detaillierten Ergebnisse der Treibhausgasemissionen werden erst Anfang 2010 veröffentlicht.

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Start der Verhandlungen für ein faires und effektives internationales Klimaschutzabkommen, 27.03.2009
Berlin (BMU) -
Am Sonntag (29. März 2009) beginnen in Bonn die Verhandlungen für das internationale Klimaschutzabkommen, das im Dezember in Kopenhagen beschlossen werden soll. Umwelt-Staatssekretär Matthias Machnig, der die Konferenz eröffnen wird, sagte: "Wir brauchen ein Abkommen, das von allen Staaten als fair akzeptiert wird. Dabei muss es wirksam sein und den Klimawandel auch tatsächlich begrenzen. Dies ist die doppelte Aufgabe, die wir bis Dezember lösen müssen." Machnig hob hervor, dass Klimaschutz auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftkrise ökologisch und ökonomisch geboten sei: "Das Zeitfenster, den Klimawandel zu begrenzen, schließt sich zunehmend. Nur durch schnelles Handeln können wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern." Klimaschutz lohne sich. Investitionen in den Klimaschutz seien Investitionen in grünes Wachstum und grüne Jobs. "Abwarten ist finanziell und ökonomisch untragbar", so Machnig.
Im Dezember 2009 soll bei der Klimakonferenz in Kopenhagen ein umfassendes Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012 verabschiedet werden. In Bonn werden nun die Verhandlungen über Details dieses künftigen Abkommens aufgenommen. Die Bundesregierung ist Gastgeber dieser Verhandlungsrunde.
Bereits in Bali im Dezember 2007 hatten sich die Staaten darüber geeinigt, welche Eckpunkte das nun zu verabschiedende Abkommen enthalten muss:
- Ein langfristiges, globales Ziel zur Minderung von Emissionen
- Verifizierbare und miteinander vergleichbare Minderungsziele von Industriestaaten
- Minderungsmaßnahmen von Entwicklungsländern
- Die technische und finanzielle Unterstützung von Entwicklungsländern sowohl bei der Minderung von Emissionen als auch bei der Anpassung an den Klimawandel
Um die Ausgestaltung dieser Eckpunkte wird in diesem Jahr heftig gerungen werden. Eine gute Nachricht zu Beginn der Verhandlungen ist, dass die USA unter Präsident Obama deutlich gemacht haben, dass sie - auch in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise - entschlossen sind, in Kopenhagen zu einem robusten Abkommen zu kommen und die USA zu einer Niedrigemissions-Wirtschaft umzubauen. Nun kommt es darauf an, diesen positiven Impuls zu nutzen und die Details einer Vereinbarung international abzustimmen.
Die Verhandlungsrunden finden vom 29. März bis 8. April 2009 in Bonn im Hotel Maritim statt. Es werden rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 180 Vertragsstaaten, von Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, Wissenschaft und den Medien erwartet.

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Energiebranche: Sind bis 2050 CO2-neutral, 19.03.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Ab 2050 soll die Stromproduktion in der EU keine Belastung mehr für das Klima sein. Die Energiekonzerne wollen den Ausstoß von Kohlendioxid bis dahin bis auf das unvermeidliche Maß reduzieren und die unvermeidlichen Emissionen ausgleichen – etwa durch Baumpflanzungen. In der Summe werde die Stromproduktion klimaneutral sein, versprechen die Chefs von 60 europäischen Stromerzeugern in einer am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Deklaration. Diese wurde an EU-Energiekommissar Andris Piebalgs übergeben. Die Chefs von Unternehmen aus 27 Ländern trafen sich am Vorabend des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs zu einer Diskussion unter anderem über Binnenmarkt und Klimaschutz. Ein funktionierender Energie-Binnenmarkt sei das beste Mittel, um das Versprechen der CO2-neutralen Stromproduktion auf kosteneffiziente Weise erfüllen zu können, sagte der Vattenfall-Chef Lars G. Josefsson, der Präsident des europäischen Stromerzeugerverbandes Eurelectric. Zur Erreichung des Ziels müssten viele Optionen der Stromerzeugung genutzt werden, heißt es in der Deklaration: Saubere Technologien für die Verarbeitung fossiler Brennstoffe inklusive der unterirdischen Speicherung von CO2, hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung, Atomkraft und neue Formen erneuerbarer Energieträger. Auch die einfachere Genehmigung von Neubauprojekten sei nötig. Bis 2030 müsse die europäische Energiebranche 1,8 Bill EUR investieren, um alte Kraftwerke zu ersetzen, die Energienetze auszubauen, zusätzliche Nachfrage zu decken und die EU-Umweltziele zu erfüllen, heißt es in der Deklaration weiter. Sie wurde unter anderem auch von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW unterschrieben.

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Astrid Klug: Vietnam ist ein wichtiger Partner für den Umweltschutz, 17.03.2009
Berlin (BMU)-
Bundesumweltministerium stellt 2,8 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung
Das Bundesumweltministerium hat der vietnamesischen Regierung eine stärkere Unterstützung beim Umwelt- und Klimaschutz zugesagt. Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, erklärte nach politischen Gesprächen in Vietnam: "Der fortschreitende Klimawandel ist eine sehr ernste Bedrohung für Vietnam. Maßnahmen zum Schutz der langen Küstenlinie und zur Sicherung der Lebensgrundlagen für die Menschen in den großen Flussdeltas sind dringlich. Deshalb unterstützen wir ein Küstenschutz-Projekt, mit dem vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird." Dafür sowie für Projekte zum Ausbau der Windenergie und der Nutzung von Kleinbiogasanlagen stellt das Bundesumweltministerium insgesamt mehr als 2, 8 Millionen Euro zur Verfügung.
Neben Gesprächen mit der vietnamesischen Regierung stand auch die Besichtigung eines Klimaschutzprojekts in der südlichen Provinz Bac Lieu auf dem Programm von Astrid Klug. Durch seine lange Küstenlinie und die beiden großen Flussmündungen des Mekong im Süden und des Roten Flusses im Norden ist Vietnam eines der Länder, das am stärksten vom Klimawandel betroffen ist. Zunehmende Stürme und der steigende Meeresspiegel bedrohen die "Reiskammer Südostasiens" und den Lebensraum von Millionen Menschen. Das Küstenschutz-Projekt wird vom Bundesumweltministerium aus seiner internationalen Klimaschutzinitiative mit 1, 6 Millionen Euro gefördert. Gemeinsam mit der lokalen Verwaltung wird die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mit der Anpflanzung von Mangrovenwäldern sowohl einen Beitrag zur Küstenstabilisierung als auch zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten.
In einem weiteren Projekt im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums wird die Regierung in Hanoi bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie unterstützt. Hierfür wird 1 Million Euro zur Verfügung gestellt. Vietnam plant die Verabschiedung eines Förderinstruments nach dem Modell des deutschen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Das vietnamesische Finanzministerium wird außerdem von deutschen Experten bei der Einführung einer Ökosteuer beraten.
Schließlich unterstützt das Bundesumweltministerium mit 230.000 Euro ein Programm, das Gülle aus Schweinemastbetrieben für die Erzeugung von Biogas nutzbar macht. Schweinefleisch ist in Vietnam ein Hauptnahrungsmittel. Gerade Kleinstbetriebe haben keine Möglichkeit der fachgerechten Entsorgung der Gülle, sondern kippen diese vielfach in offene Lagunen oder Flüsse. Dies stellt nicht nur eine erhebliche Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, sondern setzt auch große Mengen des Treibhausgases Methan frei.
Bei bilateralen Gesprächen in Hanoi erörterte Astrid Klug mit Vertretern der vietnamesischen Regierung Fragen der aktuellen Umweltpolitik und Perspektiven der Zusammenarbeit. Klug: "Die dynamische industrielle Entwicklung, aber auch die Aufarbeitung der Kriegsfolgen stellen Vietnam vor große Herausforderungen. Das betrifft gerade auch den Umweltschutz."
Astrid Klug eröffnete auch einen deutsch-vietnamesischen Workshop zum Thema Flächenrecycling. Deutschland pflegt mit Vietnam bereits seit einigen Jahren eine Kooperation auf den Gebieten Altlasten und Bodenschutz, Wasserver- und -entsorgung sowie Abfallmanagement. Mit über 86 Millionen Einwohnern ist Vietnam für die Region Südostasien ein wichtiger Partner und ein interessanter Markt für Umwelttechnologie.

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Machnig: Ökologische Herausforderungen brauchen ökonomische Antworten, 13.03.2009
Umweltkongress in Sao Paulo eröffnet
Berlin (BMU) -
Im brasilianischen Sao Paulo ist heute die erste deutsch-brasilianische Messe für Umwelttechnologie eröffnet worden. Über 140 deutsche und brasilianische Unternehmen beteiligen sich an der viertägigen ECOGERMA, auf der das gesamte Spektrum der Umwelttechnologien gezeigt wird. Veranstalter der Messe ist die deutsche Außenhandelskammer Sao Paulo mit Unterstützung der Bundesregierung. Parallel zur Messe findet ein Umweltkongress statt, den der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, gemeinsam mit der brasilianischen Umweltstaatssekretärin Izabella Texeira eröffnete.
Matthias Machnig: "Wir stehen vor großen ökologischen Herausforderungen: der Klimawandel, die sich global ausbreitende Umweltverschmutzung, der Verlust an biologischer Vielfalt. Auf diese ökologischen Fragen müssen wir eine ökonomische Antwort geben. Damit verbinden sich große wirtschaftliche Chancen, gerade für deutsche Unternehmen, die eine führende Rolle auf dem Weltmarkt der Umwelttechnologie einnehmen. Anspruchsvolle Umweltpolitik ist für die Wirtschaft ein Vorteil, denn sie senkt die Kosten für Energie, Ressourcen und Abfallbeseitigung, und sie fördert die Entwicklung von Verfahren und Produkten." Machnig betonte, dass nur die Volkswirtschaften, die sich rechtzeitig auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Notwendigkeit von Energie- und Ressourceneffizienz einstellen, dauerhaft prosperieren werden.
Auf dem Umweltkongress "Greening the Economy: Chancen für Klimaschutz, Innovation und nachhaltiges Wachstum" diskutieren Regierungs- und Wirtschaftsvertreter sowie Experten u. a. Themen wie nachhaltige Unternehmensführung, Rohstoff- und Materialeffizienz, ökologisches Wassermanagement, Ausbau der erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutzmaßnahmen unter dem "Mechanismus für saubere Entwicklung" (CDM) des Kyoto-Protokolls. Machnig sprach mit seiner brasilianischen Amtskollegin auch über den Ausbau der bilateralen Beziehungen. Ein Schwerpunkt war dabei die biologische Vielfalt.

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Ein erfolgreiches Team: Emissionshandel und Erneuerbare-Energien-Gesetz, 12.03.2009
Neuer DIW-Wochenbericht stützt deutsche und europäische Klima- und Energiepolitik
Berlin (BMU) -
In den vergangenen Wochen gab es verstärkt Stimmen, die einen Widerspruch in der deutschen und europäischen Klima- und Energiepolitik ausgemacht haben wollen. So gibt es die Auffassung, man könne zukünftig auf eine Förderung der erneuerbaren Energien verzichten, da mit dem Emissionshandel eine Obergrenze für die CO2-Emissionen der Kraftwerke gesetzt sei. Dies wird im neuen Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) überzeugend widerlegt. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßte das Ergebnis. "Die Vorteile der erneuerbaren Energien haben auch die EU und ihre Mitgliedstaaten erkannt. Deshalb gibt es in der EU beides: Emissionshandel und Förderung der erneuerbaren Energien", so Gabriel. "Weil das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so erfolgreich ist, haben 20 Mitgliedstaaten eine Mindestvergütung nach deutschem Vorbild."
Das DIW stelle klar, dass die Zweifel an der deutschen und der europäischen Klima- und Energiepolitik auf falschen Annahmen beruhen. So hätten die Kritiker wichtige energie- und klimapolitische Zusammenhänge außer Acht gelassen und aus vereinfachten Modellüberlegungen weit reichende wirtschafts- und umweltpolitische Schlussfolgerungen gezogen.
Sowohl das EEG wie auch der Emissionshandel haben als zentrales Ziel den Klimaschutz. Bewusst ist im Dezember 2008 eine neue EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien verabschiedet worden, die Instrumente wie das EEG ausdrücklich vorsieht. Die EU-Klimaziele bis zum Jahr 2020 basieren auf einer sinnvollen Verknüpfung zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Begrenzung des CO2-Ausstoßes im Emissionshandel: Bei der Festlegung der Gesamtemissionsmenge für die EU wurde das 20-Prozent-Ausbauziel für die erneuerbaren Energien bereits fest verbucht. Für dieses ambitionierte Ausbauziel war es wichtig, dass das EEG bereits in der Vergangenheit die bedeutenden CO2-Minderungspotenziale der erneuerbaren Energien demonstriert hat. Im EEG-Erfahrungsbericht 2007 hat die Bundesregierung festgestellt, dass bislang kein anderes Instrument zu vergleichbaren CO2-Reduktionen geführt hat. Im Jahr 2007 lagen diese bei über 50 Mio. Tonnen.
Neben der Minderung der CO2-Emissionen ist es aber auch Aufgabe des EEG, die Technologieentwicklung und Markteinführung bei den erneuerbaren Energien zu fördern. Dies ist notwendig, um die langfristigen Klimaziele erreichen können. Darüber hinaus schonen die Erneuerbaren endliche Ressourcen und vermindern Risiken bei der Energieversorgung. So lassen sich politische Konflikte um knappe Rohstoffe vermeiden, und die Nutzung der Atomenergie wird verzichtbar.
Für eine integrierte Klima- und Energiepolitik ist ein Instrumentenmix notwendig, der die einzelnen Instrumente sinnvoll verschränkt und ihre unterschiedlichen Zielrichtungen berücksichtigt. Neben dem Emissionshandel sind beispielsweise der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Kraft-Wärme-Kopplung oder die Erhöhung der Energieeffizienz von Bedeutung.

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100 Projekte suchen Partner - CDM-Initiative des Bundesumweltministeriums erfolgreich gestartet, 09.03.2009
Berlin (BMU) -
Die globale Initiative des Bundesumweltministeriums für eine umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism, CDM) bringt sichtbare Erfolge: Das Bundesumweltministerium hat zusammen mit seinen Partnern innerhalb weniger Monate mehr als 100 Vorhaben ausfindig gemacht, die als Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern geeignet sind. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeigte sich erfreut über den gelungenen Start der Initiative: "CDM-Projekte sind eine zentrale Säule der internationalen Klimaschutzpolitik. Diese Projekte tragen in vielen Entwicklungsländern zu einer Modernisierung der Energieversorgung und der Industrie sowie einer zusätzlichen Minderung von Treibhausgasemissionen bei. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern bietet auch Chancen für Entwicklung und Arbeit."
Der im Kyoto-Protokoll beschriebene "Mechanismus für saubere Entwicklung" (CDM) ermöglicht es Industrie- und Entwicklungsländern, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern gemeinsam durchzuführen. Um die Projektierung geeigneter Vorhaben zu erleichtern, startete das Bundesumweltministerium im Herbst vergangenen Jahres seine CDM-Initiative. Bei einem Treffen im Bundesumweltministerium mit den beauftragten deutschen Vertretern in China, Indien, Brasilien sowie den nordafrikanischen Staaten Ägypten, Marokko, Tunesien und Algerien wurde jetzt eine erste Bilanz gezogen. An dem Gespräch nahmen auch Vertreter und Vertreterinnen der beteiligten Institutionen GTZ, KfW, Dena, Wuppertal-Institut und der Beratungseinrichtung Perspectives teil. Um die neuen Projekte starten zu können, müssen zunächst deutsche Investoren gesucht werden.
Die anspruchsvollen Klimaschutzziele in Deutschland und Europa bieten eine hervorragende Grundlage für mittel- und langfristige Investitionen in Klimaschutzprojekte in den Entwicklungsländern. Gleichzeitig schaffen sie gute Kooperationsmöglichkeiten für den Export hocheffizienter Klimaschutztechnologien aus Deutschland in die ganze Welt. Die Vertreter aus Brasilien, China, Indien und den nordafrikanischen Staaten wiesen auf die wachsende Zahl der Investitionsangebote und mittlerweile erfahrener Kooperationspartner in den Gastländern hin.
In Deutschland hat die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) bisher mehr als 150 CDM-Projekte genehmigt. Diese führen nachhaltig zu ganz erheblichen Emissionsminderungen. Mit den mehr als 100 neuen Projekten, die jetzt ausfindig gemacht wurden, setzt die CDM-Initiative des Bundesumweltministeriums neue Impulse. Es werden u. a. Investitionen möglich, um die Energieeffizienz in Haushalten, Gewerbe und Industrie zu verbessern, die erneuerbaren Energien stärker zu nutzen und die besonders klimaschädlichen Methanemissionen aus der Abfallwirtschaft zu vermeiden. Mit der CDM-Initiative bietet das Bundesumweltministerium deutschen Unternehmen viele Kooperationschancen, z. B. beim Technologietransfer, mit den Entwicklungsländern.

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Emissionshandelstelle droht Rückzahlung von mehr als 40 Mio EUR, Dow Jones 06.03.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) wird nach Angaben ihres Leiters Hans-Jürgen Nantke gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg vorgehen, das am Donnerstag ergangen ist. Die Richter des 12. Senats haben am Vormittag nach mündlicher Verhandlung die Aufhebung der Gebührenbescheide der DEHSt für die erste Zuteilungsperiode 2005 bis 2007 bestätigt. Danach müsste die DEHSt mehr als 40 Mio EUR an Anlagenbetreiber zurückzahlen. Das OVG hatte die Revision gegen das Urteil nicht zugelassen. Hans-Jürgen Nantke hat Dow Jones Energy Daily auf Anfrage bestätigt, dass die DEHSt Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einlegen wird.

Musterverfahren ist für 600 weitere Kläger gültig
In dem Musterverfahren hatten sich drei Kläger stellvertretend für viele andere Anlagenbetreiber gegen die Gebührenbescheide der DEHSt für die erste Handelsperiode gewehrt. Besondere Bedeutung gewinnt das Urteil dadurch, dass es sich bei den vier verhandelten Fällen um Musterverfahren handelt. In gut 600 weiteren Verfahren hat die DEHSt eine Gleichstellungsvereinbarung getroffen, nach der sie bei Obsiegen der Kläger auch in diesen Verfahren die zuviel gezahlten Kosten einschließlich Verzinsung zurückerstatten wird. Anlagenbetreiber, die ihren Kostenbescheid nicht angefochten haben, werden nach Ansicht von Juristen von dem Verfahren höchstwahrscheinlich nicht profitieren. Die Klägerinnen Märker Zement, EnBW Kraftwerke und SWB Energie- und Wasserversorgung Bonn Rhein/Sieg hatten sich im Februar 2008 bereits in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Berlin durchgesetzt. Sie waren für das Musterverfahren nach Branchen und nach der Höhe der Zuteilungen ausgewählt worden. EnBW Kraftwerke hatte laut Klageschrift für 9,799 Mio Zertifikate 263.046,05 EUR zu zahlen, Märker Zement für 2,089 Mio Zertifikate 70.268,75 EUR und SWB für 439.224 Berechtigungen 22.526,72 EUR. Basis für die Gebührenerhebung ist die Emissionshandelskostenverordnung 2007 (EHKostV 2007). Die Verordnung sieht vor, dass alle Kosten, die die DEHSt verursacht, über die Amtshandlung der Zuteilung in voller Höhe über die Gebührenbescheide auf die Anlagenbetreiber umgelegt werden. Keine Gebührenerhebung in der zweiten Zuteilungsperiode Gegen diese, aus Sicht der Emissionshandelsstelle vom Gesetzgeber gewollte Vollfinanzierung richtete sich die Klage der drei Unternehmen. Aus verschiedenen Gutachten, die in der ersten Instanz zur Beurteilung herangezogen wurden, geht hervor, dass die DEHSt in den Jahren 2005 bis 2008 Gesamtkosten von rund 41 Mio EUR decken musste. In der jetzt laufenden zweiten Zuteilungsperiode 2008-2012 erfolgt keine Gebührenerhebung mehr. Die Kosten der DEHSt werden durch die Veräußerung von Berechtigungen gedeckt. Für die dritte Zuteilungsperiode 2013-2020 ist derzeit noch nicht geklärt, ob die Zuteilung auf  Europäischer oder staatlicher Ebene vorgenommen wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass keine Gebührenerhebung mehr erfolgt.

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Klimawandel: Kommission unterstreicht die Bedeutung der Böden, 05.03.2009
Brüssel (EU) -
Die Kommission hat einen Bericht veröffentlicht, der auf die Bedeutung der Böden für den Klimaschutz hinweist. Die in den Böden gebundene Kohlenstoffmenge ist etwa zweimal so groß wie in der Atmosphäre und dreimal groß wie in der Vegetation. Die Böden in Europa enthalten riesige Mengen Kohlenstoff (rund 75 Mrd. Tonnen), und eine mangelhafte Bodenbewirtschaftung kann ernsthafte Folgen haben. Werden z. B. die letzten Torfmoore Europas nicht geschützt, so wird ebenso viel Kohlenstoff freigesetzt, wie zusätzliche 40 Mio. Autos auf den europäischen Straßen erzeugen würden. Der Bericht, eine Zusammenfassung der besten verfügbaren Informationen über den Zusammenhang zwischen den Böden und dem Klimawandel, unterstreicht die Notwendigkeit, Kohlenstoff in den Böden zu binden. Das Verfahren ist kostengünstig und sofort einsetzbar, erfordert keine neuen oder noch unerprobten Technologien und bietet ein Klimaschutzpotenzial, das mit jedem anderen Wirtschaftssektor vergleichbar ist. Wie in der Bodenschutzstrategie (vgl. IP/06/1241) festgestellt wurde, ist es notwendig, den derzeitigen Trend hin zu einer Verschlechterung der Böden umzukehren und die Bodenbewirtschaftungsverfahren zu verbessern, wenn ein hoher Grad an CO2-Sequestrierung erreicht werden soll.
Hierzu erklärte Umweltkommissar Stavros Dimas: „Richtig bewirtschaftete Böden können riesige Mengen Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und verschaffen uns so wertvolle Zeit, um die Emissionen zu drosseln und mehr Nachhaltigkeit zu schaffen. Aber die Böden in Europa brauchen dringend besseren Schutz, und die Lösung hierfür muss in einer koordinierten Vorgehensweise bestehen. Ich begrüße diesen Bericht, der das Ergebnis der Konferenz der Kommission zu Bodenbewirtschaftung und Klimawandel vom Juni 2008 bekräftigt und klar aufzeigt, in welche Richtung wir uns bewegen müssen.”

Wechselwirkungen zwischen den Böden und dem Klimawandel
Die europäischen Böden enthalten schätzungsweise 73 bis 79 Mrd. Tonnen Kohlenstoff. Davon sind beinahe 50 % in den Torfmooren Schwedens, Finnlands, des Vereinigten Königreichs und Irlands gespeichert. Die Böden sind für den Klimaschutz außerordentlich wichtig, weil schon 0,1 % des Kohlenstoffs in europäischen Böden, der in die Atmosphäre entweicht, der Menge entspricht, die 100 Mio. zusätzliche Autos - etwa die Hälfte der derzeit auf unseren Straßen befindlichen Zahl – erzeugen würden. Umgekehrt wäre ein Anstieg derselben geringen Menge Kohlenstoff in den Böden etwa 200 Mio. EUR (in heutigen Preisen) wert.
Die Landnutzung hat einen erheblichen Einfluss auf den Kohlenstoffgehalt der Böden. Die meisten Böden in Europa speichern Kohlenstoff: Grünland und Wälder binden bis zu 100 Mio. Tonnen jährlich und sind damit Kohlenstoffsenken, wogegen Ackerland als Nettoemittent wirkt und zwischen 10 und 40 Mio. Tonnen Kohlenstoff jährlich freisetzt. Kohlenstoff entweicht aus den Böden, wenn Grünflächen, bewirtschaftete Forstflächen oder natürliche Ökosysteme in Kulturflächen umgewandelt werden; dieser Prozess kehrt sich langsam um, wenn Kulturflächen wieder in ihren ursprünglichen Zustand übergeführt werden.
Der Bericht kommt zu einigen beunruhigenden Schlussfolgerungen. Mit dem Anstieg der Weltbevölkerung werden noch mehr Grün- und Forstflächen in Kulturflächen umgewandelt, wodurch Böden, die derzeit noch als Kohlenstoffsenken dienen, zu Nettoemittenten werden. Die wirksamste Strategie zur Eindämmung der weltweiten Freisetzung von Kohlenstoff wäre die Einstellung der Flächenumwandlungen –wodurch jedoch ein Konflikt mit dem weltweiten Anstieg des Nahrungsmittelbedarfs entstehen könnte.

Gute Bewirtschaftung der Torfbestände ist entscheidend
Der Bericht unterstreicht die Bedeutung des Schutzes der Böden mit hohem Kohlenstoffgehalt. Etwa 310 000 km2 vormals unberührte Torfböden (die Fläche entspricht etwa der Hälfte der Fläche Frankreichs) sind durch Umwandlung in landwirtschaftliche Flächen oder Forstflächen, Verstädterung oder Erosion verloren gegangen. Mehr als die Hälfte der restlichen Fläche wird außerdem trockengelegt, was zu einem zusätzlichen Verlust von mehr als 30 Mio. Tonnen Kohlenstoff jährlich (dem Ausstoß von weiteren 40 Millionen Autos auf unseren Straßen) allein durch die Landwirtschaft führen könnte. Die realistischste Lösung zur Erhaltung und Verbesserung der Kohlenstoffbestände in den Böden ist ein Schutz dieser Böden, von denen die meisten in Nordeuropa liegen.

Verbesserungsbedarf bei der landwirtschaftlichen Praxis
Die Praxis der Bodenbewirtschaftung hat erheblichen Einfluss auf die Kohlenstoffbestände. Der Bericht zeigt auf, wie die landwirtschaftliche Praxis im Hinblick auf eine Minimierung der Kohlenstofffreisetzung verbessert werden kann, zum einen bei den Anbaupflanzen und Ernterückständen und zum anderen durch den Schutz der Böden vor Wasser und Regen mittels ständigem Pflanzbewuchs, weniger störenden Pflugtechniken und geringerem Maschineneinsatz. Auf diese Weise lassen sich jährlich zwischen 50 und 100 Mio. Tonnen Kohlenstoff in europäischen Böden binden.

Mehr Überwachung
Ein Hindernis bei dieser Analyse war das Fehlen EU-weiter Daten über den Kohlenstoffgehalt der Böden und seine Entwicklung. Deshalb ist es dringend notwendig, die Überwachung in diesem Bereich zu verbessern, um sicherzustellen, dass die Böden bei einem künftigen Klimaschutzabkommen eine größere Rolle spielen.

Erlass von Rechtsvorschriften blockiert
Die Kommission hat 2006 mit Unterstützung des Europäischen Parlaments einen Legislativvorschlag zum Schutz der europäischen Böden vorgelegt; der Vorschlag ist aber wegen des Widerstands von fünf Mitgliedstaaten zurzeit im Rat blockiert.

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Gabriel fördert Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft - Grünes Licht für 30 Klimaschutz-Netzwerke, 05.03.2009
Berlin (BMU) -
Das Bundesumweltministerium unterstützt deutsche Unternehmen bei der Steigerung ihrer Energieeffizienz. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bewilligte im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative ein Projekt, mit dem in der deutschen Wirtschaft 30 Klimaschutz- und Energieeffizienznetzwerke geschaffen werden sollen. Ziel ist, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen in den beteiligten Unternehmen deutlich zu reduzieren. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass dies in solchen Netzwerken um den Faktor 2 bis 3 besser gelingt als im Durchschnitt der deutschen Industrie.
Insbesondere in mittelständischen Unternehmen wird das Thema Energie aufgrund der Konzentration auf Produktion und Lohnkosten immer noch vernachlässigt. Es fehlen Informationen und praktische Erfahrungen. Genau dort setzt das Projekt "30-Klimaschutznetzwerke" an. Durch einen moderierten Erfahrungsaustausch in lokalen lernenden Netzwerken werden diese Hemmnisse wirksam abgebaut. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Viele Investitionen in Klimaschutz und Energieeffizienz sind bereits heute wirtschaftlich rentabel und werden trotzdem nicht realisiert. Mit dem Projekt machen wir den Weg frei für mehr Klimaschutz, Innovation und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen."
Mit dem Projekt fördert das Bundesumweltministerium die Selbstorganisation der deutschen Wirtschaft im Klimaschutz. Dadurch lassen sich Unternehmen bundesweit und flächendeckend für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz mobilisieren. "Jahr für Jahr verursacht die deutsche Wirtschaft CO2-Emissionen von rund 350 Millionen Tonnen. Hier steckt ein riesiges Potenzial zur Einsparung von Energie und CO2", so Gabriel. Das Projekt könnte die Gründung von mindestens 400 bis 600 Klimaschutznetzwerken bis 2020 anregen, wodurch sich trotz Produktionsausweitung jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen ließen.

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EU verhandelt weiter über Industrieemissionen, 05.03.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Bis zur Festlegung neuer EU-Grenzwerte für Industrieemissionen dürfte noch einige Zeit vergehen. Der für das Dossier im Europäischen Parlament (EP) zuständige Berichterstatter Holger Krahmer sagte, er rechne noch mit langen Beratungen „bis weit ins Jahr 2010 hinein“. Es gebe noch zahlreiche Punkte, wo die Meinungen sowohl innerhalb des Parlaments als auch zwischen den EU-Staaten deutlich auseinander gingen. Die Aussprache der EU-Umweltminister bestätigte diesen Eindruck des FDP-Abgeordneten. Sowohl über die Verbindlichkeit neuer Grenzwerte etwa für Schwefeldioxid, Stickoxide und Feinstaub als auch über den Zeitpunkt ihrer Einführung gab es im Ministerrat unterschiedliche Ansichten. Mit dem Gesetzesvorstoß sollen sieben bestehende Richtlinien zusammengefasst und aktualisiert werden, darunter als wichtigste die Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU). Von dieser sind rund 52.000 größere Industrieanlagen in Europa betroffen. Schon in der aktuellen Gesetzesversion von 1996 ist geregelt, dass die Betreiber die beste verfügbare wirtschaftliche Technik einsetzen müssen, um Emissionen zu vermeiden. Jedoch wird die Richtlinie nach Angaben der EU-Kommission in den Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich durchgesetzt.
Die Kommission hat deshalb die Einführung von Emissionsgrenzwerten vorgeschlagen, die sich an der modernsten Technik orientieren, und außerdem für strengere Kontrollen plädiert. Nach Meinung von Krahmer wären diese Grenzwerte aber selbst von guten Industrieanlagen nicht einzuhalten, wenn diese etwa nach einer Pause wieder angefahren würden, die Produktion umgestellt oder zum Beispiel ein anderes Heizöl eingesetzt werde. Die Kommission habe deshalb selbst zahlreiche Ausnahmeregeln von den bergrenzen vorgesehen. Krahmer glaubt nicht, dass die Kontrolle von tausenden Ausnahmen praktikabel ist und hat vorgeschlagen, stattdessen technische Referenzstandards sowie weniger strenge Grenzwerte vorzugeben, die aber nicht überschritten werden dürfen. Diese Grenzen sollen von technischen Experten der Mitgliedstaaten für alle Schadstoffe festgelegt werden und das so genannte „Europäische Sicherheitsnetz“ (ESN) bilden. Der federführende EP-Umweltausschuss votierte für das ESN-Konzept. Krahmer glaubt, dass es am 12. März auch im Parlamentsplenum eine Mehrheit finden wird.
Einige Umweltminister sprachen sich aber gegen Grenzwerte aus, die unter jenen des Kommissionsvorschlags liegen. Andere wollen die Möglichkeit für Ausnahmeregelungen nicht aufgeben, wie aus den Schlussfolgerungen des Ministerrates hervorgeht. Umstritten ist unter den Mitgliedstaaten auch, wann die Neuregelung greifen soll. Das von der Kommission vorgeschlagene Datum 2016 wurde längst nicht von allen Ministern unterstützt. Einige Regierungen hätten vor einer Gefahr für die Energieversorgungssicherheit
gewarnt, wenn erst kürzlich modernisierte Kraftwerke mit viel Geld erneut umgerüstet werden müssten, heißt es in den Schlussfolgerungen. Auch gegen eine Einbeziehung mittelgroßer Feuerungsanlagen zwischen 20 MW und 50 MW in die Richtlinie gibt es Widerstand im Rat. Viele Staaten sind der Meinung, der Umweltnutzen rechtfertige die Kosten dafür nicht. Die tschechische Ratspräsidentschaft strebt eine politische Einigung im Ministerrat bis Juni an. Neben der IVU soll das neue Gesetz die Richtlinie zur Emissionsbegrenzung von Großfeuerungsanlagen, die Müllverbrennungsrichtlinie, die Richtlinie über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen und drei Richtlinien, die sich auf die Produktion von Titandioxid beziehen, umfassen.

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CARBON EXPO 2009

Neues Potenzial für globale CO2-Märkte durch stärkere Einbindung der USA, 01.03.2009
Köln / Barcelona 
- 2009 wird für den Emissionshandel so wichtig und arbeitsintensiv sein wie kein anderes Jahr – sowohl in der Politik als auch an den Märkten. Der CO2-Markt und alle beteiligten Interessengruppen werden sich mit zahlreichen Themen von grundlegender Bedeutung auseinandersetzen. Diese Fragen werden auch auf der CARBON EXPO 2009 diskutiert, der weltweit führenden Messe und Konferenz für Emissionshandel, Lösungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes und neue Technologien, die vom 27. bis 29. Mai in Barcelona, Spanien, stattfindet.
Der CO2-Markt steht dieses Jahr vor einer Reihe großer Herausforderungen. Dazu gehören die Entwicklung von Systemen für die Zeit nach 2012 und die Ausarbeitung eines Nachfolgepapiers des Kyoto-Protokolls sowie die Rolle des Carbon Finance–Business und der CO2-Märkte innerhalb dieser Systeme, Phase III des EU-Emissionshandelssystems EU ETS (dieses System beinhaltet viele verschiedene Aspekte und ist von grundlegender Bedeutung für das effiziente Funktionieren von Märkten, die noch unentschlossen sind, nachdem die wichtigsten Grundprinzipien im Dezember letzten Jahres verabschiedet wurden), die Verteidigung des Prinzips von Ausgleichmechanismen wie dem CDM-System sowie die kontinuierliche Entwicklung von Handelssystemen in anderen Teilen der Welt, vor allem in Australasien.
Diese kontinuierliche Entwicklung des Emissionshandels ist nirgendwo deutlicher als in den USA. Dort hat ein Wechsel zu einer umfassenden Cap and Trade-Gesetzgebung mit der Festlegung von Emissionsobergrenzen und dem Emissionshandel als Regulierungsinstrument begonnen. Seit Lisa Jackson Umweltministerin wurde, hat die US-Umweltbehörde EPA bereits mehrere Schritte in diese Richtung unternommen. Während ihrer Anhörung vor dem für Umwelt und öffentliche Bauten zuständigen Senatsausschuss EPW bekräftigte Jackson, den Cap and Trade-Ansatz gegenüber einer CO2-Steuer zu bevorzugen.
Die EPA führt momentan auch eine Emissionsberichterstattung ein. Während seiner letzten Sitzung stellte der Kongress die finanziellen Mittel für die Einrichtung eines CO2-Registers bereit. Für den Aufbau dieses obligatorischen Registers ist die EPA zuständig.
„2009 ist das ausschlaggebende Jahr für das Cap and Trade-System in den USA. Durch die Fortschritte beim Aufbau der staatlichen Emissionshandelssysteme wird der Kongress ständig unter Druck stehen. Auch das Weiße Haus wird Druck machen. Aber die Themen sind für viele US-Politiker noch Neuland. Die Öffentlichkeit und weite Teile der Wirtschaft sind auch noch nicht ausreichend dafür sensibilisiert. Viele verstehen momentan noch nicht, welche Rolle die Märkte spielen und haben nicht genug Erfahrung im internationalen Emissionshandel. Es ist dringend erforderlich, einen fundierten Erfahrungsaustausch zu fördern. Die CARBON EXPO 2009 wird genau dies tun, denn auf der Messe werden erfahrene Referenten eine Einschätzung der Lage in Amerika und weltweit geben“, sagte Henry Derwent, Chef der International Emissions Trading Association (IETA).
Bei der Teilnahme der USA an den internationalen Klimaschutzverhandlungen und den Fortschritten auf dem Weg zu einem Cap and Trade-Programm im Land ergeben sich jetzt und auch künftig eine Reihe Fragen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob die USA vor der Klimaschutzkonferenz von Kopenhagen (COP15) greifbare Ergebnisse vorweisen können. Welche Probleme ergeben sich beim Gesetzgebungsprozess in den USA? Welche Optionen hat die Regierung, falls der Kongress nicht handelt? Und welche Schritte können die USA unternehmen, um bei nationalen und internationalen Vereinbarungen gleichzeitig voranzukommen?
Dies sind nur einige der zahlreichen Themen, die im Konferenzprogramm der CARBON EXPO 2009 angesprochen und debattiert werden. Auf dem Programm stehen Diskussionsrunden, Fallstudien und Managementseminare, die einen umfassenden Überblick über die Situation des weltweiten CO2-Marktes und den Stand der internationalen Verhandlungen bieten. Das Konferenzprogramm mit über 200 Referenten gliedert sich in neun hochkarätige Plenarveranstal¬tungen, 28 interaktiven Workshops und 50 Begleitveranstaltungen der Aussteller.  Die dreitägige internationale Messe und Konferenz findet dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Vom 27. bis 29. Mai 2009 werden in Barcelona, Spanien, 3.500 Teilnehmer aus 120 Ländern, rund 300 Aussteller und etwa 200 akkreditierte Journalisten aus mehr als 30 Ländern erwartet.

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CARBON EXPO 2009: Mehr als nur ein neuer Standort – neue Impulse für den globalen CO2-Markt, 28.02.2009
Köln / Barcelona
- Die weltweit führende Messe und Konferenz für Emissionshandel, Lösungen zur CO2-Eindämmung und neue Technologien wird vom 27. bis zum 29. Mai 2009 in Barcelona stattfinden. Bei der 6. Ausgabe der Veranstaltung, die von der Weltbank, der International Emissions Trading Association (IETA), der Koelnmesse GmbH sowie der Fira Barcelona gemeinsam organisiert wird, wird der Themenschwerpunkt „Städte und Carbon Finance“ lauten. Themenschwerpunkt CARBON EXPO 2009: Städte und Carbon Finance
In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für den Klimawandel enorm gewachsen und es ist ein zunehmendes Engagement seitens städtischer Entscheidungsträger und anderer Beteiligter auf lokaler Ebene zu verzeichnen.
Daher haben zahlreiche Städte in Industrie- und Entwicklungsländern bereits Klimaschutzstrategien eingeführt, die durch Richtlinien und Maßnahmen zur Eindämmung von Treibhausgasen ergänzt werden. Die rapide anwachsende städtische Bevölkerung muss zum einen mit Energie und Wasser versorgt werden und ist zum anderen für die Auswirkungen des Klimawandels besonders anfällig. Daher ist vor allem in den Städten ein rasches Handeln im Hinblick auf den Klimaschutz gefragt. Um den Wandel hin zu einer CO2-armen Stadtplanung erfolgreich bewältigen zu können, müssen die verschiedenen beteiligten Parteien sich abstimmen, ihr Wissen austauschen, Netzwerke bilden und optimal kommunizieren.
Dieser Wandel setzt aber auch eine entsprechende Finanzierung voraus. Dabei können Carbon Finance und CO2-Märkte eine entscheidende Rolle spielen, indem sie sich auf die Emissionseindämmung in zentralen Entwicklungsbereichen konzentrieren, wie beispielsweise Energie, Wasser, Abfallwirtschaft, Transport sowie Luft- und Wasserschutz.
Durch diesen Themenschwerpunkt und die Organisation ausgewählter themenbezogener Aktivitäten will die CARBON EXPO 2009 den Teilnehmern einen Überblick über die Möglichkeiten geben, die lokalen Stellen auf dem CO2-Markt zur Verfügung stehen. Außerdem will die Veranstaltung Vertretern aus Industrie, Projektarbeit und Carbon Finance, Entwicklern und Anbietern umweltfreundlicher Technologien und anderen Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt eine Plattform bieten, um Wissen auszutauschen, sowie einen Marktplatz für umweltfreundliche Lösungen, die im Zusammenhang mit der städtischen Entwicklung stehen. Auch die Regierung des Gastlandes Spanien setzt sich für das Thema ein.
Der globale CO2-Markt am Scheideweg – eine zukunftsweisende internationale Konferenz
2009 ist ein wichtiges Jahr für die Verhandlungen in Bezug auf den Klimawandel, in dem die Regierungen zahlreicher Länder in Kopenhagen ein Abkommen über ein zukünftiges Rahmenwerk für den Klimaschutz abschließen wollen. Das über drei Tage verteilte Konferenzprogramm der CARBON EXPO 2009 sieht Debatten, detaillierte Fallstudien und Sitzungen für Entscheidungsträger vor, in denen ein umfassender Überblick über den Stand des Markts und der internationalen Verhandlungen gegeben wird. Das diesjährige Programm ist in neun Plenarsitzungen und vier CARBON EXPO-Workshop-Reihen zu folgenden Themengebieten unterteilt: „Projekt“, „Händler“, „Neue Märkte“ sowie „Städte und Carbon Finance“. Nachdem im vergangenen Jahr mehr als 200 Redner teilgenommen haben, werden auch 2009 führende Experten aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor über die neuesten Trends berichten und u. a. folgende Themen erörtern:
• der Status des globalen CO2-Markts
• von Bali bis Kopenhagen: Perspektive der Marktinstrumente und realistische Optionen für die Zeit nach 2012
• EU ETS Phase III
• Energieeffizienz im Städtebau
• breitere Anwendung der Carbon Finance
• der Emissionshandel – finanzielle Risiken und Chancen für Unternehmen in einer CO2-gesteuerten Wirtschaft
• Erweiterung des Anwendungsbereichs von CDM und JI
• staatliche und regionale Initiativen in Nordamerika und bundesstaatliche Entscheidungsgewalt.
Eine internationale Geschäfts- und Kontaktplattform
In nur fünf Jahren hat sich die CARBON EXPO als weltweit führende globale Plattform für Interessenvertreter des CO2-Markts etabliert. 2008 haben über 3000 Besucher aus 115 Ländern (2007: 2419 aus 115 Ländern) teilgenommen, darunter Industrievertreter, Technologiefirmen, Dienstanbieter, Kapitalgeber und Anwaltskanzleien, Projektentwickler und Einkäufer, Nichtregierungsorganisationen und Think Tanks, politische Entscheidungsträger und Regierungsvertreter. Insgesamt waren 2008 258 Aussteller (2007: 222) aus 80 Ländern vertreten, darunter 40 Gastländer (2007: 36), und 46 Side Events wurden von den Ausstellern der CARBON EXPO durchgeführt.

„Für das Sekretariat erwies sich die Teilnahme an den Konferenzsitzungen der CARBON EXPO sowie der Besuch der Informationsstände der Messe als höchst effektive Möglichkeit, um Kontakte zu anderen Interessenvertretern dieses Markts zu knüpfen, die ebenfalls diese Veranstaltung besuchen. Für mich als Öffentlichkeitsreferent ist die CARBON EXPO eine wertvolle Gelegenheit, um mir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen zu verschaffen.“
David Abbass, Public Information Officer
UNFCCC/CDM

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Australien: Impulse im Klima- und Naturschutz - Staatssekretär Matthias Machnig beendet umweltpolitische Gespräche in Australien, 27.02.2009
Berlin (BMU) -
Deutschland und Australien wollen im Klimaschutz und beim globalen Schutz der Biologischen Vielfalt intensiver zusammenarbeiten. Das hat der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, mit der australischen Klimaschutzministerin Penny Wong und dem australischen Umweltminister Peter Garret vereinbart. "Australien hat bei der Vorbereitung des Welt-Klimagipfels Ende des Jahres in Kopenhagen eine wichtige Brückenfunktion zu den asiatischen Staaten wie China, Japan und Indien", sagte Machnig zum Abschluss seiner umweltpolitischen Gespräche in Australien.
Die von der Regierung Rudd geplante Einführung eines Emissionshandelssystems ist für Machnig "ein gutes und wichtiges Signal" für die Verabschiedung eines umfassenden internatonalen Klimaabkommens. "Klimaschutz zeigt sich immer deutlicher als Innovationsmotor für Volkswirtschaften. Denn deren Wettbewerbsfähigkeit hängt künftig immer stärker von Ihrer Energie- und Ressourceneffizienz ab. Die in Australien vorgesehenen Klimagasbegrenzungen wird Australien stärken und wird ebenso wenig zu einer Deindustrialisierung Australiens führen wie der Europäische Emissionshandel in Deutschland", sagte Machnig.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war der Schutz der Biologischen Vielfalt. Deutschland hat derzeit die Präsidentschaft für die UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) inne. Eines der wichtigsten Ziele Deutschlands ist dabei, bis zum Jahr 2010 ein internationales Rechtsregime gegen Biopiraterie auszuhandeln. Australien hatte dazu in der Vergangenheit eine ablehnende Position, sich aber seit Antritt der Regierung Rudd in den Verhandlungen geöffnet. "Wir sind es den artenreichen Entwicklungsländern schuldig, endlich einen sicheren Rechtsrahmen für eine Gewinnbeteiligung für die Nutzung ihrer biologischere Ressourcen zu schaffen", betonte Machnig. Der australische Umweltminister Peter Garett sagte Machnig zu, dass Australien konstruktiv in die nächsten Verhandlungsrunden gehen werde und dabei auch rechtsverbindliche internationale Regelungen nicht mehr ausschließen werde.
Australien will auch prüfen inwieweit es sich an der von Deutschland ins Leben gerufenen LifeWeb-Initiative beteiligen kann. Diese Initiative zielt darauf ab, Finanzmittel für die Unterstützung von Entwicklungsländern beim Aufbau von Schutzgebieten für Wälder und andere gefährdete Ökosysteme bereitzustellen. Deutschland stellt dafür bis zum Jahr 2012 500 Millionen Euro und jährlich eine halbe Milliarde ab 2013 zur Verfügung. Eine konkrete Zusammenarbeit mit Australien gibt es in diesem Zusammenhang beim Schutz der Korallenriffe in Südostasien.
Gegenstand der Gespräche war auch die geplante Einrichtung eines Weltnaturrates - analog zum Weltklimarat IPCC. Dieses unabhängige Wissenschaftlergremium soll die Regierungen wissenschaftlich beim globalen Schutz der biologischen Vielfalt beraten.

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Emissionshandel: Zertifikate für 2009 - Umweltbundesamt bucht Emissionsberechtigungen auf die Konten der Teilnehmer, 27.02.2009
Dessau-Roßlau (UBA) -
Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt gibt die so genannten Emissionsberechtigungen für das Jahr 2009 aus: Bis zum 28. Februar stehen sie den Unternehmen auf ihren Konten im Deutschen Emissionshandelsregister zur Verfügung. Das Gesamtbudget in Deutschland für 2009 beträgt 451,86 Millionen Emissionsberechtigungen, davon verteilt die DEHSt rund 390 Millionen Emissionsberechtigungen unentgeltlich für 1.625 teilnehmende Anlagen an deren Betreiber. Bei der Ausgabe berücksichtigt die DEHSt auch Änderungen – wie Stilllegungen der Anlagen oder Kapazitätserweiterungen – seit der Bescheid an die Unternehmen über die Zuteilung Anfang 2008 erfolgte.
Die Unternehmen haben für die gesamte Handelsperiode 2008 bis 2012 Emissionsberechtigungen beantragt. Die DEHSt hat nach den Regeln des Zuteilungsgesetzes eine Entscheidung getroffen, wie viele Emissionsberechtigungen die jeweilige Kohlendioxid ausstoßende Anlage bis einschließlich 2012 erhält. Tatsächlich zur Verfügung gestellt bekommen die Anlagenbetreiber die Berechtigungen aber nicht sofort für die gesamte Handelsperiode. Die DEHSt bucht die Berechtigungen in jährlichen Tranchen zum jeweiligen 28. Februar eines Jahres auf die Konten der Anlagenbetreiber im Deutschen Emissionshandelsregister.
Seit 2005 müssen Unternehmen der Energiewirtschaft und der emissionsintensiven Industrie jährlich Emissionsberechtigungen in Höhe ihrer tatsächlichen CO2-Emissionen bei der DEHSt abgeben. Der Emissionshandel verbindet Ziele zum Schutz der Umwelt mit ökonomischer Effizienz: Er ist ein ökonomisches Instrument, das Treibhausgasminderungsziele festlegt und den Unternehmen Flexibilität einräumt, um die Klimaschutzziele kostengünstig zu erreichen. Die DEHSt ist die zuständige Stelle zur Umsetzung des EU-Emissionshandels in Deutschland. Sie teilt den Teilnehmern zunächst eine bestimmte Menge an Emissionsberechtigungen unentgeltlich zu und verringert die Menge im Lauf der Zeit nach den gesetzlichen Vorgaben. Unternehmen, die Anstrengungen im Klimaschutz leisten oder besonders innovativ sind und damit ihre CO2-Emissionen vermindern, können überschüssige Berechtigungen verkaufen. Sie haben damit eine zusätzliche Einnahmequelle. Die Unternehmen müssen Emissionsberechtigungen zukaufen, sofern ihnen die zugeteilte Menge zur Deckung ihrer CO2-Emissionen nicht ausreicht. Andernfalls drohen zusätzliche Zahlungen an die DEHSt in Höhe von 100 Euro pro Tonne CO2. Die Unternehmen müssen die fehlenden Emissionsberechtigungen nachträglich erwerben und im Emissionshandelsregister der DEHSt abgeben. Mit dem Emissionshandel erfolgen die Emissionsminderungen letztlich bei den Unternehmen, bei denen die Vermeidungskosten am niedrigsten sind.
Das Emissionshandelsregister der DEHSt – in seinen Funktionen eine Kombination aus Grundbuch und Online Banking – ist eine für die Teilnehmer zugängliche Datenbank, in der die Berechtigungen ihren Eigentümern zugeordnet sind. Über das Internet können die Anlagenbetreiber die Kontostände abrufen und Transaktionen auslösen. Unter anderem ist das Register notwendig, um die Emissionsberechtigungen jährlich abrechnen zu können. Außerdem erfüllt das Emissionshandelsregister die Aufgaben des nationalen Kontos für die Bundesrepublik Deutschland nach dem UN-Kyoto-Protokoll. Das Emissionshandelsregister ist keine Handelsplattform und bildet keine Kaufs- und Verkaufsaufträge (Orders) oder Preise ab.
Weitere Informationen über die DEHSt, den EU-Emissionshandel und projektbasierte Mechanismen (Joint Implementation und Clean Development Mechanism) unter: http://www.dehst.de/

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Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzprojekte in Thailand, 26.02.2009
Berlin (BMU) -
Das Bundesumweltministerium unterstützt die Bemühungen Thailands stärker in den Klimaschutz zu investieren. Während einer sechstägigen Thailandreise vom 21. bis 26. Februar stellte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller sechs Projekte vor, die in den nächsten Jahren aus Mitteln der internationalen Klimaschutzinitiative des BMU gefördert werden. "Die Projekte sind ein wichtiger Beitrag zur nationalen Klimaschutzstrategie Thailands", sagte Müller zur Eröffnung der "German Climate Initiative" in Bangkok.
Die geförderten Klimaschutzprojekte sind überwiegend in den Bereichen Tourismus, Biomasseproduktion und Energieeffizienz angesiedelt. Vier dieser Projekte werden vor Ort von der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) betreut. Während der Reise kam Müller zu Gesprächen mit politischen Vertretern des Landes zusammen, darunter mit dem stellvertretenden Premierminister, dem stellvertretendem Außenminister, den jeweiligen Ministern für Industrie, Landwirtschaft und Umwelt sowie mit der Staatssekretärin für Tourismus. Müller warb für die Berücksichtigung von Umweltaspekten im Regierungshandeln. Thailand könne so im Hinblick auf Klimaschutz und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der südostasiatischen Region eine Führungsrolle einnehmen.
Müller: "Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise besteht die Gefahr, dass Regierungen ihre Umweltziele vernachlässigen. Die Gespräche hier haben aber gezeigt, dass auch in Asien in der ökologischen Modernisierung eine große Chance zur weltweiten Überwindung der Wirtschaftskrise gesehen wird."

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Klug: Umweltschutz schafft Jobs und Perspektiven für Innovationen und Lebensqualität, 25.02.2009
Berlin (BMU) -
Umweltpolitik spielt bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise eine entscheidende Rolle. Darauf wies die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug heute in Berlin anlässlich der Vorstellung des Berichts "Umweltschutz schafft Perspektiven" hin. "Die Umweltpolitik hat in den letzten Jahren die Herausforderungen grundlegender wirtschaftlicher Reformen erkannt, in politischen Konzepten für eine moderne und nachhaltige Wirtschaftspolitik formuliert und erfolgreich umgesetzt - als Zukunftsstrategie für Innovation, Arbeit und Wohlstand im 21. Jahrhundert", so Astrid Klug.
Am Beispiel ökologischer Industriepolitik, engagierter Klima- und Energiepolitik und am Beispiel von Naturschutz machte Klug deutlich, welche positiven Auswirkungen Umweltpolitik auf technische Entwicklung, wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze hat: "Bereits heute arbeiten mehr als 1,8 Millionen Beschäftigte im Umweltschutz. Durch die Umsetzung unserer Verpflichtung, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, werden selbst nach konservativen Schätzungen weitere 500.000 neue Jobs entstehen", sagte Klug.
Der neue Bericht des Bundesumweltministeriums geht der Frage nach, wie Umweltpolitik die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger steigert, in welchen Bereichen beispielsweise Stadtbewohner von Umweltpolitik profitieren und welche Perspektiven Umweltpolitik für ländliche Räume schafft, welche enorme Bedeutung der Erhalt unserer Ökosysteme hat. Er zeigt, wie sehr Umweltpolitik auch Grundlage für wirtschaftliche Innovation und Entwicklung ist.
An konkreten Beispielen beleuchtet der Bericht das Zusammenspiel von Umweltpolitik und gesellschaftlichen Akteuren. Interviews und Portraits zeigen, wie Unternehmen, Kommunen oder Verbände umweltpolitische Initiativen produktiv aufgreifen. Zudem werden Akteure aus unterschiedlichen Bereichen präsentiert, darunter Sir Nicholas Stern, der Unternehmer Martin Viessmann, Handwerker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und umweltengagierte Jugendliche.

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Geothermie-Projekte bekommen Rückhalt - Bundesumweltministerium, KfW Bankengruppe und Münchener Rück fördern mit vereinten Kräften, 25.02.2009
Berlin (BMU) - Das Bundesumweltministerium, die KfW Bankengruppe und die Münchener Rück starten ab sofort ein neues Kreditprogramm für den Ausbau der Geothermie in Deutschland: Sie stellen gemeinsam 60 Mio. € zur Finanzierung von geothermalen Tiefbohrungen zur Verfügung. Mit diesem Programm wird insbesondere das Fündigkeitsrisiko der Projekte gemindert.
Die hohen Bohrkosten sind wegen des Risikos, in der Tiefe nicht fündig zu werden, das größte Investitionshemmnis für Tiefengeothermie-Projekte. Die kommerzielle Nutzung der Tiefen-Erdwärme für die Wärme- und/oder Stromgewinnung hängt entscheidend davon ab, dass im Untergrund ausreichende Mengen an genügend heißem Wasser vorgefunden werden. Investitionen von oft mehr als 10 Mio. € stehen pro Projekt im Risiko. Mit dem Förderinstrument von BMU, KfW und Münchener Rück soll nun das so genannte Fündigkeitsrisiko für Investoren deutlich verringert werden.
Im Einzelnen ist geplant, dass die KfW Darlehen für Tiefengeothermiebohrungen über Geschäftsbanken gewährt. Es werden maximal bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert. Wird die Nicht-Fündigkeit festgestellt, wird der Investor ab diesem Zeitpunkt von der Rückzahlung des Restdarlehens freigestellt. Das Fündigkeitsrisiko der jeweiligen Tiefengeothermieprojekte und damit die Förderwürdigkeit wird im Vorfeld der Darlehensvergabe überprüft.
Die Förderdarlehen enthalten neben den üblichen Darlehenszinsen einen "Risikoaufschlag" für das Fündigkeitsrisiko. Zusätzlich fallen einmalige Gebühren bei Antragstellung und Abschluss des Darlehensvertrages an. Im Gegenzug erhält der Investor eine sachkundige Überprüfung sowie Begleitung seines Tiefengeothermieprojektes vor und während der Bohrphase.
"Die Tiefengeothermie bietet große Chancen für eine klimafreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung. Mit einer stärkeren Förderung von Geothermieanlagen im Marktanreizprogramm und der seit dem 1. Januar geltenden EEG-Novelle haben wir die Rahmenbedingungen für diese Technologie nochmals verbessert. Das neue Kreditprogramm sorgt dafür, dass die Risiken für Anlagenbetreiber weiter verringert werden. Die Kooperation ist im Übrigen ein gutes Beispiel dafür, wie Politik und Unternehmen beim Klimaschutz angesichts der großen wirtschaftlichen Chancen auch in Zeiten der Finanzkrise an einem Strang ziehen können“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
"Die KfW Bankengruppe ist dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Erschließung der heimischen erneuerbaren Energiequelle Tiefengeothermie ist aus Gründen des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Energieversorgung wichtig und stellt einen weiteren bedeutenden Baustein im Kanon unserer breit gefächerten in- und ausländischen Förderaktivitäten für den Klimaschutz dar", sagte Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
Thomas Blunck, Vorstandsmitglied der Münchener Rück: "Die Zusammenarbeit ist als Anschub gedacht, um die Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien zu erleichtern. Wir sehen den Klimawandel nicht nur als Risiko, sondern auch als große Chance, da bei konsequentem Klimaschutz neue Technologien wie etwa die Energieerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen enorme Wachstumspotenziale haben. Mit unserer Expertise als Risikoträger können wir wesentlich dazu beitragen, die vielfach sehr speziellen Unsicherheitsfaktoren abzumildern - so auch in diesem Fall durch unsere Erfahrungen im Bereich der Fündigkeitsversicherung für Tiefengeothermiebohrungen. Dabei kommt der Überprüfung des Fündigkeitsrisikos durch die Münchener Rück im Vorfeld der Vergabe der Förderdarlehen eine wesentliche Bedeutung zu. Denn die Anzahl der förderbaren Geothermieprojekte hängt entscheidend davon ab, wie erfolgreich diese sind."
Die Erdwärme bietet ein nach menschlichem Ermessen unerschöpfliches Energiereservoir. In Deutschland gelten das Molassebecken südlich von München, der Oberrheingraben und die norddeutsche Tiefebene als besonders geeignete Regionen für Tiefengeothermieprojekte. Das bislang größte Geothermie-Kraftwerk in Deutschland mit einer Strom- und Wärmeleistung von 38 Megawatt wurde - ebenfalls mit Unterstützung der öffentlichen Hand - in Unterhaching bei München errichtet. Die Münchener Rück beteiligte sich an dem Projekt damals mit der ersten Fündigkeitsversicherung überhaupt.

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Klimawandel: Umweltbundesamt unterstützt Anpassung in Brasilien - Startschuss für Projekt im besonders gefährdeten Nordosten, 17.02.2009
Dessau-Roßlau (UBA) -
Der Klimawandel ist real, weltweit müssen sich die Menschen an die unvermeidbaren Auswirkungen anpassen. Dies gilt vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer, die zwar vom Klimawandel besonders betroffen, jedoch meist wenig an den Ursachen beteiligt sind. Das Umweltbundesamt (UBA) koordiniert ein Projekt zur Klimaanpassung in Brasilien. Dieses startet jetzt mit einem Workshop in Rio de Janeiro an dem Vertreterinnen und Vertreter betroffener ländlicher Regionen teilnehmen. Schwerpunktregion ist der von Dürre betroffene und kleinbäuerlich geprägte Nordosten. Dort unterstützt das UBA ein bereits international ausgezeichnetes landwirtschaftliches Bewässerungsprojekt: Eine solar betriebene Wasserversorgung wird aufgebaut, ferner soll der Anbau und die Vermarktung regionaler Produkte verbessert werden. Über zwei Jahre wird das Projekt in weiteren, besonders verletzbaren Regionen Brasiliens Anpassungsmaßnahmen identifizieren und vor Ort kommunizieren. „Wir dürfen als reiches Industrieland nicht tatenlos zusehen, wie der Klimawandel am anderen Ende der Welt ganze Landstriche unfruchtbar macht, Lebensmittel verknappt und Gefahren für Leib und Leben bringt“, meint Dr. Benno Hain, der Leiter des neuen Brasilien-Projekts. „Vielmehr müssen wir kluge Projekte auf den Weg bringen, um Staaten wie Brasilien in ihren eigenen Bemühungen zu stärken“.
Neben dem Projektträger UBA sind besonders das von der brasilianischen Regierung eingerichtete Klimazentrum „Centro Clima“ und Träger der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Brasilien – vor allem die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) sowie der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) – am Projekt beteiligt. Bestehende Erfahrungen im Bereich Anpassung, mit internationaler Klimazusammenarbeit sowie der deutschen und brasilianischen Klimapolitik können so direkt in die Projektentwicklung einfließen.
Auf den Erfahrungen der Projektpartner sollen weitere Anpassungsprojekte unter anderem im Amazonasgebiet ausgewählt und verbreitet werden. Lokale Interessensvertreter und Nichtregierungsorganisationen sind beteiligt und garantieren den Transfer zur Bevölkerung vor Ort. Über den Aufbau regionaler und nationaler Kommunikationsnetzwerke hinaus soll das Projekt die nationale Politik zur Anpassung an den Klimawandel unterstützen.
Das Projekt wird mit Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Die Internationale Klimaschutzinitiative unterstützt Projekte in Entwicklungs- und Schwellen- und Transformationsländern zum Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft, zum Schutz von Kohlenstoffsenken wie den großen Waldgebieten der Erde sowie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Für diesen Zweck stehen dem BMU jährlich 120 Millionen Euro aus der Versteigerung von Emissionsrechten im Rahmen des Europäischen Emissionshandels zur Verfügung."

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Klimafreundliche, sichere und preisgünstige Energieversorgung ohne Atomstrom "Roadmap Energiepolitik 2020", 12.02.2009
Berlin (BMU) -
Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig hat heute ein Gesamtkonzept zur Energiepolitik bis zum Jahr 2020 vorgestellt. "Die Roadmap ist eine seriös durchgerechnete Handlungsanweisung, mit der wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern können. Wir zeigen damit, wie wir Klimaschutz, Versorgungssicherheit und bezahlbare Energiepreise zusammenbringen", sagte Machnig bei einer Veranstaltung in Berlin.
"Wir werden den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung bis 2020 auf über 30 Prozent ausbauen, den Atomausstieg umsetzen und uns für effizientere fossile Kraftwerke einsetzen", sagte Machnig. Durch Einsparmaßnahmen wie die energetische Gebäudesanierung und durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien lasse sich der fossile Wärmebedarf bis 2020 um ein Viertel senken. "Auch im Verkehrsbereich liegen noch große Potenziale. Mit Hilfe effizienterer Technologien, durch den Einsatz von nachhaltigen Biokraftstoffen und durch eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene lassen sich die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrsbereich bis 2020 um mindestens 20 Prozent reduzieren", sagte der Staatssekretär.
Während vor allem bei der Förderung der erneuerbaren Energien bereits viel erreicht worden ist, besteht im Bereich der Energieeffizienz enormer Handlungsbedarf. Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 zu verdoppeln. "Um dieses wichtige Ziel zu erreichen, müssen wir den Strombedarf bis 2020 um 11 Prozent reduzieren. Dafür brauchen wir effizientere Kraftwerke - und wir müssen für mehr Effizienz in der Nachfrage sorgen. Deshalb brauchen wir ein Energieeffizienzgesetz, das diesen Namen auch verdient. Es muss zusätzliche Impulse für Energiedienstleistungen und wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen geben. Außerdem wollen wir, dass in energieintensiven Betrieben ein Energiemanagement eingeführt werden muss", sagte Matthias Machnig.
Die "Roadmap Energiepolitik 2020. Neues Denken - Neue Energie" konzentriert sich auf die zehn wichtigsten energiepolitischen Handlungsfelder. Dabei wird das bislang Erreichte analysiert und konkret aufgezeigt, was bis zum Jahr 2020 noch zu tun ist. Die Roadmap kann im Internet eingesehen und bestellt werden.

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372 Städte wollen Ziele für Klimaschutz übererfüllen, DowJones 11.02.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Vertreter von 372 europäischen Städten haben sich am Dienstag verpflichtet, bis 2020 ihre Kohlendioxidemissionen stärker zu reduzieren, als die EU-Klimaschutzziele vorsehen. Weitere 104 Städte hätten Interesse signalisiert, den so genannten Bürgermeisterkonvent ebenfalls zu unterzeichnen, teilte die EU- Kommission mit. Mit ihrer Unterschrift sagen die Kommunalvertreter zu, Aktionspläne aufzustellen, durch die das CO2-Reduktionsziel von 20% bis 2020 übererfüllt werden kann. Namen von Städten, die ihre Versprechen nicht einhielten, sollen laut Kommission veröffentlicht werden. Aus Deutschland beteiligen sich derzeit 21 Städte an der Aktion, darunter Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Dortmund, Stuttgart, Hannover, Nürnberg und Bremen. „Die in Europa erzeugte Energie wird überwiegend in städtischen Gebieten verbraucht.
Der Kampf gegen den Klimawandel muss daher in den Städten ausgefochten und gewonnen werden“, sagte Energiekommissar Andris Piebalgs. Nach Aussage seines Sprechers hat sich die Europäische Investitionsbank bereit erklärt, die Kommunen beim Klimaschutz durch günstige Kredite zu unterstützen. Welchen Umfang diese Hilfen haben könnten, sei aber noch nicht klar. Die Grünen im Europäischen Parlament kritisierten, dass die im EU Konjunkturpaket bis zur vergangenen Woche vorgesehene Umverteilung von 500 Mio EUR EU-Haushaltsmitteln für „innovative und energieeffiziente Städte“ von der Kommission gestrichen worden sei. Parlament und Ministerrat sollten diese Entscheidung rückgängig machen, forderten die Grünen.

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Union fordert Energieministerium, DowJones 06.02.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Die CDU/CSU will offenbar mit der Forderung nach einem Energieministerium in den Bundestagswahlkampf ziehen. Ein entsprechendes Konzept solle in der kommenden Woche in der Unionsfraktion beraten werden, erfuhr Dow Jones Energy Daily aus Parlamentskreisen in Berlin. Der Vorschlag für ein eigenes Energieressort knüpft an die jüngsten Vorschläge der von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eingesetzten „Projektgruppe Energiepolitisches Programm“ (PEPP) an. In dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Papier wird unter anderem eine Energie- und Klimapolitik „aus einem Guss“ gefordert. Deshalb solle in „in einem integrativen Ansatz die Verantwortlichkeit für die Energiepolitik konzentriert und die bestehende Vielstimmigkeit aus energiepolitischen Szenarien und Idealvorstellungen in wenigen Handlungslinien gebündelt werden“, heißt es in dem Papier. Michael Söder (CSU), bayrischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, bekräftigte die Forderung nach einem nationalen Energieministerium, das die Kompetenzen für die verschiedenen Energiearten bündelt. „Dafür wird sich die Union im Herbst starkmachen“, sagte Söder auf der Tagung des Deutschen Atomforums in Berlin. Auch die stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche, äußerte sich in diese Richtung. Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann erklärte bei der Vorstellung der PEPP-Vorschläge am Freitag zu den Gedankenspielen über ein künftiges Energieministerium lediglich: „Dieses Ministerium haben wir bereits: Das Wirtschaftsministerium ist das Energieministerium.“ Das „Superministerium“ würde die anderen Ressorts entkernen. Ein klares Nein zu einem Energieministerium kam von dem SPD-Umweltexperten Hermann Scheer. „Wer ein Energieministerium fordert, der denkt entschieden zu kurz und erfasst das Problem, um das es geht, in seiner gesamten Breite nicht“, sagte Scheer gegenüber „Handelsblatt.com“. Ein Energieministerium hätte die Größe eines „Superministeriums“, das Schlüsselkompetenzen anderer Ministerien wie Bauen, Landwirtschaft, Verkehr, Finanzen, Entwicklung, Außen, Forschung übernehmen müsste. „Das würde aber zu einer Entkernung dieser Ressorts führen und mehr schaden als nützen“, warnte Scheer. Er schlug stattdessen ein ressortübergreifendes Energiekabinett vor, dass unter Leitung des Bundeskanzleramtes tagen solle. In der Energiebranche besteht die Forderung nach einem eigenen Ministerium schon länger. Jüngst hatte die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, Kritik an einer fehlenden Stringenz in der Energiepolitik geübt. In anderen Staaten gebe es ein Energieministerium, in Deutschland sei die Energiepolitik hingegen häufig Gegenstand von Streitigkeiten zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, hatte Müller betont. Der Branchenverband will deshalb bis Mitte dieses Jahres ein eigenes Konzept zur Versorgungssicherheit vorstellen und sich damit auch im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes positionieren.

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Klimawandel: Kommission begrüßt EP-Empfehlungen für künftige EU-Klimapolitik, EU 05.02.2009
Strassburg (EC) -
Die Europäische Kommission begrüßt den heute vom Europäischen Parlament verabschiedeten Bericht mit Empfehlungen für die künftige EU-Klimapolitik. Die Annahme des Abschlussberichts des Nichtständigen Ausschusses zum Klimawandel ist ein Zeichen dafür, dass das Parlament die ehrgeizigen Maßnahmen der EU zur Bewältigung der klimapolitischen Herausforderungen umfassend unterstützt. Seine Empfehlungen stehen im Einklang mit dem Ansatz der Kommission, der in der Mitteilung der vergangenen Woche über ein neues globales Klimaschutzabkommen erläutert wurde.
„Dieser sehr ausführliche Bericht zeigt, dass sich das Europäische Parlament deutlich für eine ehrgeizige EU-Klimapolitik engagiert und sich an ihrer Entwicklung aktiv beteiligt“, sagte der für Umwelt zuständige EU-Kommissar Stavros Dimas. „Diese Gemeinsamkeit der Standpunkte der EU-Organe ist von grundlegender Bedeutung, um die Führungsrolle Europas bei den internationalen Verhandlungen über ein neues weltweites Klimaschutzabkommen zu behaupten. Wir müssen zusammenarbeiten und alle unsere Ressourcen mobilisieren, um sicherzustellen, dass auf der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen im Dezember ein solides und wirksames Abkommen geschlossen wird.“
EU-Kommissar Dimas fügte hinzu: „Da das Mandat des Nichtständigen Ausschusses zum Klimawandel mit diesem Bericht endet, möchte ich dem Ausschuss und insbesondere Herrn Sacconi, Vorsitzender, und Herrn Florenz, Berichterstatter, bei dieser Gelegenheit meine Anerkennung für ihre Arbeit aussprechen.“
Laut Bericht wird die Bekämpfung des Klimawandels neue Arbeitsplätze und Industriezweige schaffen, die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen verringern und soziale Vorteile für die Bürger bieten. Diese Denkweise entspricht der integrierten Klimaschutz- und Energiestrategie, die von der Kommission vorgeschlagen und von den Staats- und Regierungschefs der EU gebilligt wurde.
Die Kommission begrüßt die Unterstützung ihres Vorschlags, dass sich die Entwicklungsländer als Gruppe zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 25 % bis 40 % bis 2020 und mindestens 80 % bis 2050 verpflichten sollten.
Diese Ziele stehen im Einklang mit dem Ansatz der Kommission, der in ihrer Mitteilung zum Kopenhagener Klimaschutzabkommen (IP/09/141) dargelegt wurde, und den Schlussfolgerungen der Ratstagung Umwelt vom Oktober 2008. Die EU geht mit gutem Beispiel voran: Sie hat die Maßnahmen zur Senkung der Emissionen um 20 % getroffen (IP/08/1998) und zugesagt, diese Reduktion auf 30 % zu erhöhen, wenn sich andere Industrieländer in Kopenhagen zu vergleichbaren Zielen verpflichten.
EU-Kommissar Dimas: „Ich begrüße den im Bericht deutlich gemachten Standpunkt, dass die finanzielle und wirtschaftliche Krise kein Grund für eine Aufschiebung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ist. Verzögerungen haben lediglich zur Folge, dass die Reduktion der Emissionen zu einem späteren Zeitpunkt nur noch schwieriger und teurer wird. Den Impuls, den unsere Wirtschaft jetzt benötigt, sollten wir indes als Chance ansehen, Investitionen in eine CO2-arme Industrie und in „ökologische“ Arbeitsplätze der Zukunft zu beschleunigen. Die Kommission hat dies auch in ihrem Europäischen Konjunkturbelebungsprogramm berücksichtigt, das sich auf intelligente Investitionen zur Förderung nachhaltigen Wohlstands konzentriert.“

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EU: Klimaschutzziele noch nicht ausreichend, 04.02.2009
STRASSBURG (Dow Jones)-
Die gerade erst rechtsverbindlich beschlossenen Klimaschutzziele der Europäischen Union sind nach Ansicht des Europäischen Parlaments möglicherweise nicht ausreichend. Der Klimawandel verlaufe noch schneller als angenommen und die Erderwärmung wie angestrebt auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, sei eventuell nicht genug, um gefährliche Folgen der Klimaveränderung zu verhindern, heißt es in einer am Mittwoch mit großer Mehrheit angenommenen Entschließung.
Treibhausgase bis 2050 um 80% reduzieren
Die Abgeordneten plädieren dafür, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um 25% bis 40% gegenüber 1990 zu vermindern und bis 2050 um mindestens 80%. Bisher hat sich die EU auf eine Reduktion von 20% bis 2020 festgelegt. 30% sollen es werden, wenn andere Industriestaaten vergleichbare Verpflichtungen eingehen. Bei der Festlegung des nächsten mittelfristigen EU-Haushaltsplans ab 2014 müsse dem Kampf gegen den Klimawandel höchste Priorität eingeräumt werden, fordert das Parlament. Die EU-Kommission begrüßte die Resolution und insbesondere die Forderung nach Investitionen in klimafreundliche Technologien. „Den Impuls, den unsere Wirtschaft jetzt benötigt, sollten wir indes als Chance ansehen, Investitionen in eine CO2-arme Industrie und in ‚ökologische‘ Arbeitsplätze der Zukunft zu beschleunigen“, sagte Umweltkommissar Stavros Dimas. In der Entschließung machen die Parlamentarier eine Menge Vorschläge für die künftige Klimaschutzpolitik. So plädieren sie für die Gründung einer europäischen Gemeinschaft für Erneuerbare Energien. In der vergangenen Woche wurde in Bonn gerade eine internationale Agentur zur Förderung solcher Energieträger gegründet. Auch will das Parlament „ergebnisoffen prüfen“, ob es Reduktionsziele für den Ausstoß von Treibhausgasen in der Landwirtschaft, einschließlich Methan und Lachgas, geben soll. Neue Wohnhäuser sollen bis 2015 „energieneutral“ gebaut werden, öffentliche- und gewerbliche Gebäude bis 2020.
„Wenn wir die Schwerpunkte auf klassische Wärmedämmung und intelligente Nutzung des Sonnenlichts legen, können wir ein riesiges Potenzial ausschöpfen, das auch bezahlbar bleibt“, sagte der Autor des Berichts, der CDU Abgeordnete Karl-Heinz Florenz. Kontrovers diskutiert wurden Forderungen nach einer Änderung der Lebensweise und des Konsumverhaltens. So kritisierten CDU-Abgeordnete die mehrheitlich angenommenen Forderungen, nur noch Kleinwagen zu bauen und von Unternehmen Öko-Audits zu verlangen.

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Regierungsentwurf für ein Energieeffizienzgesetz auf den Weg gebracht, 02.02.2009
Bundesumweltminister Gabriel sieht noch Diskussionsbedarf
Berlin (BMU) -
Mit dem Entwurf für ein Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz soll die Europäische Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen umgesetzt werden. Die EU-Richtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, nationale Einsparziele festzulegen und eine Einsparung des Energieverbrauchs von jährlich 1 Prozent anzustreben. Außerdem soll der Markt für Energiedienstleistungen gestärkt werden. Es bleibt den Mitgliedstaaten überlassen, die hierfür geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Wichtig ist mir, dass das Gesetz kein zahnloser Tiger wird. Die Steigerung der Energieeffizienz ist der Schlüssel für eine neue Energiepolitik."
Das Gesetz soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, Energie und Kosten zu sparen. Gabriel: "In Deutschland gibt es erhebliche Einsparmöglichkeiten, die ohne jeden Verlust für unseren Lebensstandard genutzt werden können und zudem wirtschaftlich sind. Gerade die Finanzkrise zeigt: Wir können es uns nicht leisten, unnötig Ressourcen zu verbrauchen. Effiziente Energienutzung zahlt sich aus, für jeden Einzelnen, für die deutsche Wirtschaft und für den Klimaschutz."
Der Gesetzentwurf, der jetzt zur Anhörung an die Länder und die Verbände gegangen ist, sieht vor, dass die Bundesregierung einen nationalen Einsparwert festlegt. Dieser soll sich an dem energiepolitischen Ziel der Bundesregierung orientieren, bis zum Jahr 2020 die Energieproduktivität gegenüber dem Jahr 1990 zu verdoppeln. Das ist anspruchsvoller als die unmittelbare Vorgabe der Richtlinie. Noch Diskussionsbedarf besteht, wie die Ziele des Gesetzes am besten erreicht werden können. Das Bundesumweltministerium hat in den Gesetzentwurf Vorschläge für ein ambitioniertes Umsetzungsprogramm eingefügt. Sie zielen auf zusätzliche Impulse für Energiedienstleistungen und wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen. Diese Vorschläge sind allerdings im Ressortkreis noch nicht Konsens.
Dazu gehört die verbindliche Einführung von Energiemanagement in energieintensiven Betrieben.
Bereits im Jahr 2007 haben deutsche Haushalte 100 Milliarden Euro für Energie ausgegeben. Hier kann mit Energieberatung und geeigneten Energieeffizienzmaßnahmen viel getan werden. Deshalb schlägt das Bundesumweltministerium vor, dass Energielieferanten zukünftig Energieeinsparmaßnahmen durchführen müssen. Mit Hinblick auf die EU-Richtlinie sollten diese zu einer Senkung des Energieverbrauchs bei der jeweiligen Kundengruppe um mindestens 1 Prozent führen. Bei den Kosten aus dem Jahr 2007 würde dies eine Entlastung von 1 Milliarde Euro bedeuten.

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Kompensation der überhöhten CO2-Stromkosten sofort, 02.02.2009
Essen (VIK) –
Energieintensive Unternehmen müssen sofort von ihren ungerechtfertigt überhöhten Strompreisen entlastet werden, so der VIK – die Interessenvertretung großer Energiekunden in Industrie und Gewerbe. Dafür müssen jetzt bereits die Erlöse aus der Versteigerung von CO2-Zertifikaten genutzt werden und nicht erst ab 2013. Der VIK unterstützt daher vehement den entsprechenden Vorschlag von Staatssekretär Homann/BMWi vom 23. Januar 2009. Seit Einführung des CO2-Emissionshandels 2005 haben die deutschen Stromkunden jährlich bis zu 5 Milliarden Euro ohne Gegenleistung an die Stromerzeuger zahlen müssen: die bekannten CO2-Windfall Profits der EVU. Im vergangenen Jahr hat der Staat per CO2-Auktion zudem noch einmal rund 900 Millionen Euro eingenommen. Diese Zusatzkosten sind für die energieintensiven Unternehmen unerträglich und führen sie ganz besonders in der jetzigen schwierigen Wirtschaftslage schnell an die Grenze zum Ruin. Damit muss nun endlich Schluss sein! Allein ein Unternehmen wie z.B. Hydro Aluminium hatte 2006 dadurch 60 Mio. Euro unnötige Mehrkosten.
2008/9 hat sich die wirtschaftliche Lage dramatisch verschlechtert. Die in energieintensiven Branchen erzeugten Produkte lassen sich nur noch in geringeren Mengen und zu niedrigeren Preisen absetzen. Geblieben aus den vergangenen Jahren sind allerdings die völlig überhöhten Stromkosten, die bis in die Jahre 2009/10 ausstrahlen. Überhöht sind die Stromkosten, weil sowohl die Lage auf dem Strommarkt (enges Oligopol) als auch die Unfähigkeit der Politik zur Reparatur solcher drastischen Fehlentwicklungen die Einpreisung der geschenkten CO2-Emissionszertifikate in den Strompreis ermöglicht.
Es bleibt keine Zeit für politischen „Zank“. Das Bundesumweltministerium und die gesamte Regierungskoalition sollten sich dieser Linie aus dem Bundeswirtschafts-ministerium anschließen. Schnelles Handeln der Politik ist gefragt, denn zehntausende Arbeitsplätze in energieintensiven Unternehmen, bei deren Zulieferern und ihren Weiterverarbeitern sind akut gefährdet. Arbeitsplätze, die - einmal abgebaut - nicht mehr zurückzugewinnen sind.

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Deutsch-chinesische Klimapartnerschaft vereinbart, 29.01.2008
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Vorsitzende der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) Zhang Ping haben heute im Bundeskanzleramt ein Memorandum of Understanding beider Regierungen zur Bekämpfung des Klimawandels unterzeichnet.
Wesentliche Gegenstände des Memorandums sind Absprachen für eine möglichst enge Kooperation in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Forschung und Technologie. Außerdem verabreden Deutschland und China die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe unter Federführung von BMU und NDRC.
Anlässlich der Unterzeichnung erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen mit China eine enge Kooperation im Klimaschutz zu vereinbaren. Ich bin mir sicher, dass es beiden Regierungen gelingen wird, das große Potential einer solchen Kooperation zum Nutzen beider Seiten auszuschöpfen. Anspruchsvolle Klimaschutzmaßnahmen bergen enorme wirtschaftliche Vorteile. Ein rechtzeitiges Umsteuern auf kohlenstoffärmere Wirtschaftsprozesse lohnt sich gerade auch aus finanziellen Gründen. Ich begrüße, dass die chinesische Regierung diese Einschätzung teilt."
Die erste Sitzung der Klimaschutz-Arbeitsgruppe beider Regierungen wird voraussichtlich im Juni 2009 anlässlich einer Chinareise von Bundesumweltminister Gabriel in Peking stattfinden. Das Bundesumweltministerium unterstützt gemeinsam mit der schwedischen Regierung und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit eine Studie, die die Vorteile aufzeigen soll, die sich aus einem rechtzeitigen Umsteuern auf eine energie- und ressourceneffiziente Wirtschaftsweise für China ergeben.

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Klimawandel: Vorschläge der Kommission für globales Klimaschutzabkommen in Kopenhagen, 28.01.2009
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission hat heute ihre Vorschläge für ein umfassendes und ehrgeiziges neues globales Klimaschutzabkommen und dessen Finanzierung vorgelegt. Das neue Abkommen soll im Dezember auf der UNKlimaschutzkonferenzin Kopenhagen unterzeichnet werden. Um den Temperaturanstieg auf weniger als 2°C zu begrenzen, werden die Entwicklungsländer wesentlich mehr Finanzmittel von den Industrieländern benötigen und brauchen außerdem die Hilfe multilateraler Organisationen,  um ihren Beitrag zum Klimaschutz bewältigen zu können. Zu den Vorschlägen der Kommission zählen die Schaffung eines OECD-weiten CO2-Markts bis 2015 sowie innovative internationale Finanzierungsmöglichkeiten, die sich nach den Emissionen und der Finanzstärke des jeweiligen Landes richten.
Hierzu erklärte Umweltkommissar Stavros Dimas: „Zur Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels sind in den nächsten Jahrzehnten erhebliche private und öffentliche Investitionen notwendig; diese verursachen allerdings erheblich niedrigere Kosten als eine ungebremste Fortsetzung des zerstörerischen Klimawandels. Das Europäische Konjunkturprogramm und ähnliche weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Wirtschaftskrise bieten die Chance, notwendige CO2-arme Investitionen zu fördern und gleichzeitig Anreize für Wachstum, Innovation und Beschäftigung zu geben. Es müssen jedoch weitere Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden, um in Kopenhagen zu einer Einigung zu gelangen. Die heutige Mitteilung ist hierfür ein entscheidender Beitrag, weil sie umfassende Vorschläge zur Aufstockung der Finanzierung und zur Förderung von Investitionen enthält.”

Das Ziel von Kopenhagen
Ziel der EU ist es, den globalen Temperaturanstieg auf weniger als 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, weil es überzeugende wissenschaftliche Hinweise dafür gibt, dass ein stärkerer Klimaanstieg mit großen Gefahren verbunden wäre. Das Abkommen von Kopenhagen soll weltweite Ziele zur Reduzierung der  Treibhausgasemissionen festlegen und die Länder besser in die Lage versetzen, sich an den Klimawandel anzupassen. Die Mitteilung1 enthält konkrete Vorschläge zur Erreichung dieser Ziele.

Ziele und Maßnahmen
Damit ein Temperaturzuwachs von 2°C nicht überschritten wird, müssen die weltweiten Emissionen vor 2020 den Spitzenwert erreichen und dann bis 2050 auf unter 50 % der Menge von 1990 reduziert werden. Hierfür müssen sowohl Industrieals auch Entwicklungsländer tätig werden. Die Industrieländer müssen eine Vorreiterrolle spielen und ihre Emissionen bis 2020 um 30 % der Menge von 1990 verringern. Die EU hat ein Beispiel gegeben, indem sie sich verpflichtet hat, ihre Emissionen um 30 % zu senken, wenn andere Industrieländer sich zu ähnlichen Reduktionen verpflichten, und hat bereits Maßnahmen eingeführt, um ihre Emissionen um 20 % zu senken (IP/08/1998). Die Mitteilung enthält spezielle Parameter, die sicherstellen sollen, dass alle Länder die Ziele mit vergleichbaren Anstrengungen erreichen. Alle OECD-Länder, EU Mitgliedstaaten, Beitrittskandidaten und potenzielle Kandidaten sollten sich Emissionsziele setzen. Die Entwicklungsländer, ausgenommen die ärmsten Länder, sollten den Anstieg ihrer Emissionen bis 2020 zusammengerechnet um 15-30 % der Menge drosseln, die ohne entsprechende Maßnahmen freigesetzt worden wären, etwa durch die rasche Eindämmung der Emissionen aus der Abholzung der Tropenwälder (IP/08/1543). Diese Länder sollten sich dazu verpflichten, bis 2011 CO2-arme Entwicklungsstrategien zu beschließen, die alle entscheidenden klimarelevanten Sektoren einbeziehen. Mit einem neuen internationalen Mechanismus werden diese Strategien geprüft und die vorgeschlagenen Maßnahmen durch geeignete externe Unterstützung gefördert.

Finanzierung der CO2-armen Entwicklung
Zur Verringerung der Emissionen müssen nach unabhängigen Schätzungen bis 2020 weltweit etwa 175 Mrd. EUR zusätzlich pro Jahr investiert werden. Mehr als die Hälfte dieses Finanzbedarfs entsteht in den Entwicklungsländern. Bis 2020 verursachen die meisten Maßnahmen in diesen Ländern nur geringe Kosten oder werfen sogar Gewinne ab und sollten durch die Länder selbst finanziert werden. Internationale Finanzmittel für Maßnahmen, die die Wirtschaftskraft eines Landes übersteigen, dürften u. a. aus öffentlichen Mitteln und durch internationale CO2-Gutschriften bereitgestellt werden. Mit dem Abkommen von Kopenhagen sollte außerdem ein Rahmen geschaffen werden, der die Länder bei der Anpassung an den unvermeidbaren Klimawandel unterstützt. Alle Industrie- und Entwicklungsländer sollten nationale Anpassungsstrategien erarbeiten. Dabei sollten die am wenigsten entwickelten Länder und kleine Entwicklungsländer in Insellage unterstützt werden. Die EU sollte nach innovativen Quellen für die  internationale Finanzierung Ausschau halten, die sich auf das Verursacherprinzip und die Zahlungskraft stützen. Außerdem könnten die EU-Mitgliedstaaten einen Teil ihrer künftigen Einnahmen aus der Versteigerung der Gutschriften aus dem EU-Emissionshandelssystem zur Unterstützung von Entwicklungsländern verwenden.

Globaler CO2-Markt
Die EU sollte versuchen, bis 2015 einen OECD-weiten CO2-Markt aufzubauen, indem sie das EU-Emissionshandelssystem mit vergleichbaren Begrenzungs- und Handelsregelungen verknüpft, um den Klimaschutz zu fördern und entsprechende Mittel zu erschließen. Bis 2020 sollten die größten Schwellenländer in diesen Markt einbezogen sein, damit langfristig ein weltweiter CO2-Markt entsteht. Der Mechanismus des Kyoto-Protokolls für umweltfreundliche Entwicklung sollte reformiert werden. Bei den fortgeschritteneren Entwicklungsländern sollte der Mechanismus allmählich durch einen sektorbezogenen Gutschriftenmechanismus oder Begrenzungs- und Handelsregelungen ersetzt werden.

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Gabriel: CO2-Abscheidung ist Übergangstechnologie, 24.01.2008
BERLIN (AFP
)--Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) betrachtet Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidung (CCS) als „lange Übergangstechnologie“. In Deutschland gebe es für CO2 nur Speicherkapazitäten für eine Kraftwerksgeneration von 40 Jahren, sagte Gabriel dem Deutschlandradio Kultur. Daher solle diese Technologie zwar bis 2020 von der EU gefördert werden. Danach stelle sich aber die Frage der Wirtschaftlichkeit. Auf jeden Fall gelte aufgrund der Vereinbarungen in der EU: „Mehr CO2 in die Atmosphäre bringen wird das Unternehmen nicht dürfen.“ Einen vorrangigen Anwendungsbereich der CCS-Technologie sieht Gabriel in Indien und China: „Wenn es uns dort nicht gelingt, sehr schnell diese Technik zu installieren, wird es sehr schwer, den Klimaschutz zu halten.“

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Erneuerbare Energien: ein Schlüssel für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung, BMU 21.01.2009
BONN (BMU) -
Am kommenden Montag wird die Internationale Agentur für erneuerbare Energien gegründet. Die deutsche Initiative zur Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) erhält weltweit großen Zuspruch. Mehr als 100 Staaten haben ihre Teilnahme an der Gründungskonferenz am kommenden Montag in Bonn zugesagt. Knapp die Hälfte davon will den Gründungsvertrag unterzeichnen. Die Bundesregierung wird von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier auf der Konferenz vertreten.
Bundesumweltminister Gabriel: "Die erneuerbaren Energien bergen nicht nur enorme Potenziale für den Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung. Eine moderne Klima- und Energiepolitik bietet auch große wirtschaftliche Chancen, das haben viele Staaten erkannt."
Staatssekretär Erich Stather aus dem Bundesentwicklungsministerium: "Die erneuerbaren Energien bieten gerade den Entwicklungsländern die Chance, Zugang zu sauberer Energie zu bekommen und damit auch die Chance auf Entwicklung."
Ziel der Initiative, die auch von Spanien und Dänemark aktiv unterstützt wurde, ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit voranzubringen und als Sprachrohr der erneuerbaren Energien Industrie- und Entwicklungsländer praxisnah zu beraten und zu unterstützen. IRENA soll eine treibende Kraft bei der zügigen Umstellung auf die Nutzung der erneuerbaren Energien werden. Es gilt, weltweit die Lücke zwischen dem enormen Potential der erneuerbaren Energien und deren aktuell relativ geringen Marktanteil am Energieverbrauch zu schließen. Damit wird die Agentur einen wichtigen Beitrag zur Klima- und Entwicklungspolitik sowie Außen- und Sicherheitspolitik leisten.
IRENA ist die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert. Die Agentur wird ihre Mitgliedsstaaten dabei beraten, ihre politischen Rahmenbedingungen anzupassen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.
Auf der Konferenz werden die Gründungsstaaten das Statut von IRENA zeichnen. Bereits einen Tag nach der Gründungskonferenz, am kommenden Dienstag, findet das erste Treffen der Mitgliedsstaaten statt. Bei der Tagung der Vorbereitungskommission, der alle Zeichnerstaaten angehören, sollen die Weichen für den raschen Aufbau von IRENA gestellt werden. Im Juni 2009 werden die Mitgliedsstaaten dann über den Sitz der Agentur entscheiden und den ersten Gründungsdirektor oder die erste Gründungsdirektorin auswählen. Der Gründungsprozess von IRENA wird in Deutschland vom Bundesumweltministerium und Bundesentwicklungsministerium in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt vorangetrieben.

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Sigmar Gabriel: Mit Obama beginnt eine neue Ära im internationalen Klimaschutz, BMU 20.01.2009
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beglückwünscht den neuen Präsidenten der USA zu seiner Amtseinführung. "Mit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama beginnt eine neue Ära im internationalen Klimaschutz. Washington ist wieder an Bord", sagte Gabriel. "Wenn der neue Präsident hält, was er im Wahlkampf versprochen und nach seiner Wahl angekündigt hat, dann bedeutet dies eine Kehrtwende in der US-Klimapolitik und die Rückkehr des Landes ins multilateraleVerhandlungsgeflecht. Das stärkt meine Zuversicht, dass wir am Ende des Jahres 2009 in Kopenhagen ein neues, anspruchsvolles, globales Klimaabkommen beschließen können."
Bislang lag die Führungsrolle im internationalen Klimaschutz allein bei der EU. Die EU hat anspruchsvolle Klimaziele vereinbart und diese mit dem Klimapaket vom Dezember letzten Jahres auch umgesetzt und damit ein Zeichen gesetzt, dass Klimaschutz wirtschaftsverträglich möglich ist. Europa geht voran und wird seine Treibhausgasemissionen um 20 Prozent bis 2020, bezogen auf 1990 mindern, im Falle eines neuen globalen Klimaabkommens sogar um 30 Prozent. Die Chancen für einen Erfolg in Kopenhagen sind mit dem Amtsantritt Barack Obamas gewachsen. So hatte er bereits am 18. November 2008 in einer Videoansprache angekündigt, ein neues Kapitel bei den UN-Klimaverhandlungen aufschlagen zu wollen und den Klimawandel als eines der dringendsten Probleme bezeichnet. "Ohne die USA kann es keinen entscheidenden Fortschritt im internationalen Klimaprozess gebe", sagte Gabriel. Für die USA ist jedoch entscheidend, dass auch Staaten wie Indien und China mitmachen. Im Fokus der Verhandlungen wird daher stehen, welchen verbindlichen Beitrag zum einen die USA und zum anderen die wirtschaftlich stark wachsenden Schwellenländer leisten können.
Ziel der neuen Administration unter Präsident Obama ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2020 auf den Stand von 1990 zurückzuführen und bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Auch in seiner Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise setzt Obama auf Arbeitsplätze durch klimafreundliche Investitionen in Höhe von 150 Milliarden US-Dollar: Rund eine Million Arbeitsplätze sollen durch Verdopplung der erneuerbaren Energien innerhalb von drei Jahren und durch energetische Sanierung von 75 Prozent der öffentlichen Gebäude und von zwei Millionen Privathäusern geschaffen werden. Minister Gabriel: "Ich freue mich auf den Wettbewerb um das anspruchvollste Klimaschutzprogramm. Ich bin sicher, die USA werden uns kräftig herausfordern. Wir können damit die transatlantischen Beziehungen wieder auf eine neue Grundlage stellen."
Die Personalentscheidungen Präsident Obamas unterstreichen dieses Engagement. Im Weißen Haus wird Carol Browner, unter Präsident Clinton EPA-Chefin und enge Vertraute von Al Gore, eine neu geschaffene Koordinatorenrolle für Klimaschutz und Energie übernehmen. Die designierte neue Chefin der US-Umweltbehörde EPA wird die bisherige Umweltministerin New Jerseys, Lisa Jackson. Der Physik-Nobelpreisträger Steven Chu wird Energieminister und hat sich vielfach für den Ausbau alternativer Energien eingesetzt. Zu Obamas wissenschaftlichen Beratern gehören auch John Holdren und Jane Lubchenko, die sich prononciert für eine anspruchsvolle Klimapolitik eingesetzt haben.

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Gabriel: Umweltschutz wird als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger - Erster Umweltwirtschaftsbericht vorgelegt, 19.01.2009
Berlin (BMU) -
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben heute den ersten Umweltwirtschaftsbericht veröffentlicht. Die gemeinsame Publikation zeigt die enge Verknüpfung zwischen Ökologie und Ökonomie und die neue Rolle der Umweltpolitik. "Der Umweltwirtschaftsbericht hilft, die Diskussionen um das Verhältnis von Umwelt und Wirtschaft zu versachlichen. Angesichts der doppelten Herausforderung durch Wirtschafts- und Klimakrise brauchen wir gerade jetzt solide und klare Entscheidungsgrundlagen für eine ökologische Industriepolitik", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
Umweltschutz wird als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger. Mehr als 5 Prozent der Industriegüterproduktion in Deutschland entfielen 2007 auf Umweltschutzgüter. Deutschland ist beim Handel mit Umweltschutzgütern Weltspitze. Das schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder: Die Umweltjobs boomen: Fast 1,8 Millionen Menschen finden in Deutschland hier Brot und Arbeit, mit weiter steigender Tendenz.
Der Bericht belegt, dass sich Umweltschutz auszahlt – gerade auch angesichts langfristig steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie der großen Bedeutung der Energie- und Materialkosten im verarbeitenden Gewerbe. Umweltschutzanforderungen machen Unternehmen innovativer und damit fit für die Zukunft. Und Umweltschutz ist volkswirtschaftlich eine lohnende Investition. Denn er verringert Umweltschäden, deren Kosten die Gesellschaft ansonsten zu tragen hätte. So erreichen beispielsweise die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vermiedenen Umweltschäden bereits heute die gleiche Größenordnung wie die zusätzlichen Kosten für die Volkswirtschaft. In rund zehn Jahren wird der Nutzen doppelt so groß sein wie die Zusatzkosten.
In den Märkten der Zukunft eröffnen sich für innovative Unternehmen gewaltige Chancen. Damit deutsche Unternehmen weltweit und dauerhaft erfolgreich sein können, müssen sie in ihren Unternehmensstrategien berücksichtigen, dass die Ökologie zur Ökonomie des 21. Jahrhunderts wird. Umweltpolitik ist heute auch Innovationspolitik, Investitionspolitik, Beschäftigungspolitik und vorausschauende Standortpolitik. "Umwelt und Wirtschaft sind kein Gegensatz – wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss sich frühzeitig auf neue Herausforderungen wie den Klimaschutz und knapper werdende natürliche Ressourcen einstellen. Die Umweltpolitik muss diesen Prozess beschleunigen, indem sie Umweltinnovationen fördert und Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten umweltfreundlicher Produkte und Techniken beseitigt", so der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge.

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Vorgaben für Kohlekraftwerks-Projekte: Ressortabstimmung über CCS-Gesetz in heißer Phase, 16.01.2009
BERLIN/FRANKFURT (Dow Jones
) - Der Kompetenzstreit zwischen Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesumweltministerium (BMU) über die Energie- und Umweltgesetzgebung ist nicht neu. So reiht sich das geplante Gesetz zur CO2-Abscheidung und -Lagerung (CCS - Carbon Capture and Storage) in die Liste der zwischen den beiden Ressorts in Berlin strittigen Vorhaben. In den Dow Jones Energy Daily am Donnerstag vorliegenden Entwürfen des BMWi und BMU werden die unterschiedlichen Ansätze der beiden Ministerien deutlich. Doch Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) müssen trotz Wahljahr einen schnellen Schulterschluss üben und noch in der laufenden Legislaturprojekte einen CCS-Rechtsrahmen und damit Investitionssicherheit für die Unternehmen schaffen. RWE und Vattenfall drängen darauf und machen ihre Investitionsentscheidungen in Milliarden teure Demonstrationskraftwerke davon abhängig. Denn die unausgereifte  Technik für klimaschonende Kohlekraftwerke ist aufgrund fehlender rechtlicher Rahmenbedingungen noch nicht praktisch umsetzbar.
„Das Gesetz dient der Schaffung von Rechtssicherheit bei der Realisierung von Projekten zur dauerhaften, umweltverträglichen und gesundheitlich unbedenklichen Ablagerung von CO2“, heißt es in dem Entwurf des BMU. Beide Entwürfe sehen gesetzliche Vorgaben zur Abscheidung, zum Transport und zur Speicherung von CO2 vor. Während der Bau von Transportleitungen bzw Pipelines keine allzu großen rechtlichen Herausforderungen darstellt, weil sich CO2-Pipelines nur unwesentlich von Gasleitungen unterscheiden, dürften Fragen der Sicherheit und Haftung der CO2-Speicher zu den Knackpunkten gehören. Die im vergangenen Dezember von den EU-Regierungen beschlossene CCS-Richtlinie lässt den Mitgliedsstaaten in bestimmten Punkten keinen Spielraum. So muss gemäß der EU-Richtlinie auch nach dem fachgerechten Verschluss von CO2-Lagerstätten die Verantwortung für weitere 20 Jahre bei den Energieversorgern belassen werden. Das BWMi wollte in seinem Arbeitsentwurf, der allerdings noch vor der Entscheidung der EU-Länder herausgearbeitet wurde, andere Haftungsregeln vorschreiben.
„Wurde ein Kohlenstoffspeicher (...) geschlossen, so wird die Verantwortung für das geschlossene Lager (...) durch Anordnung der zuständigen Behörde auf die zuständige Behörde übertragen“, heißt es in dem Papier des Wirtschaftsministeriums. Der BMU-Entwurf entspricht hingegen der EU-Vorgabe und lässt die Betreiber nicht so schnell aus ihrer Pflicht heraus. Abfallrecht sieht schärfere Umweltauflagen vor. Die Suche nach geeigneten Lagerstätten wollen das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften übernehmen. Zusammen sollen sie einen Kohlendioxidspeicherplan entwickeln. Wie erwartet, nimmt das BMWi als Grundlage für seinen Gesetzesentwurf auch nicht das Abfall- sondern das Bergrecht. Dies gewährt den Betreibern bei der Suche und Einrichtung von Lagerstätten größere Freiheiten. Das vom Umweltministerium zugrunde gelegte Abfallrecht hingegen sieht schärfere Umweltauflagen vor. Auch will das BMU das Genehmigungsverfahren in eigenen nachgelagerten Behörden wie dem Umweltbundesamt (UBA) ansiedeln. Unmissverständlich heißt es in dem Entwurf des Umweltministeriums, „die Bestimmungen des Gesetzes fallen in den Bereich der Luftreinhaltung“.
Zurzeit laufen auf Arbeitsebene Gespräche zwischen den beiden Ministerien, um die Entwürfe zusammenzubringen, wie Sprecher beider Behörden bestätigten. In Berlin ist man optimistisch, einen gemeinsamen Gesetzesentwurf bis Februar, spätestens aber bis März vorlegen zu können. Endlich seien BMU und BMWi dabei, konstruktiv  usammenzuarbeiten, erfuhr Dow Jones Energy Daily aus Regierungskreisen. Das BMU sehe die geplante CCS Gesetzgebung aus klimapolitischer Sicht, während das Wirtschaftsministerium energiewirtschaftliche Fragen in den Vordergrund stelle. Das BMWi-Papier entspreche daher weitgehend dem im November vergangenen Jahres vorgelegten Vorschlag der Industrie. Auch wenn das Umweltministerium die Federführung bei der CCS Gesetzgebung bei sich sieht, muss sich Gabriel mit seinem Ressortskollegen Glos in der Regierungskoalition einigen. Aus Parlamentskreisen in Berlin hieß es zuletzt, das Wirtschaftsministerium würde gerne eine gemeinsame Federführung übernehmen und betrachte den eigenen Arbeitsentwurf mehr als Ergänzung und weniger als Konkurrenz zum BMU-Papier.

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Aktueller Gas-Streit zeigt: Breiter Energiemix ist unverzichtbar! 14.01.2009
Essen (VIK),  – „Die derzeit deutlich erkennbare Abhängigkeit Deutschlands und der EU von Erdgas-Importen tauchte in der bis vor vier Wochen noch tobenden Diskussion um Klimaschutz und CO2 nicht auf. Dies erstaunt und beunruhigt, da doch die zwangsläufige Konsequenz der gegenwärtigen Klimaschutzpolitik ein erheblich verstärkter Erdgaseinsatz zur Stromerzeugung sein wird. Und auch in der derzeitigen Berichterstattung über den Erdgasstreit zwischen Russland und der Ukraine sind Bezüge zur Klimadiskussion des gesamten Jahres 2008 viel zu seltene Ausnahmen.“, so Dr. Alfred Richmann, Geschäftsführer des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Eine umfassende Analyse und Umsetzung der vom Energiewirtschaftsgesetz vorgegebenen Ziele Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sieht für den VIK anders aus.
Eine weitere Verschiebung des Energieträgermixes zu Gunsten von Erdgas ist aus VIK-Sicht keine tragfähige Energieversorgungslösung für Deutschland. „Deutschland sollte bei seiner Energieversorgung auch weiterhin am derzeit breiten Energieträgermix aus Gas, Kohle, Öl, Kernenergie und erneuerbaren Energien festhalten. Nur so ist die Versorgungsicherheit langfristig seriös, nachhaltig und belastbar zu gewährleisten. Nur so bleibt der Standort Deutschland für jedweden energietechnischen Fortschritt offen. Mit brennstoffspezifischen CO2-Benchmarks kann das deutsche und das EU-Klimaschutzziel eingehalten werden!“, so Dr. Richmann.

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Deutschland stellt sich auf die Folgen des Klimawandels ein Bundeskabinett beschließt "Deutsche Anpassungsstrategie", 18.12.2008
BERLIN (BMU)-
Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die "Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel" verabschiedet. "Das Klima ändert sich weltweit. Und mit dem Klima ändern sich die Lebensbedingungen der Menschen – auch in Deutschland", so der Bundesumweltminister. "Wir tun alles dafür, dass das ambitionierte EU-Ziel erreicht wird, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Aber selbst dann werden Folgen des Klimawandels auftreten, auf die sich auch Deutschland einstellen muss."
Die heute im Bundeskabinett beschlossene Strategie schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Sie stellt in erster Linie den Beitrag des Bundes dar und bietet auf diese Weise eine Orientierung für andere Akteure. Die Strategie legt den Grundstein für einen mittelfristigen Prozess, in dem gemeinsam mit den Bundesländern und anderen gesellschaftlichen Gruppen schrittweise die Risiken des Klimawandels bewertet werden sollen. Anschließend sollen die entsprechenden Ziele definiert sowie mögliche Anpassungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.
Die Strategie fasst den aktuellen Kenntnisstand zu den erwarteten Klimaänderungen und zu den damit verbundenen möglichen Auswirkungen zusammen. Für 15 Handlungsfelder und ausgewählte Regionen werden mögliche Klimafolgen und Handlungsoptionen skizziert. Ferner werden der internationale Kontext und der deutsche Beitrag zur Anpassung in anderen Teilen der Welt umrissen sowie die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie beschrieben.
Als nächster Schritt wird bis zum Frühjahr 2011 in Zusammenarbeit mit den Ländern und anderen Akteuren ein Aktionsplan Anpassung erarbeitet. Dies wird durch einen breiten Kommunikationsprozess und Initiativen zur Verbesserung der Wissensbasis und der Entscheidungsgrundlagen unterstützt.
Abhängig von der globalen Entwicklung ist von einer Erwärmung in Deutschland bis zum Zeitraum 2021-2050 um 0,5 bis 1,5 Grad Celsius und bis zum Zeitraum 2071-2100 um 1,5 bis 3,5 Grad Celsius auszugehen. Die Erwärmung wird besonders in den Wintermonaten zu spüren sein. Bei den Niederschlägen ist eine Zunahme im Winter um im Schnitt bis 40 Prozent möglich, in einigen Gebieten der Mittelgebirgsregionen der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen sowie der nordöstlichen Landesteile Bayerns sogar um bis zu 70 Prozent. Die Sommerniederschläge könnten bundesweit um bis zu 40 Prozent abnehmen, wobei der Südwesten Deutschlands erneut besonders stark betroffen sein könnte.
Zentrale Teile Ostdeutschlands, das nordostdeutsche Tiefland und die südostdeutschen Becken und Hügel könnten künftig verstärkt durch ein geringeres Wasserdargebot betroffen sein. Für die Region der links- und rechtsrheinischen Mittelgebirge wird ein insgesamt niederschlagsreicheres Klima angenommen. Dies lässt Folgen für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Hochwasserschutz erwarten. Im Oberrheingraben könnten Hitzebelastungen häufiger und intensiver werden, zudem könnte die Hochwassergefahr steigen. Die Alpenregionen sind in ihrer Biodiversität sehr anfällig. Der Rückgang der Gletscher hätte wasserwirtschaftliche Auswirkungen, eine verminderte Schneesicherheit wirkt negativ auf die Attraktivität von Wintersportgebieten. Mit veränderten Gefahrenpotentialen für Naturgefahren, wie Steinschläge oder Muren, muss gerechnet werden. Die Küstenregionen könnten zunehmend durch den Meeresspiegelanstieg und ein geändertes Sturmklimas gefährdet werden. Es bestehen allerdings große Unsicherheiten darüber, wie stark sich Meeresspiegelniveaus und Sturmklima verändern.

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Mit dem Klimawandel umgehen, 17.12.2008
BERLIN (Bundesregierung) -
Das Klima ändert sich, die Frage ist nur wie stark. Die Gesellschaft muss sich deshalb auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Folgen einstellen –  am besten so früh wie möglich. Trotz aller Bemühungen, den Klimawandel zu stoppen, erscheinen Veränderungen unausweichlich. Vor allem auf höhere Temperaturen müssen wir uns einstellen, mit allen Nebenwirkungen für Umwelt, Gesundheit und unseren Lebensraum. Mit der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel legt die Bundesregierung nun ein Konzept vor, wie sich auf die bereits eingetretenen und die sich abzeichnenden Veränderungen des Klimasystems reagieren lässt.
 
Mehr Klimaschutz, weniger Anpassungsbedarf
Der Kampf um die Reduzierung der Treibhausgase hat auch in Zukunft absolute Priorität. Deutschland und die Europäische Union (EU) haben sich zum Ziel gesetzt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Verminderung von Treibhausgasen in allen Ländern ist  das wichtigste Mittel, um den Anpassungsbedarf an den Klimawandel so gering wie möglich zu halten. Die Verringerung der Treibhausgasemissionen einerseits und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel anderseits sind deshalb zwei Seiten derselben Medaille.
 
Veränderungen sind spürbar
Selbst wenn es gelingt die globale Erwärmung aufzuhalten, müssen wir uns auf bereits spürbare Veränderungen einstellen. Die Erwärmung der Erdatmosphäre birgt Risiken für unsere Gesundheit und unsere Gesellschaft. Die Veränderungen betreffen die Wirtschaft, den Städtebau, die Architektur und auch das Gesundheitswesen. So drohen etwa Hitzewellen und mehr extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen oder Stürme. Hitzeperioden belasten besonders Personen mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch erkrankte ältere Menschen und Kleinkinder verkraften hohe Temperaturen schlechter. Der Temperaturanstieg verschiebt aber auch Lebensräume von Tieren, Vögeln und Pflanzen. So sind heute in Deutschland Insekten zu finden, die ihren ursprünglichen Lebensraum in wärmeren Gegenden haben. Das bringt wiederum in unseren Regionen bislang unbekannte Krankheiten mit sich.
 
Weitere Beispiele für mögliche Wirkungen des Klimawandels
Schwerpunkte der Strategie
Die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) gibt für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland einen Rahmen vor. Die Strategie beschreibt vor allem die Ziele, die die Bundesregierung ins Auge gefasst hat. Diese will der Bund gemeinsam mit den Ländern schrittweise konkretisieren.  Dafür heißt es zunächst, die bestehenden Risiken zu identifizieren und den Handlungsbedarf zu benennen. In fünf Kapiteln legt das Dokument die Grundsätze der Strategie dar, den aktuelle Kenntnisstand die erwarteten Klimaänderungen: einschließlich konkreter Handlungsoptionen auf 15 Handlungsfeldern. Auch Fragen der Finanzierung und der kritischen Erfolgskontrolle spart die Strategie nicht aus.

Die nächsten Schritte
Gefordert sind alle sozialen Akteure und ihre Planungen: Unternehmen, Wissenschaft, Behörden und die Bürgerinnen und Bürger. Damit sie nachhaltig planen und handeln können, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich, heißt es in der Strategie:
- Eine bessere Wissensbasis, um Chancen, Risiken und Handlungsmöglichkeiten besser benennen und vermitteln zu können
- Transparenz und Beteiligung durch einen breit angelegten Kommunikations- und Dialogprozess zu schaffen
- Bewusstseinsbildung und Information durch breite Öffentlichkeitsarbeit
- Strategien zum Umgang mit Unsicherheiten
Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit natürlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Systeme zu erhalten oder zu steigern und mögliche Chancen zu nutzen. Als zentraler nächster Schritt in der Weiterentwicklung der Strategie wird in Zusammenarbeit mit den Ländern und den relevanten Akteuren ein Aktionsplan Anpassung erarbeitet. Dieser wird Bundestag und Bundesrat bis März 2011 vorgelegt. Dazu wird eine interministerielle Arbeitsgruppe Anpassung (IMA Anpassungsstrategie) eingerichtet.

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Gruenes Licht für Gipfelbeschlüsse scheint sicher, 16.12.2008
BRÜSSEL (Dow Jones)--
Der Weg zur Verabschiedung des EU-Gesetzespakets zum Klimaschutz in erster Lesung ist frei. Eine Verhandlungsdelegation des Europäischen Parlaments akzeptierte am Wochenende in Gesprächen mit der französischen Ratspräsidentschaft im Wesentlichen die Beschlüsse des EU-Gipfels. Beide Seiten einigten sich noch auf einige Änderungen, etwa bei der Neufassung der Emissionshandelsrichtlinie, die aber laut der irischen Parlamentsberichterstatterin Avril Doyle „technischer Natur“ sind. Das Verhandlungsergebnis muss nun noch vom Plenum des Parlaments gebilligt werden. Die Abstimmung ist für Mittwoch geplant. Danach muss auch der Ministerrat noch formal zustimmen. 300 Mio CO2-Zertifikate für CCS-Projektanlagen Da die beiden größten Fraktionen im Europäischen Parlament (EP), die konservative EVP-ED und die sozialdemokratische SPE, das Verhandlungsergebnis nicht in Frage stellen und auch die Liberalen Zustimmung signalisierten, scheint das Grüne Licht durch das Parlament bereits vor den Fraktionssitzungen am Dienstag sicher. Unzufrieden mit Teilen des Klimapakets sind die Grünen. Doch auch bei den am stärksten kritisierten Gipfelbeschlüssen zur Richtlinie über die Klimaschutzverpflichtungen außerhalb des Emissionshandels können sie offenbar keine Parlamentsmehrheit für eine Ablehnung organisieren. Die für die Richtlinie zuständige Berichterstatterin Satu Hassi (Grüne) kritisierte nach den Trilogverhandlungen erneut, dass „der Deal das Outsourcing von über der Hälfte der EU-Emissionsverminderung in andere Staaten“ erlaubt. Nach ihren Angaben können die EU-Staaten rund 80% ihrer Klimaschutzauflagen erfüllen, indem sie Projekte außerhalb Europas unterstützen. „Ich hoffe, die Regierungen verhalten sich verantwortungsbewusst und stellen sicher, dass der Hauptteil der Emissionsreduktion zu Hause erreicht wird“, appellierte Hassi nach der abschließenden Verhandlungsrunde. Von einer Ablehnung im Parlament war nicht mehr die Rede. Auch bei der finanziellen Förderung der geplanten großen Demonstrationsanlagen für die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage – CCS) akzeptiert das Parlament offenbar den Gipfelbeschluss, auch wenn dieser hinter den EP Forderungen zurückbleibt. Die EU Staaten wollen 300 Mio Emissionszertifikate aus der Reserve für neue Marktteilnehmer kostenlos an Betreiber von CCS-Projektanlagen über 300 MW verteilen. Das könne je nach CO2-Preis 6 bis 9 Mrd EUR wert sein und reiche zum Bau von neun bis zehn großen Demonstrationsanlagen, sagte EP-Berichterstatter Chris Davies (Liberale). Das EP hatte 500 Mio Zertifikate verlangt, um die 12 Projekte zu finanzieren, deren Konstruktion die EU-Staats- und Regierungschefs bis 2015 gefordert hatten. Der SPE-Fraktionsvorsitzende Martin Schulz nannte die Kompromisse zum Klimapaket eine „saubere Balance zwischen dem Schutz von Arbeitsplätzen und einem effektiven Handeln gegen den Klimawandel“. Doyle bezeichnete die Beschlüsse zum Emissionshandel als ausgewogen. Die „umweltpolitische Integrität“ der Kommissionsvorschläge bleibe gewahrt, gleichzeitig würden „gleiche Wettbewerbsbedingungen“ für die europäische Industrie garantiert. Lena Ek, die für die Liberalen an den Verhandlungen über die Emissionshandelsrichtlinie teilgenommen hat, kritisierte die „Verwässerung“ durch die vielen Ausnahmenregeln und die Verzögerung der vollständigen Versteigerung von Zertifikaten. Dennoch sei „das Glas eher halb voll als halb leer“ und sie werde ihrer Fraktion die Zustimmung empfehlen, sagte Ek.

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CARBON EXPO 2009: Mehr als nur ein neuer Standort – neue Impulse für den globalen CO2-Markt, 15.12.2008
Die weltweit führende Messe und Konferenz für Emissionshandel, Lösungen zur CO2-Eindämmung und neue Technologien wird vom 27. bis zum 29. Mai 2009 in Barcelona stattfinden. Bei der 6. Ausgabe der Veranstaltung, die von der Weltbank, der International Emissions Trading Association (IETA), der Koelnmesse GmbH sowie der Fira Barcelona gemeinsam organisiert wird, wird der Themenschwerpunkt „Städte und Carbon Finance“ lauten.
Themenschwerpunkt CARBON EXPO 2009: Städte und Carbon Finance In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für den Klimawandel enorm gewachsen und es ist ein zunehmendes Engagement seitens städtischer Entscheidungsträger und anderer Beteiligter auf lokaler Ebene zu verzeichnen. Daher haben zahlreiche Städte in Industrie- und Entwicklungsländern bereits Klimaschutzstrategien eingeführt, die durch Richtlinien und Maßnahmen zur Eindämmung von Treibhausgasen ergänzt werden. Die rapide anwachsende städtische Bevölkerung muss zum einen mit Energie und Wasser versorgt werden und ist zum anderen für die Auswirkungen des Klimawandels besonders anfällig. Daher ist vor allem in den Städten ein rasches Handeln im Hinblick auf den Klimaschutz gefragt. Um den Wandel hin zu einer CO2-armen Stadtplanung erfolgreich bewältigen zu können, müssen die verschiedenen beteiligten Parteien sich abstimmen, ihr Wissen austauschen, Netzwerke bilden und optimal kommunizieren. Dieser Wandel setzt aber auch eine entsprechende Finanzierung voraus. Dabei können Carbon Finance und CO2-Märkte eine entscheidende Rolle spielen, indem sie sich auf die Emissionseindämmung in zentralen Entwicklungsbereichen konzentrieren, wie beispielsweise Energie, Wasser, Abfallwirtschaft, Transport sowie Luft- und Wasserschutz.
Durch diesen Themenschwerpunkt und die Organisation ausgewählter themenbezogener Aktivitäten will die CARBON EXPO 2009 den Teilnehmern einen Überblick über die Möglichkeiten geben, die lokalen Stellen auf dem CO2-Markt zur Verfügung stehen. Außerdem will die Veranstaltung Vertretern aus Industrie, Projektarbeit und Carbon Finance, Entwicklern und Anbietern umweltfreundlicher Technologien und anderen Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt eine Plattform bieten, um Wissen auszutauschen, sowie einen Marktplatz für umweltfreundliche Lösungen, die im Zusammenhang mit der städtischen Entwicklung stehen. Auch die Regierung des Gastlandes Spanien setzt sich für das Thema ein. Der globale CO2-Markt am Scheideweg – eine zukunftsweisende internationale Konferenz 2009 ist ein wichtiges Jahr für die Verhandlungen in Bezug auf den Klimawandel, in dem die Regierungen zahlreicher Länder in Kopenhagen ein Abkommen über ein zukünftiges Rahmenwerk für den Klimaschutz abschließen wollen. Das über drei Tage verteilte Konferenzprogramm der CARBON EXPO 2009 sieht Debatten, detaillierte Fallstudien und Sitzungen für Entscheidungsträger vor, in denen ein umfassender Überblick über den Stand des Markts und der internationalen Verhandlungen gegeben wird. Das diesjährige Programm ist in neun Plenarsitzungen und vier CARBON EXPO Workshop-Reihen zu folgenden Themengebieten unterteilt: „Projekt“, „Händler“, „Neue Märkte“ sowie „Städte und Carbon Finance“. Nachdem im vergangenen Jahr mehr als 200 Redner teilgenommen haben, werden auch 2009 führende Experten aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor über die neuesten Trends berichten und u. a. folgende Themen erörtern:
- der Status des globalen CO2-Markts
- von Bali bis Kopenhagen: Perspektive der Marktinstrumente und realistische Optionen für die Zeit nach 2012
- EU ETS Phase III
- Energieeffizienz im Städtebau
- breitere Anwendung der Carbon Finance der Emissionshandel
– finanzielle Risiken und Chancen für Unternehmen in einer CO2-gesteuerten Wirtschaft
- Erweiterung des Anwendungsbereichs von CDM und JI
- staatliche und regionale Initiativen in Nordamerika und bundesstaatliche Entscheidungsgewalt

Eine internationale Geschäfts- und Kontaktplattform
In nur fünf Jahren hat sich die CARBON EXPO als weltweit führende globale Plattform für Interessenvertreter des CO2-Markts etabliert. 2008 haben über 3000 Besucher aus 115 Ländern (2007: 2419 aus 115 Ländern) teilgenommen, darunter Industrievertreter, Technologiefirmen, Dienstanbieter, Kapitalgeber und Anwaltskanzleien, Projektentwickler und Einkäufer, Nichtregierungsorganisationen und Think Tanks, politische Entscheidungsträger und Regierungsvertreter. Insgesamt waren 2008 258 Aussteller (2007: 222) aus 80 Ländern vertreten, darunter 40 Gastländer (2007: 36), und 46 Side Events wurden von den Ausstellern der CARBON EXPO durchgeführt. „Für das Sekretariat erwies sich die Teilnahme an den Konferenzsitzungen der CARBON EXPO sowie der Besuch der Informationsstände der Messe als höchst effektive Möglichkeit, um Kontakte zu anderen Interessenvertretern dieses Markts zu knüpfen, die ebenfalls diese Veranstaltung besuchen. Für mich als Öffentlichkeitsreferent ist die CARBON EXPO eine wertvolle Gelegenheit, um mir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen zu verschaffen.“

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EU einigt sich auf Klimapaket mit vielen Ausnahmen 15.12.2008
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die Kohlendioxid-Emissionen der EU bis 2020 um 20% zu senken – das ist das Kernziel des Gesetzespakets zum Klimaschutz, auf das sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag bei ihrem Gipfeltreffen geeinigt haben. Das Europäische Parlament muss dem Paket in der bevorstehenden Woche zustimmen, bevor es verabschiedet werden kann. Der Anteil von Erneuerbaren Energien soll bis 2020 auf durchschnittlich 20% steigen. Gleichzeitig sollen bis 2020 rund 20% Energie in Europa eingespart werden. Die Regeln für den CO2-Handel sollen sich ab 2013 ändern. Von der geplanten Versteigerungspflicht wird es Ausnahmen für Länder geben, die schlecht mit Leitungen an den EU-Energiemarkt angebunden sind oder in denen über 30% des Stroms aus einem fossilen Brennstoff (z.B. Kohle) hergestellt wird und wo das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weniger als die Hälfte des EU-Durchschnitts beträgt. Diese Länder dürfen 2013 bis zu 70% der CO2-Zertifikate umsonst an die Stromerzeuger vergeben, erst 2020 soll die vollständige Auktionierung Pflicht werden. Die frei verteilten Emissionsrechte werden von der Menge abgezogen, die von den Regierungen verteilt werden können. Diese Ausnahmen sind speziell für Polen und andere östliche Mitgliedstaaten gemacht. Deutschland fällt nicht unter die Kriterien. Damit Deutschlands Energiebranche nicht gegenüber Osteuropa benachteiligt wird, sprach sich der Gipfel für die Möglichkeit aus, den Bau hochmoderner Kraftwerke mit Einnahmen aus dem Emissionshandel zu fördern. Zwischen 2013 und 2016 dürfen die Mitgliedstaaten 15% der Investitionssumme zuschießen.
Um Polen, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien und der Slowakei mehr Wachstum zu ermöglichen, erhalten diese mehr Emissionsrechte als
die anderen EU-Staaten. Statt 10% gehen nun sogar 12% der 2013 verfügbaren Gesamtmenge an Zertifikaten in einen „Solidaritätsfonds“, der unter diesen Ländern – zusätzlich – verteilt wird. Rumänien (29%) und Polen (27%) erhalten daraus den Löwenanteil. Nach polnischen Angabenkann das für das Land in manchen Jahren 15 Mrd EUR wert sein. Auch für die Industrie gibt es zahlreiche Ausnahmen bei der Versteigerung der CO2-Rechte für die Handelsphase ab 2013. Zunächst soll die Versteigerungspflicht bei 20% liegen.
Dieser Anteil soll bis 2020 auf 70% erhöht werden, nicht aber auf 100%, wie bisher vorgesehen. Die vollständige Auktionierungspflicht soll voraussichtlich erst 2027 greifen. Mehrere EU-Länder fürchten eine Abwanderung von Branchen wie Stahl, Chemie, Keramik und Zement in außereuropäische Länder ohne CO2-Auflagen. Besonders gefährdete Unternehmen sollen weiterhin die Erstausstattung an Emissionsrechten kostenlos erhalten, vorausgesetzt ihre Anlagen sind mit der „besten verfügbaren Technik“ ausgerüstet (Benchmark-System), beschloss der Gipfel. Welche Branchen und Unternehmen konkret betroffen sind, soll bis Ende 2009 festgelegt werden. Kriterien für die Gewährung von Ausnahmen gab der Gipfel allerdings bereits vor. Demnach gelten Branchen oder Firmen als besonders gefährdet, wenn ihre Produktionskosten durch die neuen Gesetze um mehr als 5% der Bruttowertschöpfung steigen und ihre Im- und Exporte mehr als 10% des Umsatzes ausmachen.

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BDEW reagiert enttäuscht auf EU-Klimapaket, 15.12.2008
BERLIN (Dow Jones)-
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat enttäuscht auf die Ergebnisse des EU-Gipfels zum Klimaschutz und Emissionshandel reagiert. Es sei unverständlich, „dass nahezu ausschließlich Ausnahme- und Übergangsregelungen für die osteuropäischen Länder und deren Anpassungsprozesse geschaffen worden sind“, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW Hauptgeschäftsführung. Die Ausnahmen hätten angesichts des geplanten Investitionsprogramms von 40 Mrd EUR auch für den besonders betroffenen deutschen Kraftwerkspark gelten müssen. Die EU-Regierungen hätten damit eine faire Lastenverteilung unter den Mitgliedsstaaten vertan, kritisierte der Verband. „Die Folge des vorliegenden Kompromisses werden Wettbewerbsverzerrungen auf dem europäischen Energiemarkt sein“, sagte Müller. Das EU-Energiepaket können nun dazu führen, dass die geplanten Investitionen von der Energiewirtschaft nicht in Deutschland, sondern bestenfalls in osteuropäischen Ländern umgesetzt werden könnten.

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Gabriel: Europa bleibt beim Klimaschutz weiter vorn - Einigung in Brüssel über Klimapaket, 14.12.2008
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs über das Klimapaket der EU begrüßt. "Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist ein klimaschutz- und industriepolitisch gutes Ergebnis erzielt worden. Diese Entscheidung stellt sicher, dass das klimaschutzpolitische Ziel Europas erreicht wird", erklärte Gabriel auf der Klimakonferenz in Posen. Europa werde damit auch weiterhin seine Vorreiterrolle auf dem internationalen Klimaschutzparkett wahrnehmen. "Die EU setzt ein Signal für die internationalen Verhandlungen über ein Kyoto-Nachfolgeregime. Andere Staaten müssen jetzt folgen", so Gabriel.
Die unter deutscher Präsidentschaft im März letzten Jahres festgelegten europäischen Klimaschutzziele werden mit dem Beschluss der Staats- und Regierungschefs durch konkrete Maßnahmen - basierend auf dem von der Kommission am 23. Januar 2008 vorgelegten Gesamtpaket - unterlegt. Kern des Pakets ist der Emissionshandel. Ab 2013 werden Betreiber von Kraftwerken ihre Emissionszertifikate zu 100 Prozent ersteigern müssen. Den wirtschaftlich weniger weit entwickelten neuen Mitgliedsstaaten im Osten Europas wird eine Übergangsfrist für Be¬standsanlagen eingeräumt. 2020 werden aber auch hier alle Zertifikate für den Kraftwerksbetrieb ersteigert werden müssen. Für die Erneuerung des Kraftwerksparks können die Mitgliedsstaaten Investitionszuschüsse bis zu 15 Prozent der Investitionsausgaben gewähren. Begrenzt ist dies auf den Zeitraum 2013 bis 2016, was zu einer Beschleunigung des Baus hoch effizienter Kraftwerke führen soll. Angesichts der prekären Wirtschaftslage werden Anlagen der Industrie äußerst moderat belastet. Diese recht großzügige Regel soll verhindern, dass durch den Emissionshandel Produktionsstandorte in Länder außerhalb der Europäischen Union verlagert werden.
Der Beschluss schafft ferner eine klare finanzielle Perspektive für den Bau von 12 Pilotanlagen zur Kohlenstoffabscheidung und -lagerung (CCS). Außerdem wird der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 Prozent des Endenergieverbrauchs steigen. Das wird einen erheblichen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen in Europa leisten.

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Kritik an Ausnahmeregeln der Klimabeschlüsse, 14.12.2008
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die Beschlüsse des EU-Klimagipfels in Brüssel und der UN-Klimakonferenz in Poznan (Posen) sind bei Umweltverbänden und Politikern auf heftige Kritik gestoßen. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac warf den verantwortlichen Politikern in der EU Versagen bei der Bekämpfung der Klimakrise vor. Zur Konferenz in Poznan erklärte die Umweltorganisation BUND am Freitag, das Treffen sei eine verpasste Chance im Kampf gegen die globale Erderwärmung gewesen. „Beschluss ist windelweich und zurechtgestutzt“ Die Industriestaaten hätten ihre Verantwortung für den globalen Klimaschutz nicht wahrgenommen und es versäumt, den Entwicklungsländern ausreichende Unterstützung bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels zuzusichern, kritisierte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Die Konferenz in Poznan war ohnehin nur als Zwischenstation auf dem Weg zum Klimatreffen von Kopenhagen in einem Jahr angelegt. Dort soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Klimaprotokoll vereinbart werden. Chris Methmann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis erklärte, Klimawandel und Finanzkrise hätten im Kern dieselbe Ursache: eine forcierte Liberalisierung der Märkte, die eine demokratische Kontrolle der Wirtschaft verhindere – „auf Kosten der Menschen und der Umwelt hier und weltweit“. Wer Klimaschutz und ökonomische Stabilität gegeneinander ausspiele, werde weder die Wirtschafts- noch die Klimakrise lösen. Als „zurechtgestutzten“ und „windelweichen“ Beschluss wertete Greenpeace das EU-Klimapaket. Europa habe sich auf den kleinsten Nenner geeinigt und sei „engstirnigen Industrieinteressen einzelner Mitgliedsstaaten“ gefolgt, sagte Klimaexperte Karsten Smid. Er rügte, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei zum „verlängerten Arm der Energieindustrie“ geworden.
Die 27 Staats- und Regierungschefs der EU hatten das Ziel bekräftigt, bis 2020 die CO2-Emmissionen um 20% zu senken. Bis 2020 soll zudem der Anteil an erneuerbaren Energien auf 20% angehoben werden. Schließlich wird eine Senkung des Energieverbrauchs um 20% im gleichen Zeitraum angestrebt. Beim Emissionshandel wollen energieintensive Industrien wie Stahl, Aluminium oder Zement mit reduzierten Anforderungen belegt werden. Die Vereinbarungen zum Emissionshandel ähnelten durch die Ausnahmeregelungen einem Schweizer Käse, sagte Grünen-Chef Cem Özdemir zu den Brüsseler Beschlüssen. Indem Merkel den Umweltschutz zu einem Modernisierungshindernis erkläre, sichere sie keine Arbeitsplätze. Auch der Europa-Abgeordnete Herbert Reul (CDU) kritisierte die Reform des Emissionshandels als „Sammelsurium von Ausnahmeregelungen“. Eine klare Linie sei nicht erkennbar. Helmut Scholz, Vorstandsmitglied der Europäischen Linken, forderte einen „kompromisslosen Einsatz für den Klimaschutz“. Er bezeichnete die Politik der EU in Brüssel als ignorant, weil sie trotz allen Warnungen über den realen Zustand der Erde an einer Politik festhalte, die nur an Profit und Wachstum orientiert sei. Gelobt wurde der Brüsseler Beschluss von der deutschen Industrie. Das Klimapaket der EU sei eine gute Grundlage für ein nationales Wachstumspaket, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Werner Schnappauf.

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Gabriel: Finanzkrise ist Argument für konsequenten Klimaschutz - UN-Klimakonferenz in Posen beendet, 13.12.2008
Berlin (BMU) -
"Das Signal von Posen ist eindeutig: Die Finanzkrise ist ein Argument nicht gegen, sondern für konsequenten Klimaschutz. Das Ignorieren des Klima-Risikos würde teuerer als die Finanzkrise – und die Folgen wären unumkehrbar", sagte heute Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum Abschluss der UN-Klimakonferenz in Posen.
"Wer mit faulen Krediten handelt, der verliert am Ende Billionen Euros und Dollars. Und der faulste Kredit, mit dem wir weltweit handeln, ist der Klimakredit. Deswegen war es die wichtigste Aufgabe dieser Vertragsstaatenkonferenz, ein starkes und klares Signal zu senden und den Klimaschutz zurück in das Zentrum der internationalen Politik zu holen", so der Bundesumweltminister.
Posen markiert den Übergang vom Austausch von Positionen zu echten Verhandlungen für ein umfassendes Klimaregime, das im kommenden Jahr in Kopenhagen beschlossen werden soll. Die Verhandlungen unter der Konvention und dem Kyoto-Protokoll werden parallel vorangetrieben. Auch wenn die wichtigsten Entscheidungen erst in Kopenhagen getroffen werden: Der Richtungswechsel in den USA macht Fortschritte bei Minderungsverpflichtungen von Industriestaaten im nächsten Jahr greifbar.
Zur Vermeidung einer gefährlichen vom Menschen verursachten Störung des Klimasystems sind auch eigene substantielle Beiträge vor allem der großen Emittenten und Schwellenländer notwendig. Klar ist, dass die Entwicklungsländer bei Minderung und Anpassung durch Finanz- und Technologietransfer unterstützt werden müssen. Bei der Bereitstellung von neuen und zusätzlichen Ressourcen werden neben öffentlichen Geldern im engeren Sinne vor allem Mittel aus dem Kohlenstoffmarkt genutzt werden müssen. Posen hat hier Fortschritte gebracht: Der Anpassungsfonds wurde funktionsfähig gemacht. Der Fonds stellt Mittel für die Anpassung an den Klimawandel für Entwicklungsländer bereit - und zwar aus Mitteln des globalen Kohlenstoffmarktes: Auf "Clean Development Mechanism"-Projekte, die von Industriestaaten in Entwicklungsländern durchgeführt werden, wird eine "Abgabe" von zwei Prozent der Gesamtsumme der Zertifikate erhoben, die in den Anpassungsfonds fließt.
"Wir müssen uns darauf verständigen, dass wir weitere Mittel aus dem Kohlenstoffmarkt für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel mobilisieren müssen. Deutschland tut dies bereits. Über die internationale Klimainitiative stellen wir rund 25 Prozent unserer Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel für Anpassungsmaßnahmen und Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verfügung. Das wollen wir ausbauen", sagte Sigmar Gabriel.
Auch bei der Diskussion um die "Gemeinsame Vision" wurden Fortschritte erreicht. Das Ziel, den Anstieg der globale Durchschnittstemperatur in diesem Jahrjahrhundert deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten, wird von mehr und mehr Staaten unterstützt. Auch die Entwicklungsländer sehen zunehmend die Notwendigkeit, ein Langfristziel als "Leitplanke" zu vereinbaren.
In Posen ist deutlich geworden, was die notwendigen Elemente für einen Abschluss in Kopenhagen sind. Nun werden die Kompromiss- und Konfliktpunkte analysiert und in der ersten Jahreshälfte 2009 Verhandlungstexte vorgelegt. Posen hat damit den Startschuss für die Detailverhandlungen des Klimaabkommens gegeben, das im nächsten Jahr in Kopenhagen verabschiedet werden soll.

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Signal für mehr Waldschutz im internationalen Klimaschutz, 12.12.2008
Gemeinsame Erklärung von Entwicklungs- und Industrieländern in Posen verabschiedet
Berlin (BMU) -
Die Bundesregierung hat heute (12. Dezember 2008) auf der internationalen Klimakonferenz in Posen (Poznan, Polen) mit einer Reihe anderer Industriestaaten und Entwicklungsländern mit tropischen Regenwäldern eine gemeinsame Erklärung zu konkreten Maßnahmen für die Verknüpfung von Waldschutz und Klimaschutz verabschiedet. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Posen: "Die Minderung von Emissionen aus Entwaldung in Entwicklungsländern ist ein wichtiger Beitrag nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch zum Schutz der Biodiversität und zur Sicherung der Lebensgrundlage für indigene Bevölkerungsgruppen. Ein Finanzmechanismus zur Unterstützung von Entwicklungsländern für messbare und verifizierbaren Minderungen von Emissionen aus Entwaldung wird ein zentrales Element des internationalen Klimaabkommens, das wir kommendes Jahr in Kopenhagen verabschieden werden. Doch wir warten nicht bis Kopenhagen. Wir wollen jetzt schon handeln." Die gemeinsame Erklärung definiert, was sowohl Entwicklungsländer als auch Industrieländer gemeinsam tun können, um die tropischen Regenwälder wirksam und messbar zu schützen. Die unterzeichnenden Entwicklungsländer zeigen damit ihre Bereitschaft, nationale Strategien und Systeme zum Erfassen und Verifizieren der Emissionsminderungen zu entwickeln. Die unterzeichnenden Industrieländer zeigen mit der Erklärung ihre Bereitschaft, Entwicklungsländer beim Aufbau von Kapazitäten zu diesem Zweck zu unterstützen. Deutschland kündigt mit dieser Erklärung folgende Beiträge an: Beitrag von 40 Millionen Euro für die " Unterstützung von Entwicklungsländern der "Koalition der Regenwaldnationen" beim Kapazitätsaufbau aus der BMU-Klimaschutz-Initiative. Bilaterale Demonstrationsprojekte in verschiedenen Partnerstaaten (unter anderem Indonesien, Laos, Peru, Madagaskar) mit einer Gesamtsumme von mehr als 33 Millionen Euro.

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Gabriel gibt 200 Millionen für Klimaprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, 11.12.2008
Internationale Klimaschutzinitiative als Modell für internationale Klimafinanzierung
Berlin (BMU) -
Bei einer Veranstaltung am Rande der Klimaverhandlungen in Posen hat das Bundesumweltministerium heute seine Internationale Klimaschutzinitiative vorgestellt. Mit dem Programm, das aus einem Teil der Auktionierungserlöse im Rahmen des Emissionshandels gespeist wird, werden bis zum Ende des Jahres über 100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 200 Millionen Euro in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern gefördert. Dabei geht es um den Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft, um den Schutz von kli-marelevante Ökosystemen und um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Der Finanzbedarf für die Transformation der globalen Wirtschaft in eine kohlenstoffarme Zukunft ist so gigantisch, dass dies nur mit neuen Finanzansätzen gelingt. Bislang weltweit einmalig und beispielgebend ist die Konzeption der Klimaschutzinitiative, die Erlöse aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten für den Klimaschutz zu reinvestieren.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Wer behauptet, Klimaschutz sei in Zeiten der Finanzkrise ein Luxus, versteht nichts von Ökonomie. Es gilt das genaue Gegenteil: Wir brauchen ein weltweites Klimakonjunkturpaket. Wenn jetzt in Industrie- und Schwellenländern milliardenschwere Investitionen auf den Weg gebracht werden, so liegt darin eine große Chance für das Weltklima und für die Wirtschaft. Voraussetzung ist, dass klug investiert wird, nämlich in die Zukunft unserer Kinder und Enkel auf diesem Planeten."
Bei der Projektauswahl setzt das Bundesumweltministerium auf innovative und übertragbare Konzepte, die eine Multiplikatorwirkung entfalten. Einige Beispiele für Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative:
- Mit einer zinsverbilligten Kreditlinie fördert das Bundesumweltministerium städtische Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Johannesburg, Südafrika.
- Die Wasserpumpstation in Jordanien verbrauchen enorme Elektrizitätsmengen. Mit einem Pilotprojekt werden bis zu 50 Prozent Energieeinsparung realisiert.
- Mit einem Projekt der gtz in ländlichen Gebieten Indiens werden durch den Ausbau der Bioenergienutzung Arbeitsplätze geschaffen.
- Zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels werden derzeit verstärkt Versicherungen gegen Klimarisiken diskutiert. Das Bundesumweltministerium fördert mit 2 Millionen Euro ein Modellvorhaben der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz), mit dem es Kleinbauern und kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen in ländlichen Regionen Chinas ermöglicht wird, Mikroversicherungen gegen klimabedingte Wetterrisiken abzuschließen.
- Im Amazonasgebiet Perus werden Schutzgebietsmaßnahmen und methodische Grundlagen zur Minderung der Emissionen aus Entwaldung gefördert. Damit werden Minderungen von 130.000 t angestrebt.

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Neue Initiative zur Förderung von Klimaschutzprogrammen weltweit, 10.12.2008
Berlin (BMU)
- Im Auftrag des Bundesumweltministeriums hat die KfW eine neue Förderinitiative gestartet, die Klimaschutz-Aktivitäten weltweit und insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern voranbringen soll. Das Projekt greift eine Maßnahme des Kyoto-Protokolls auf, das so genannte Programme of Activities (PoA). Damit sollen insbesondere kleine Quellen von klimaschädlichen Treibhausgasen erfasst und reduziert werden. Durch die Einrichtung eines PoA-Förderzentrums wird die KfW ihre Erfahrungen in diesem Bereich interessierten Ländern zur Verfügung stellen und sie bei der Entwicklung geeigneter Klimaschutzprogramme unterstützen.
Ein Großteil der weltweiten Treibhausgasemissionen wird direkt oder indirekt von sehr kleinen Quellen verursacht: in kleinen Unternehmen, privaten Haushalten, im öffentlichen Raum und im Verkehr. Gerade in diesen Bereichen gibt es zudem große Potenziale, Emissionen besonders kostengünstig zu senken. Das gilt insbesondere für Energieeffizienzmaßnahmen, aber auch für den Einsatz erneuerbarer Energien, den Brennstoffwechsel und die Abfallbewirtschaftung. Darüber hinaus tragen solche Mikroaktivitäten gerade in Entwicklungsländern häufig besonders zur nachhaltigen Entwicklung bei. Ein Beispiel ist der Ersatz ineffizienter und gesundheitsschädlicher Holzkocher durch moderne Biogaskocher. Weitere Beispiele sind die solare Warmwasserbereitung oder der Einsatz von Energiesparlampen, effizienten Kesseln in Kleinunternehmen sowie die energetische Sanierung von Gebäuden.
Um gerade diese Potentiale zu erschließen, wurde das Konzept der PoAs entwickelt. PoAs machen die markwirtschaftlichen Anreizinstrumente im Rahmen des Kyoto-Protokolls für Klein- und Kleinstmaßnahmen anwendbar: den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism, CDM) und die Gemeinsamen Projektumsetzung (Joint Implementation, JI).
PoAs helfen Treibhausgase zu vermindern, indem sie eine große Anzahl von Einzelmaßnahmen in einem Projekt zusammenfassen. Zugleich werden die CDM- und JI-Einnahmen verwendet, um die erforderlichen Fördermaßnahmen zur Anregung entsprechender Kleinmaßnahmen zu finanzieren. Das gilt etwa für Preisnachlässe für effiziente Lampen, Zuschüsse für Biogasanlagen oder Zinsverbilligungen für Solaranlagen.
Mit der Einrichtung des PoA-Förderzentrums Deutschland bietet die KfW Hilfestellung bei der Entwicklung, Beratung und Bewertung von Vorschlägen zu möglichen PoAs. Das Beratungszentrum richtet sich zum einen an interessierte Unternehmen, Organisationen und öffentliche Stellen in CDM- und JI-Gastländern, zum anderen an Energieversorger, Banken und überregional arbeitende Nichtregierungsorganisationen. Am 11. Dezember stellt das Bundesumweltministerium zusammen mit der KfW das Beratungsangebot im Rahmen der Klimakonferenz in Posen vor.

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Merkel vorsichtig optimistisch für EU-Klimabeschluss, 10.12.2008
WARSCHAU (AFP)--
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk haben sich vorsichtig optimistisch für eine Verabschiedung des EU-Klimapakets in Brüssel geäußert. „Ich glaube, da sind wir ein ganzes Stück vorangekommen“, sagte Merkel am Dienstag nach den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen in Warschau. Die Wahrscheinlichkeit eines polnischen Vetos gegen das Paket habe sich aus ihrer Sicht „eher verringert als erhöht“. „Wir sind beide nicht interessiert an einem Veto“, sagte Tusk. Polen hatte mit seinem Veto gegen das EU-Klimapaket gedroht, falls es keine Erleichterungen bei den Auflagen zur CO2-Reduktion für seine Stromerzeuger erhalte. Merkel hatte ihrerseits am Montag erklärt, dass durch das Klimapaket keine Arbeitsplätze in der deutschen Industrie gefährdet werden dürften.
Das EU-Klimapaket sieht unter anderem vor, die CO2-Emissionen bis 2020 um ein Fünftel zu senken. Polen, das mehr als 90% seines Stroms aus Kohlekraftwerken bezieht, dringt auf Sonderregelungen für die Elektrizitätswirtschaft im eigenen Land und für die Nachbarn in der Region, die ebenfalls stark abhängig von der Kohle sind. Zwei Tage vor dem EU-Krisengipfel hielten sich Merkel und mehrere Minister zu den Regierungskonsultationen in Warschau auf.

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Glos fordert Gleichheit bei Emissionshandel, 09.12.2008
BRÜSSEL (AFP)-
Wenige Tage vor dem EU-Klimagipfel pocht Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) auf vergleichbare Wettbewerbsbedingungen mit Polen. Wenn Warschau Sonderregeln zugestanden würden, müsse es diese auch für die deutsche Industrie geben, sagte der CSU-Minister am Rande eines Energieminister-Treffens in Brüssel. Die polnische Regierung will kostenlose Verschmutzungsrechte für ihre Kohlekraftwerke durchsetzen, die besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen. Die Bundesregierung lehnte kostenlose Emissionsrechte für Stromkonzerne bisher ab. Für Unmut sorgte in Berlin, dass die Unternehmen die kostenlos zugeteilten Rechte in die Stromrechnung für die Verbraucher einpreisten und so doppelt profitierten. Der EU-Gipfel will am Donnerstag und Freitag in Brüssel schärfere Umweltauflagen für Unternehmen beschließen.

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Brasilien übernimmt mit Klimaplan Führungsrolle unter den Schwellenländern, 09.12.2008
Wichtiges Signal für Klimakonferenz in Posen
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßt den vom brasilianischen Staatspräsidenten Lula da Silva verkündeten "nationalen Plan zum Klimawandel": "Die brasilianische Klima-Kehrtwende ist beeindruckend. Die Zeichen der Zeit stehen gut für den Klimaschutz: Der künftige US-Präsident Obama will mit der EU in einen Wettbewerb um die globale Führungsrolle im Klimaschutz treten und auch Brasilien sitzt in den Startlöchern. Präsident Lula verschreibt sich dem Klimaschutz, da er erkannt hat, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht gegen Klimaschutz möglich ist und wir ohne substanzielle Beiträge der Schwellenländer keine Einigung über ein umfassendes Klimaregime bekommen werden."
Der brasilianische Klimaplan markiert einen Richtungswechsel in der Klimapolitik des südamerikanischen Landes. Erstmals legt ein Schwellenland nationale quantitative Emissionsminderungsziele vor, wenn auch zunächst freiwillige. Das Konzept Brasiliens setzt vor allem bei den Emissionen durch Entwaldung an. Sie sollen bis 2017 schrittweise um 72 Prozent gesenkt werden. Ab 2015 soll durch massive Aufforstungen ein vollständiger Ausgleich der Entwaldung erreicht werden. Flankiert wird dies durch Maßnahmen im Energiebereich, die auf eine Steigerung der Effizienz, die breitere Nutzung der erneuerbaren Energien und den Einsatz von Biokraftstoffen abzielen.
Deutschland unterstützt Brasilien bei der Umsetzung seines Klimaplans. "Mit der Internationalen Klimaschutzinitiative haben wir schon dieses Jahr begonnen, zahlreiche Aktivitäten in Brasilien finanziell zu fördern. Dabei geht es beispielsweise um den Schutz der atlantischen Regenwälder, den Austausch von hoch klimagefährlichen Kühlmitteln aus Kühlschränken und den Ausbau der Sonnenenergienutzung", sagte Sigmar Gabriel.
Die brasilianische Entscheidung kommt zum rechten Zeitpunkt. Im polnischen Posen findet bis Ende dieser Woche die UN-Klimakonferenz statt. Dort sollen die Weichen für ein neues globales Klima-Abkommen gestellt werden, das in einem Jahr in Kopenhagen beschlossen werden soll. Deutschland und die EU setzen sich für ambitionierte Minderungsziele der Industrieländer. Zugleich werben sie für weitere klare Aussagen der Schwellenländer, welche Klimaschutzmaßnahmen sie – auch mit Unterstützung durch die Industriestaaten – unternehmen werden.
Die Internationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums speist sich aus den Erlösen von Emissionszertifikaten, die im Rahmen des europäischen Emissionshandels versteigert werden. Mit ihr stehen seit diesem Jahr jährlich 120 Millionen Euro zusätzlich für Klimaschutzprojekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern zur Verfügung. Finanziert werden Maßnahmen zum Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft, zum Schutz natürlicher Kohlenstoffspeicher (insbesondere der großen Waldgebiete der Erde) und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dadurch leistet das Bundesumweltministerium einen effektiven Beitrag zur Emissionsminderung und zur Anpassung an den Klimawandel. Diese neue Form der Umweltzusammenarbeit ergänzt die bestehende Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung, aus der rund eine Milliarde Euro in den Klimaschutz fließen.

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Ministerrat einig über Erneuerbaren-Richtlinie, 08.12.2008
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die EU Mitgliedstaaten sind sich über die geplante EU-Richtlinie zur Förderung Erneuerbarer Energien einig. Einer überarbeiteten Klausel zur Überprüfung des neuen Gesetzes 2014 habe schließlich auch Italien zugestimmt, sagte Frankreichs Energieminister Jean-Louis Borloo nach einem Treffen der EU-Energieminister am Montag. Die Forderung Roms, die Ziele der Richtlinie auf den Prüfstand zu stellen, stand einem Abschluss der Verhandlungen zwischen Ministerrat und Europäischem Parlament als letzter Punkt bisher noch im Weg. Die Staaten hätten sich geeinigt, dass bei einer Überprüfung weder das generelle Ziel in Frage gestellt werden dürfe, 2020 ein Fünftel des EU-Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken, noch die individuellen nationalen Zielvorgaben für den Ausbau der Erneuerbaren, sagte Borloo.
Alle Staaten seien sich einig gewesen, dass es keine Revisionsklausel geben dürfe, die als Möglichkeit zur Umgehung der Ziele verstanden werden könne, fügte er hinzu. Falls die Verhandlungsdelegation des Europäischen Parlaments an diesem Dienstag dem Kompromisstext des Rates zustimmt, wären die informellen Verhandlungen über die Richtlinie abgeschlossen, denn über alle anderen Details waren sich die EU-Institutionen Ende vergangener Woche einig geworden. Damit bestünde Einigkeit über drei der sechs Gesetzesvorschläge, die das so genannte EU-Klimapaket bilden. Über die strittigen Punkte der übrigen Vorhaben – unter anderem die Neufassung der Emissionshandelsrichtlinie – wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag und Freitag einigen. Mitgliedstaaten und Parlament streben eine Verabschiedung des Klimapakets vor Jahresende an.

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Bundestag bekräftigt CO2-Vollauktionierung, 06.12.2008
BERLIN (Dow Jones)-
Der Deutsche Bundestag hat in großer Übereinstimmung der Fraktionen ein Festhalten an einer hundertprozentigen Versteigerung der CO2-Emissionszertifikate im Stromsektor bekräftigt. Dies teilte die SPD-Bundestagsfraktion mit. Dieses sei durch „die milliardenschweren Zusatzgewinne der Stromkonzerne“ (windfall profits) absolut gerechtfertigt, hieß es weiter. „Jeglichen Tendenzen, diese Position zu verändern, wird eine klare Absage erteilt.“ Die Bundesregierung werde aufgefordert, sich für die Verabschiedung eines ehrgeizigen EU-Klimapaketes einzusetzen, so die SPD-Fraktion. Darüber hinaus sollen energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes besonders behandelt werden, hieß es weiter. „Von einer kompletten Ausnahme der Industrie aus der Versteigerung kann hingegen keine Rede sein.“ Es müsse für die Industrie zumindest einen Einstieg in die Versteigerung geben.

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Streit um Emissionshandel vor EU-Gipfel nicht lösbar, 05.12.2008
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Bei zwei, möglicherweise drei der sechs Gesetzesvorschläge aus dem EU-Klimaschutzpaket  könnten sich Europäisches Parlament (EP) und die Mitgliedstaaten vor dem EU-Gipfel am 11. und 12. Dezember einigen. Doch zahlreiche Streitfragen müssen vonden Staats- und Regierungschefs wohl erst noch entschieden werden. Sehr umstritten ist noch, wieviel ihrer Klimaschutzverpflichtungen die EU-Staaten außerhalb des Emissionshandels durch Projekte in Drittstaaten erfüllen dürfen. Der Rat strebe hier einen Anteil von 70% an, was völlig unakzeptabel sei, sagte die Berichterstatterin für die entsprechende Richtlinie, Satu Hassi (Grüne). Auch über die Finanzierung der von der EU bis 2015 geplanten 12 CCS-Demonstrationsanlagen im industriellen Maßstab gehen die Meinungen noch weit auseinander. Den Vorschlägen des Rates zufolge könnten höchstens zwei dieser Anlagen finanziert werden, sagte der britische Berichterstatter Chris Davies (Liberale). Die Einigung über die Richtlinie für Erneuerbare Energien wird nach Angaben des EP-Berichterstatters Claude Turmes (Grüne) nur noch von Italien blockiert, das auf einer generellen Revision 2014 bestehe. Er habe aber Signale, dass Rom möglicherweise an diesem Freitag einlenken werde, sagte Turmes.

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Auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen, Bundesregierung 03.12.2008
In Posen/Polen hat heute die 14. UN-Klimakonferenz begonnen. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Einigung auf ein Kyoto-Nachfolgeabkommen nach 2012. Das neue Abkommen soll Ende 2009 in Kopenhagen beschlossen werden.  Vom 1. bis 12. Dezember 2008 wollen mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 190 Staaten die Eckpunkte eines Nachfolgeabkommens präzisieren. Es geht darum, die Folgen des Klimawandels in den Griff zu bekommen. Auch die Finanzmarktkrise darf nicht dazu führen, beim Klimaschutz zu sparen. Denn Nichtstun werde langfristig viele Billionen Euro kosten, warnten Fachleute vor Beginn der Konferenz. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel dämpfte im Vorfeld der Konferenz allerdings zu hohe Erwartungen. Er sagte: "In Posen soll ein Verhandlungsgerüst entstehen. Und dann wird man das Jahr 2009 dafür brauchen, dieses Gerüst mit Inhalten zu füllen".

An den Klimaschutzzielen festhalten
Auf der letzten UN-Klimakonferenz auf Bali im Jahr 2007 wurde vereinbart, gemeinsam ein langfristiges Reduktionsziel festzulegen. In dem für 2009 geplanten Kyoto-Nachfolgeabkommen soll dieses Ziel mit konkreten Zahlen und Maßnahmen festgeschrieben werden. Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass die globale Erwärmung höchsten um zwei Grad Celsius steigen darf. Dafür müssen die globalen Emissionen bis 2050 gegenüber dem Stand von 1990 mindestens halbiert werden. Diesem Ziel haben sich die EU-Mitgliedstaaten bereits verschrieben. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstrich in einem Interview gegenüber ARD, dass sie trotz Konjunkturflaute an den in der EU vereinbarten Klimaschutzzielen festhalten wolle. Eine Streckung des Zeitplans stehe für sie nicht zur Debatte. Sie stehe zu den Zielen, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent anzuheben.

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Greenpeace protestiert gegen Polens Klimapolitik, 02.12.2008
WARSCHAU (AFP)-
Greenpeace-Aktivisten sind am Dienstag auf den Schornstein eines Kohlekraftwerks in Polen geklettert, um gegen die Klimapolitik der polnischen Regierung zu protestieren. Wie ein Sprecher der Umweltschutzorganisation mitteilte, wollen die elf Aktivisten den 150 Meter hohen Schornstein erst verlassen, wenn Polen dem Klimapaket der EU zustimmt. Die Umweltschützer brachten an dem Braunkohlekraftwerk in der Nähe der Stadt Konin auch mehrere Transparente an. Konin liegt nur 80 Kilometer von Posen (Poznan) entfernt, wo seit Montag über ein neues Abkommen der Vereinten Nationen zum Klimaschutz verhandelt wird.
Polen gewinnt 94% seiner Energie aus Kohle. Die polnische Regierung weigert sich bislang, dem Klimapaket der EU zuzustimmen, weil sie schädliche Folgen für die polnische Wirtschaft befürchtet. Das Paket soll am 11. Dezember auf einem EU-Gipfel in Brüssel verabschiedet werden. Es sieht unter anderem vor, dass die CO2-Emissionen in Europa bis 2020 um 20% gegenüber dem Niveau von 1990 reduziert werden sollen.

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Klimawandel: Konferenz in Posen soll Verhandlungen über ein neues globales Klimaschutzübereinkommen vorantreiben, 02.12.2008
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten wollen die internationalen Verhandlungen über ein neues globales Klimaschutzübereinkommen vorantreiben und werden auf der UN-Konferenz über Klimawandel, die vom 1.-12. Dezember in Posen, Polen, stattfinden wird, auf Fortschritte in einer Reihe von Fragen drängen. Die Konferenz in Posen ist eine wichtige Etappe bei den internationalen Verhandlungen, die im Dezember letzten Jahres in Bali eingeleitet wurden und zum Abschluss des neuen Übereinkommens Ende 2009 in Kopenhagen führen sollen. Umweltkommissar Stavros Dimas wird am Ministersegment der Konferenz am 11.-12. Dezember teilnehmen.
„Die Finanzkrise hat gezeigt, wie töricht es ist, deutliche Warnsignale zu ignorieren“, erklärte Kommissar Dimas. „Beim Klimawandel dürfen wir nicht wieder den gleichen Fehler machen, wenn wir gefährliche und möglicherweise katastrophale wirtschaftliche und soziale Konsequenzen in den kommenden Jahrzehnten abwenden wollen. Selbst wenn noch nicht mit einem wirklichen Durchbruch zu rechnen ist, muss auf der Konferenz nun von Sondierungsgesprächen zu konkreten Verhandlungen übergegangen und ein klares Signal gesendet werden, dass sich die Welt auf den Abschluss eines ehrgeizigen Klimaschutzübereinkommens in Kopenhagen Ende nächsten Jahres zu bewegt.“

Hauptziele der EU für ein neues globales Übereinkommen
Die künftige Rahmenregelung, die den Zeitraum nach 2012 - nach Auslaufen der im Kyoto-Protokoll festgesetzten Emissionsreduktionsziele – abdeckt, erfordert eine globale Beteiligung und muss dem Klimawandel mit einem umfassenden Konzept und hoch gesteckten Zielen entgegentreten. Das gemeinsame Konzept sollte darin bestehen, dass die Industrieländer die globalen Treibhausgasemissionen bis 2020 drastisch verringern und zugleich den Entwicklungsländern durch technologische und finanzielle Unterstützung dabei helfen, einen kohlenstoffemissionsarmen Entwicklungspfad einzuschlagen und sich an die inzwischen unvermeidlichen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.
Die EU ist davon überzeugt, dass die Erderwärmung auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt bleiben muss, da viele wissenschaftliche Daten dafür sprechen, dass die Gefahr von unumkehrbaren und möglicherweise katastrophalen Umweltveränderungen bei einem stärkeren Anstieg sehr viel größer sein wird. Zur Begrenzung des Anstiegs auf 2°C müssen die weltweiten Emissionen bis 2020 ihren Höchststand erreichen und anschließend bis 2050 gegenüber dem Niveau von 1990 um mindestens die Hälfte gesenkt werden.
Um den Anstieg der weltweiten Emissionen zu stoppen, müssen die Industrieländer ihre kombinierten Emissionen bis 2020 gegenüber dem Niveau von 1990 um 30 % verringern, während die Entwicklungsländer und namentlich die großen Schwellenländer den Anstieg ihrer Emissionen begrenzen und um 15-30 % unter dem Stand halten müssen, der ohne entsprechende Maßnahmen („Business as usual“) bis 2020 zu erwarten wäre.

Prioritäten für Posen
Die Konferenz von Posen bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Bilanz der bisherigen Verhandlungen zu ziehen, sie zu beschleunigen, weitere Fortschritte zu erzielen und eine solide Grundlage für das abschließende Verhandlungsjahr zu legen.

Die EU wird vor allem auf folgende Ergebnisse drängen:
Festlegung eines klaren Arbeitsprogramms für die Verhandlungen im Jahr 2009, einschließlich einer etwaigen außerordentlichen Ministertagung zur Jahresmitte;
Fortschritte im Hinblick auf die Annahme eines breit angelegten gemeinsamen Konzepts für gemeinsame Maßnahmen, einschließlich Zielvorgaben für 2020 und 2050;
umfassende Prüfung, wie das Kyoto-Protokoll verbessert und ausgebaut werden kann. Die Verwaltung des im Rahmen des Protokolls geschaffenen Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung, der einen wichtigen Kanal für die Bereitstellung von Finanzmitteln und Technologien für eine kohlenstoffemissionsarme Entwicklung in den Entwicklungsländern darstellt, könnte durch eine sofort umsetzbare Entscheidung vereinfacht werden; feste Entscheidung darüber, wie der Kyoto-Anpassungsfonds für Entwicklungsländer durch Überwindung der Startschwierigkeiten möglichst rasch einsatzfähig gemacht werden kann. Das Ministersegment der Konferenz wird sich auf die Entwicklung des gemeinsamen Konzepts und auf die Art der Finanzierung des künftigen Übereinkommens konzentrieren. Im Vorfeld wird am 8.-9. Dezember in Warschau eine internationale Tagung der Finanzminister stattfinden. Ausgehend von dem weltweiten Konsens, dass sich das neue Übereinkommen auch mit dem Abholzen der Tropenwälder (das für rund 20% der globalen Emissionen verantwortlich ist) befassen muss, wird die Europäische Kommission ihre jüngsten Vorschläge vorbringen, die darauf abzielen, die Abholzung der Tropenwälder bis 2020 brutto zu halbieren und den weltweiten Verlust an Waldflächen bis 2030 zu stoppen. Unter anderem schlägt die Kommission die Einrichtung eines globalen Waldkohlenstoffmechanismus vor, über den die Entwicklungsländer unterstützt werden sollen (siehe IP/08/1543).

Das Klima- und Energiepaket der EU
Die EU hat ihre Vorreiterrolle bekräftigt und sich verpflichtet, ihre Emissionen bis 2020 gegenüber dem Stand von 1990 um mindestens 20 % bzw. - sollten sich andere Industrieländer im Rahmen eines neuen weltweiten Übereinkommens zu vergleichbaren Reduktionen verpflichten - um bis zu 30 % zu verringern. Das von der Kommission im Januar 2008 vorgeschlagene Klima- und Energiepaket wird die EU bei der Verwirklichung dieser Ziele einen großen Schritt voranbringen. Die Verhandlungen über das Paket gehen nun in die Schlussphase, und das Paket steht auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens des Europäischen Rates, das am 11.-12.  Dezember - zeitgleich mit dem Ministersegment in Posen - stattfinden wird.

Hintergrund
An der Konferenz werden die 192 Parteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), zu denen auch die Vereinigten Staaten gehören, sowie die 183 Parteien des Kyoto-Protokolls teilnehmen. Die Europäische Kommission und alle Mitgliedstaaten sind Vertragsparteien sowohl des Rahmenübereinkommens als auch des Protokolls. Die EU-Delegation wird von der „Troika“ geleitet, der - in Bezug auf das Ministersegment - der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo, der tschechische Umweltminister Martin Bursik sowie Kommissar Dimas angehören.

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EU-Kommission drängt auf Fahrplan für Klimakonferenz, 01.12.2008
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Bei der an diesem Montag beginnenden UN-Klimaschutzkonferenz im polnischen Posen muss nach Meinung der EU-Kommission ein „klares Arbeitsprogramm“ für die weiteren Verhandlungen festgelegt werden, damit Ende 2009 die Verabschiedung eines Kyoto-Nachfolgeabkommens gelingt. Eventuell müsse für den Sommer auch noch eine außerordentliche Ministertagung angesetzt werden, teilte die Kommission am Freitag mit. Der Abschluss des neuen internationalen Klimaschutzabkommens wird für Dezember 2009 in Kopenhagen angepeilt.
Die Konferenz in Posen vom 1. bis 12. Dezember ist nach Ansicht der Kommission „eine wichtige Etappe“ auf dem Weg dahin. „Selbst wenn noch nicht mit einem wirklichen Durchbruch zu rechnen ist, muss bei der Konferenz nun von Sondierungsgesprächen zu konkreten Verhandlungen übergegangen und ein klares Signal gesendet werden, dass sich die Welt auf den Abschluss eines ehrgeizigen Klimaschutzübereinkommens in Kopenhagen Ende nächsten Jahres zubewegt“, sagte Umweltkommissar Stavros Dimas. Er selbst will am 11. und 12. Dezember an der Posener Konferenz teilnehmen. Bei der Diskussion über Kohlendioxid-Reduktionsziele für 2020 und 2050 erhofft sich die Kommission in Posen zumindest „Fortschritte“. Nach Ansicht der Behörde müssen die Industrieländer ihre Emissionen bis 2020 um 30% gegenüber 1990 verringern. Andere Staaten, insbesondere die großen Schwellenländer wie China und Indien, sollen den Anstieg ihrer Emissionen begrenzen und um 15% bis 30% unter dem Stand halten, der bei einer Fortsetzung der heutigen Politik 2020 zu erwarten wäre. Um unumkehrbare Umweltveränderungen zu verhindern, dürfte 2050 weltweit höchstens noch halb so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen wie 1990, argumentiert die Kommission.

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