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Die Klimakonferenz in Montreal war die 11. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention. Diese wurde 1992 auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro verabschiedet. Ihr Ziel ist: "die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau zu erreichen, ... dass sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können, die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird und die wirtschaftliche Entwicklung auf nachhaltige Weise fortgeführt werden kann." (Zitat aus: Klimarahmenkonvention 1992). Die Klimarahmenkonvention wurde inzwischen von 189 Staaten ratifiziert. Sie trat am 21. März 1994 in Kraft.
Die Weltklimakonferenz in Montreal hat ihr wichtigstes Ziel erreicht: Die Weiterentwicklung der Klimarahmenkonvention sowie des Kyoto-Protokolls über das Jahr 2012 hinaus. Damit ist man der langfristigen Planungssicherheit für weltweite Investitionen in die Kohlendioxid-Reduktion einen Schritt näher gekommen. Vom 28. November bis 9. Dezember 2005 diskutierten in Montreal über 10.000 Teilnehmer von Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltverbänden. Die Konferenz von Montreal hat eine besondere Bedeutung: Sie verbindet die elfte Vertragsstaatenkonferenz der Unterzeichnerstaaten der Klimarahmenkonvention von 1992 mit der ersten Tagung der inzwischen 157 Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls, das im Februar dieses Jahres in Kraft getreten ist.
Eines der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz ist die Annahme eines bereits in Marrakesch verabschiedeten Regelwerkes zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls durch die 157 Unterzeichnerstaaten. Damit können nun die einzelnen im Kyoto-Protokoll festgelegten Instrumente genutzt werden, so etwa der zwischenstaatliche Emissionshandel und die Durchführung von Projekten zur Treibhausgasreduktion in Entwicklungsländern. In den nächsten Jahren wollen die Mitgliedsländer über die Fortschreibung des Kyoto-Protokolls beraten und neue Reduktionsziele für die Zeit ab 2012 festlegen. Dann läuft das jetzt vereinbarte Protokoll aus. Einigkeit besteht darin, dass es keine Lücke geben darf und die Entwicklungsländer künftig einbezogen werden müssen. Dazu sollen zunächst Arbeitstreffen stattfinden, in die auch die USA einbezogen werden.
Entsprechend den Vereinbarungen im Kyoto-Protokoll können die Industriestaaten ihre Klimaschutzziele neben der direkten Reduktion von Treibhausgasemissionen nun verstärkt auch dadurch erfüllen, indem sie in ärmeren Staaten Emissionen verhindern oder reduzieren. Die Voraussetzungen für Investitionen in Entwicklungsländern sollen verbessert werden, um damit neue Märkte zu erschließen.
Quelle: Bundesregierung
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