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Startseite  Aufgaben in Unternehmen: Monitoring der CO2-Emissionen
Monitoring

Grundlage für die Emissionsberichterstattung sind die von der EU-Kommission verabschiedeten „Leitlinien für Überwachung und Berichterstattung betreffend Treibhausgasemissionen“ im Folgenden als „Monitoring Leitlinien“ bezeichnet. Die Monitoring Leitlinien sollen eine umfassende, kohärente, transparente, vergleichbare und genaue Überwachung der CO2-Emissionen und eine entsprechende Berichterstattung sicherstellen.

Die Monitoring Leitlinien sehen vor, dass zu Beginn des Berichtszeitraums eine ausführliche Beschreibung der Überwachungsmethode (Monitoringkonzept) für jede emissionshandelspflichtige Anlage vorliegt. Dieses anlagenspezifische Monitoringkonzept konkretisiert die Umsetzung der Anforderungen der Monitoring Leitlinien für die jeweilige Anlage und ist Grundlage der Emissionsermittlung und -berichterstattung.

Hat ein Anlagenbetreiber sein Monitoringkonzept der zuständigen Behörde nicht vorgelegt, muss davon ausgegangen werden, dass er die Anforderungen der Monitoring Leitlinien vollständig umsetzt. Vor diesem Hintergrund kann eine Prüfung eines Emissionsberichts nur im Hinblick auf das anlagenspezifische individuelle Monitoringkonzept erfolgen; das dem Emissionsbericht zugrundeliegende Monitoringkonzept muss daher Bestandteil des Emissionsberichtes sein.

Eine vollständige, transparente und genaue Überwachung von Treibhausgasemissionen setzt voraus, dass bei der Wahl der geeigneten Überwachungsmethode bestimmte Entscheidungen getroffen werden. Dazu zählen u.a. die Entscheidung zwischen einer Messung oder Berechnung sowie die Wahl spezifischer Ebenenkonzepte zur Ermittlung der Tätigkeitsdaten, der Emissionsfaktoren und der Oxidations- bzw. Umsetzungsfaktoren. Die Gesamtheit der Ansätze, die von einem Betreiber im Zusammenhang mit einer Anlage gewählt werden, um die jeweiligen Emissionen zu ermitteln, werden als eine Überwachungsmethode betrachtet.

Genehmigungen zur Emission von Treibhausgasen enthalten Angaben zu Überwachungsauflagen, in denen Überwachungsmethode und -häufigkeit festgelegt sind. Jede Überwachungsmethode ist von der zuständigen Behörde zu genehmigen.

Monitoringkonzept

Die Beschreibung der Überwachungsmethode (Monitoringkonzept) sollte umfassen:

  • die genaue Beschreibung der zu überwachenden Anlage und der dort durchgeführten Tätigkeiten;
  • Informationen über die Zuständigkeiten für die Überwachung und Berichterstattung innerhalb der Anlage;
  • eine Liste der zu überwachenden Quellen, und zwar für jede Tätigkeit, die in der Anlage durchgeführt wird;
  • eine Liste der Brennstoff- und Materialströme, die im Zusammenhang mit den einzelnen Tätigkeiten zu überwachen sind;
  • eine Liste der für die einzelnen Tätigkeiten und Brennstoffarten/Einsatzstoffe anzuwendenden Ebenenkonzepte zur Ermittlung der Tätigkeitsdaten, Emissionsfaktoren, Oxidations- und Umsetzungsfaktoren;
  • eine Beschreibung der Art der Messgeräte, die für die verschiedenen Quellen und Brennstoffarten/Einsatzstoffe eingesetzt werden sollen, sowie Angaben ihrer technischen Daten und ihres exakten Standorts;
  • eine Beschreibung des Ansatzes, der für die Entnahme von Proben der Brenn- und Einsatzstoffe zugrunde gelegt werden soll, um den spezifischen Heizwert, den Kohlenstoffgehalt, die Emissionsfaktoren und den Biomasse-Anteil für die verschiedenen Quellen und Brennstoffarten/Einsatzstoffe zu ermitteln;
  • eine Beschreibung der Quellen bzw. der Analyseansätze, die für die Ermittlung des spezifischen Heizwerts, des Kohlenstoffgehalts und des Biomasse-Anteils für die einzelnen Quellen und Brennstoffarten/Einsatzstoffe herangezogen werden sollen;
  • eine Beschreibung der Systeme zur kontinuierlichen Emissionsmessung, die für die Überwachung einer Quelle eingesetzt werden sollen, d. h. Angaben zu Messpunkten, Häufigkeit der Messungen, Ausrüstung, Kalibrierverfahren, Datenerfassung und -speicherung (falls anwendbar);
  • eine Beschreibung der Verfahren zur Qualitätssicherung und -kontrolle, die in Bezug auf die Datenverwaltung vorgesehen sind;
  • gegebenenfalls Informationen über eventuell relevante Verbindungen mit Aktivitäten im Rahmen des Gemeinschaftssystems für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS).

Berechnung der CO2 Emissionen

Die Berechnung der CO2-Emissionen erfolgt anhand der folgenden allgemeinen Formel:

CO2-Emissionen = Tätigkeitsdaten × Emissionsfaktor × Oxidationsfaktor

Ebenenkonzept

CARBON EXPO 2008 in Köln
 
Die Carbon EXPO in Köln unterstreicht ihre Führungsrolle auf dem Emissionsmarkt. Zur in-ternational führenden Konferenzmesse des Emissionsmarkts vom 07. – 09. Mai 2008 ka-men mehr als 3000 Besucher aus über 115 Ländern. Dies sind 20 Prozent mehr als noch im Vorjahr. 258 Aussteller aus über 60 Län-dern waren in den drei Tagen der Einladung der Organisatoren Koelnmesse, Weltbank und IETA (International Emissions Trading Asso-ciation) gefolgt, um sich in Köln über aktuelle Trends und Themen, Technologien, Projekte und Services des globalen Emissionsmarkts zu informieren. Die Koelnmesse verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr 2007 einen Anstieg der Ausstellerzahlen um mehr als 16 Prozent und einen Besucheranstieg von über 20 Pro-zent(2007: 222 Aussteller, 2419 Besucher).
Aufgrund aktueller Weltbankzahlen setzt der internationale Emissionsmarkt sein steiles Wachstum ungebremst fort. Auf der CARBON EXPO wurde bekannt gegeben, dass sich der weltweite Markt 2007 verdoppelte und nun ein Volumen von insgesamt 64 Milliarden US-Dollar aufweist (47 Milliarden Euro). Das Handelsvolumen der Emissionsrechte in der EU beläuft sich mittlerweile auf 50 Milliarden US-Dollar (37 Milliarden Euro).Angesichts dieser positiven Entwicklungen und der anhaltenden Dyna-mik des internationalen Marktes ziehen Koelnmesse, Weltbank und IETA zum Abschluss der CAR-BON EXPO 2008 in einer gemeinsamen Mitteilung positiv Bilanz:
"Mit dieser fünften CARBON EXPO hat Konfe-renzmesse erneut ihre weltweit führende Posi-tion untermauert und eine ideale und flexible Plattform für den dynamischen Klimaschutz-markt geboten. Wir freuen uns sehr, dass wir wieder einmal am Veranstaltungsort Köln den kompletten Markt - Unternehmen, Regierungen - Industrie- und Entwicklungsländer zusam-menführen konnten", so die Organisatoren. Rund 3000 Besucher nahmen an den Plenar-sitzungen, 22 Workshops und 50 Veranstal-tungen der Aussteller teil, die in die drei The-mengebiete "Projekt", "Händler" und "Neue Märkte" unterteilt waren. 150 führende Experten des Emissionsmarkts, Fachleute und Entwickler teilten im Rahmen des Konfe-renzprogramms der CARBON EXPO ihr Wissen im Rahmen des Konferenzprogramms mit den ande-ren Teilnehmern.
Sämtliche Aspekte des unglaublich schnell wachsenden Emissionsmarkts wurden in den Diskussionen abgedeckt - darunter auch die Marktexpansion in den USA, Australien und in der ganzen Welt, neue Technologien wie CO2-Abscheidung und -Speicherung, Möglichkeiten zu Investitionen in die Umwelt, sogenannte "Green Investment Schemes" (GIS), Versteige-rung und Zuteilung, Handelsaktion, Preisbil-dungstendenzen sowie zukünftige Entwicklun-gen sowohl während dieser Handelsperiode als auch nach 2012.

Bereits 64 Milliarden US-Dollar Marktvolumen (47 Milliarden Euro)

Auftakt der fünften CARBON EXPO war dieses Jahr erneut die Pressekonferenz der Weltbank, die gemeinsam mit der IETA den achten "State of the Carbon Market Report" (Weltbank) sowie die dritte Ausgabe der "GHG Market Sentiment Survey" (IETA) vor über 100 internationalen Pressevertretern präsentierte. Dem Report der Weltbank zufolge, hat sich das Handelsvolumen der Emissionsrechte von 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2005 auf über 30 Milliarden US-Dollar 2006 und 2007 dann weiter auf mittlerweile rund 64 Milliarden US-Dollar verdoppelt. In den zwei zurückliegenden Jahren hat sich das finanzielle Volumen damit sogar versechsfacht. In Auszügen aus dem Weltbank-Bericht hieß es, dass das European Union Emission Trading Scheme (EU ETS) ebenfalls eine Verdoppelung auf ins-gesamt 50 Milliarden US-Dollar (37 Milliarden Euro) verzeichnete. Die Daten im Bericht zeigen, dass sich der internationale Emissionsmarkt in allen Bereichen stark vergrößert, ausgenommen Projekte in Entwicklungsländern, wo das Marktvolumen aus dem Jahr 2006 mit den Transaktionen aus dem Clean Development Mechanism (CDM) in Höhe von 537 Millionen Tonnen Kohlendioxyd-Entsprechung (MtCO2e) nur minimal auf 551 MtCO2e im Jahr 2007 stieg.
"68 Entwicklungsländer nehmen am CDM teil. Zu ihnen zählen unter anderem Jamaika, Ke-nia, Mali und Madagaskar, die 2007 dem Markt zum ersten Mal klimafreundliche Projekte vor-stellten. Aber in einer Zeit, in der weltweite Zu-sammenarbeit im Zeichen des Klimawandels nötiger ist denn, stehen die Aussichten für Entwicklungsländer auf Gewinne aus dem E-missionshandel eher in Frage. Es wäre eine Schande für die Welt, wenn sie dieses Poten-zial jetzt nicht nutzen könnte", so Karan Capoor, Weltbank-Experte für Emissionshandel und Co-Autor des "State and Trends of the Carbon Market Report 2008". Der Bericht der IETA zur Stimmung auf dem Markt zeigt anhal-tendes Vertrauen in zukünftig höhere Preise, aber es gibt auch einige Bedenken hinsichtlich der momentanen internationalen Verhandlun-gen.

CARBON EXPO 2009 findet in Barcelona statt

Die Erfolgsgeschichte der CARBON EXPO - der weltweit führenden Konferenzmesse für Emissions-handel und Lösungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes - wird sich vom 27. bis 29. Mai 2009 fortset-zen. Zusammen mit ihrem neuen Partner, Fira Barcelona, werden die Weltbank, die IETA (Internatio-nal Emissions Trading Association und Koelnmesse die CARBON EXPO 2009 in Spanien organisieren.
"Spanien ist ein bedeutender Teilnehmer am Emissionshandel und war von Anfang an, also seit 2004, einer der größten Aussteller auf der CARBON EXPO. Weltbank, IETA und Koelnmesse sind davon überzeugt, dass eine Zusammenarbeit mit unseren spanischen Kollegen neue Synergien für den E-missionshandelsmarkt erzeugen wird. Die Unterstützung der spanischen Regierung sowohl für den Emissionshandelsmarkt als auch für die CARBON EXPO sichert den Erfolg des Unternehmens in Barcelona", so die Organisatoren der CARBON EXPO in einer gemeinsamen Erklärung. Im Jahr 2010 wird die CARBON EXPO wieder in Köln stattfinden (vom 26. bis 28. Mai).
Die nächste CARBON EXPO findet vom 27. bis 29. Mai 2009 in Barcelona statt. 2010 öffnet die CAR-BON EXPO ihre Tore vom 26. bis 28. Mai wie gewohnt auf dem Gelände der Koelnmesse.  

Kommentare von Ausstellern und Teilnehmern:
- Michael Pollan (Investment Manager) European Carbon Fund
"Dies ist die bisher größte Messe zum Emissionshandel. Die CARBON EXPO ist das Ereignis, auf das alle Teilnehmer am Emissionshandelsmarkt mit Spannung warten. Und wie man sieht, wird sie jedes Jahr größer und erfolgreicher. Meine Hochachtung."
- Jan-Willem Martens (Associate Director), Barclay Capital
"Man trifft wirklich alle wichtigen Leute auf dem Markt. Eine Veranstaltung, die Zeichen setzt."
- Bilal Anwar (Programme Officer, CDM Climate Change Secretariat), UNFCCC
"Alles ist perfekt: die Meetings, die Atmosphäre und die kurzen Wege. Die Zahl der Aussteller ist e-norm."